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Eine wird gewinnen von Boswell, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.11.2012
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Eine wird gewinnen

Abenteuer pur erlebt die hübsche Shannen auf einer einsamen Pazifikinsel. Seit 60 Tagen kämpft sie um den Sieg bei einer Spiel-Show. Dass sie dabei von ihrem Exfreund, dem Kameramann Tynan gefilmt wird, macht die Sache extrem prickelnd. Zu heißen Küssen treffen sie sich jedoch nur heimlich, denn der Kontakt zwischen Crew und Teilnehmern ist verboten. Dann wählen ihre Mitstreiter Shannen aus dem Wettbewerb raus, und sie muss die Insel verlassen. Wird Tynan sich schnell mit einer anderen trösten?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 23.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864948602
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 218 kBytes
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Eine wird gewinnen

1. KAPITEL

"Bereit für einen weiteren Drehtag im Paradies?" Ty Hale, Chefkameramann bei der Reality-TV-Show "Victorious", gab der versammelten Crew kurz die täglichen Anweisungen, bevor sie sich auf den Weg zum Camp der Teilnehmer machten, das auf der anderen Seite der Insel lag.

"Paradies? Nun komm schon, Ty, du musst es nicht schönreden. Wir wissen alle, dass wir die reinste Hölle filmen", scherzte Reggie Ellis, einer der jüngeren Kameraleute.

Die anderen lachten. Und auch Ty grinste, obwohl er annahm, dass er eine derartige Respektlosigkeit gegenüber der Show und den Teilnehmern nicht auch noch ermutigen sollte.

Tys Job bestand darin, den Teilnehmern der Show auf Schritt und Tritt mit der Kamera zu folgen. Dabei spielte es keine große Rolle, ob sich die Akteure besonders interessant oder dumm benahmen.

Kein Wunder, dass ich nicht vorhabe, in diesen Sender zu investieren, dachte Ty. Mal ganz abgesehen davon, dass ihm die richtige Einstellung dazu fehlte, hatte seine Familie solche Beteiligungen schon probiert und damit spektakulär Schiffbruch erlitten.

Der Abstieg seiner Familie hatte in der Öffentlichkeit für eine solche Sensation gesorgt, dass kein Tag verging, an dem Ty Hale nicht seine gegenwärtige Anonymität genoss. Auch jetzt, während er und die Crew die Ausrüstung auf das Boot verfrachteten, das sie zum Camp der Teilnehmer bringen würde, war er dankbar, dass Ty Hale hier nur als der Chefkameramann bekannt war, der seine Arbeit gut machte.

Möglich machte das der Name Hale. Vor sieben Jahren seinen Familiennamen zu ändern - inoffiziell, um keine Aufmerksamkeit zu erregen - war sein bislang klügster Schachzug gewesen. Wenn irgendein Journalist Wind davon bekäme, dass er in Wirklichkeit Tynan Howe, Sohn des berüchtigten ehemaligen Kongressabgeordneten Adison Howe war und zum verrufenen Howe-Clan gehörte ...

Aber das würde nicht geschehen, versicherte sich Ty bestimmt schon zum tausendsten Mal. Hier waren die Teilnehmer der Show die Attraktion und zogen die Aufmerksamkeit der Fans und der Medien auf sich. Die Namen der Kameraleute und anderen Mitarbeiter interessierten niemanden. Warum auch? Für die "Victorious"-Fans war er genauso unsichtbar wie seine Kamera.

Und das würde er auch gar nicht anders haben wollen.

Die Fernsehcrew kam bei Tagesanbruch mit dem Boot auf der Inselseite an, wo die Teilnehmer von "Victorious" in einem provisorischen Camp lebten. Es gab einen schnelleren Weg durch den Dschungel, den die Crew aber nie benutzte. Eine Vorsichtsmaßnahme, denn die Teilnehmer durften nicht erfahren, wie nahe sie dem Camp der Crew und damit den Annehmlichkeiten der Zivilisation waren. Außerdem wäre es unpraktisch, die ganze Ausrüstung durch den Dschungel zu schleppen.

Der Anblick des Camps der Kandidaten war Ty mittlerweile sehr vertraut. Wenn der Schauplatz nicht eine prachtvolle Insel im Pazifik wäre und die Teilnehmer nicht freiwillig gegeneinander antreten würden, um eine Million Dollar zu gewinnen, hätte man das Ambiente fast als erbärmlich bezeichnen können.

Aber trotz seiner distanzierten Haltung gegenüber der Show konnte Ty die diesbezügliche Besessenheit des Senders nachvollziehen. Denn nach dem Boom vor ein paar Jahren waren die Zuschauer der vielen Reality-TV-Shows schließlich überdrüssig geworden. Die Einschaltquoten waren in den Keller gerutscht, und das hatte für die Sender bedeutet, mangels Werbeaufträgen der Wirtschaft die Werbepausen nicht mehr füllen und damit keine Einnahmen erzielen zu können.

Tatsächlich wurden alle Reality-TV-Shows eingestellt, keine neuen Formate mehr entwickelt und öffentlich das Ende des Reality-TVs ausgerufen.

Doch dann entschied ein Sender, das Konzept am ohnehin abgeschriebenen Samstagabend wieder aufleben zu lassen. Ty wusste, dass die Verantwortlichen davon ausgingen, dass um diese Zeit niemand vor dem Fernseher saß, der unter neunzig war. Aber sie konnten ja nicht gut d

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