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Einen Mann wie dich vergisst man nicht von Pickart, Joan Elliott (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.12.2017
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Einen Mann wie dich vergisst man nicht

Unvergessliche Stunden der stürmischen Leidenschaft erlebt Josie in den Armen von Max Carter. Sie ahnt nicht, dass ihr sinnlicher Liebhaber etwas vor ihr verbirgt. Denn der attraktive Rancher hat Angst, dass Josie, die bei einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat, ihn verlässt, wenn sie erfährt, wer sie wirklich ist ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 02.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733754402
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1948 kBytes
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Einen Mann wie dich vergisst man nicht

1. KAPITEL

Nur allmählich erwachte Josie Wentworth aus einem herrlichen Traum vom Abschlussball an der High School in Freemont Springs. Darin trug sie ein hübsches Kleid mit einem Sträußchen Gardenien, und das Haar hatte sie elegant frisiert. Den Namen des jungen Mannes, mit dem sie tanzte, kannte sie nicht, und die Band spielte lauter als nötig, aber sie unterhielt sich großartig in dem aufwendig dekorierten Saal.

Josie räkelte sich und sah sich im Schlafzimmer suchend nach dem Ballkleid um, das sie in der letzten Nacht beim Nachhausekommen hier einfach zu Boden hatte fallen lassen.

Dies war ihr Jugendzimmer, mit dem Schreibpult, dem überquellenden Bücherregal, der Kommode, den Postern an den Wänden und den Plüschtieren auf einem Wandbrett. Aber wo waren das teure Kleid und die passenden Schuhe? Wieso duftete es nicht nach Gardenien?

Josie gähnte und setzte sich im nächsten Moment kerzengerade im Bett auf. Sie fröstelte, als sie plötzlich unsanft in die Realität zurückgeholt wurde.

Sie war nicht mehr siebzehn und frei von Kummer und Sorgen, sondern neunundzwanzig Jahre alt und nur vorübergehend wieder bei ihrer Familie. Darum hatte sie in ihrem alten Zimmer geschlafen, in dem damals ihr größtes Problem, das sie beschäftigt hatte, das Warten auf den versprochenen Anruf ihres Freundes gewesen war.

Sie, Josie Wentworth, gehörte zu der in Oklahoma ansässigen steinreichen Öldynastie. Sie war die Enkelin von Joseph Wentworth, die Schwester ihres jüngeren Bruders Michael und von Jack, dem älteren. Und Jack war tot ...

Josie kämpfte gegen den Drang zu weinen an. Zu viele Tränen waren vergossen worden, seit sie erfahren hatte, dass sie den geliebten Bruder nie wiedersehen würde.

"Ach, Jack", flüsterte sie. "Was soll ich ohne dich machen? Warum hast du mich verlassen?"

Sie presste die Hände aufs Gesicht. Vor zwei Wochen hatte Trey McGill angerufen und sie gebeten, zum Besitz der Familie Wentworth zu kommen, wo ihr Großvater und Michael lebten. Sichtlich erschüttert hatte Trey ihr dort die schreckliche Nachricht überbracht.

Jack hatte einen Geheimauftrag für das Außenministerium übernommen. Trotz sorgfältiger Vorbereitung war etwas schief gegangen, und er hatte es mit seinem Leben bezahlt. Jacks Leiche wurde allerdings nie gefunden.

Die folgenden Tage waren für Josie wie ein Albtraum gewesen. So viele Telefonate hatte sie führen müssen, um alle von dem schrecklichen Vorfall zu unterrichten. Sie hatte gehofft, bei der für ihn ausgerichteten Gedenkveranstaltung für immer von ihm Abschied nehmen zu können, auch wenn kein richtiges Begräbnis stattfand.

Doch es fiel ihr schwer, sich mit dem Verlust ihres Bruders abzufinden. Er war ihr Held gewesen. Sie konnte die Tränen jetzt nicht mehr zurückhalten, und mit einem wehmütigen Lächeln erinnerte sie sich an ihren ersten Schultag ...

Josie wollte nicht in diese gruselige Schule fahren, in der sie bereits mit ihrem Großvater zur Besichtigung gewesen war. Die Lehrerin hatte ständig gelächelt, mit diesen großen Zähnen und dem wild zerzausten Haar, das sie wie eine Hexe aussehen ließ. Von diesen vielen lärmenden Kindern in dem bunt geschmückten Raum hatte Josie kein einziges gemocht. Mit neuen Schuhen, Kniestrümpfen und in einer kratzigen Schuluniform stand sie nun in der Diele des Hauses und steckte den Daumen in den Mund. Sie wollte keinen Schritt weiter gehen.

"Komm schon, Prinzessin", sagte Joseph Wentworth. "Ich habe dir versprochen, dich am ersten Unterrichtstag zur Schule zu fahren und ins Klassenzimmer zu begleiten. Also, gehen wir."

Sie schüttelte den Kopf, und Tränen kullerten ihr über die Wangen.

"Aber, aber, nicht weinen", sagte Joseph. "Du bist jetzt ein großes Mädchen. Heute ist ein wichtiger Tag für dich. Willst du nicht den anderen Kindern deine neuen Schuhe zeigen?"

Josie schniefte, schüttelte erneut den Kopf und nahm den Daumen dabei nicht aus dem Mund.

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