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Einmal dieses Fieber spüren von Lee, Miranda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.12.2014
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Einmal dieses Fieber spüren

Nicht länger Jungfrau sein! nimmt Violet sich für das neue Jahr vor. Und die glamouröse Silvesterparty ihres Bosses scheint genau der richtige Auftakt, ihr wagemutiges Abenteuer zu beginnen. In dem atemberaubend verführerischen Kostüm zieht sie sofort den Blick des bekannten Filmproduzenten Leo Wolfe auf sich. Der ist der Richtige für mich, glaubt Violet, als es zwischen ihnen knistert. Heiße Küsse, pure Lust - ihr Plan scheint aufzugehen! Doch Violet hat die Rechnung ohne ihr Herz gemacht, das sich nach einer sinnlichen Nacht mit Leo plötzlich nach mehr sehnt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 23.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733701239
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 745 kBytes
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Einmal dieses Fieber spüren

2. KAPITEL

Leo genoss den fantastischen Blick über den Hafen und gönnte sich ein Glas Rotwein. Das Apartment seines Vaters hatte einen Balkon, der sich über die gesamte Länge der sanft geschwungenen Fassade erstreckte. Plötzlich klingelte es. Sein Handy konnte es nicht sein, denn es lag still neben ihm.

"Henry! Telefon!", rief er, nachdem es noch ein paar Mal geläutet hatte. Er und sein Vater standen sich sehr nah. Das lag sicher auch daran, dass Henry nach dem frühen Tod seiner Frau nie wieder geheiratet hatte. Leos Mutter war gestorben, als er noch ganz klein war. Mit zwanzig ging er zum Jurastudium nach Oxford, und seitdem hatten er und sein Vater sich beim Vornamen genannt. Es war Henry gewesen, der den Vorschlag gemacht hatte. Inzwischen konnte man ihr Verhältnis zueinander als freundschaftlich bezeichnen.

Er wollte schon aufstehen und selbst an das verflixte Telefon gehen, als es aufhörte zu läuten. Entspannt lehnte er sich wieder zurück. Die Aussicht war traumhaft - vor allem an einem warmen, sonnigen Nachmittag. Das tiefblaue Wasser glitzerte im Sonnenlicht. An der Mole schaukelten sanft unzählige Boote. Vom einfachen Segelboot bis zur Luxusjacht. Zu seiner Linken lag die Harbour Bridge, eines der Wahrzeichen von Sydney. Gleich daneben erhob sich das grandiose Operngebäude.

Vor acht Jahren war Henry in Rente gegangen und hatte verkündet, er würde nach Down-Under, nach Australien, ziehen. Damals hatte Leo bezweifelt, dass sein Vater es dort lange aushalten würde. Schließlich war er Londoner durch und durch.

Als erfolgreicher Literaturagent verkehrte Henry hauptsächlich in Künstlerkreisen. Seine Eltern waren Geschichtsprofessoren gewesen, und seine ältere Schwester war eine erfolgreiche Keramikkünstlerin. Er selbst hatte eine Bildhauerin geheiratet, die leider viel zu früh - mit dreißig - an Gehirnhautentzündung gestorben war.

Auch wenn Henry nie mehr geheiratet hatte, hatte er dennoch zahlreiche Beziehungen gehabt. Immer mit berühmten Künstlerinnen: Opernsängerinnen, Balletttänzerinnen, Malerinnen - und natürlich Schriftstellerinnen. Wie sollte ein solcher Mann in Australien glücklich werden? Auch wenn es nicht mehr als kulturelles Brachland galt, konnte es sich doch wohl kaum mit London vergleichen!

Früher oder später würde sich sein Vater langweilen. Darauf hätte Leo seinen Kopf verwettet. Offensichtlich traf diese Prognose jedoch nicht zu. Allerdings ging Henry auch nicht wirklich "in Rente". Er mietete in der City ein Apartment und richtete sich dort ein Büro ein. Bald vertrat er eine Reihe vielversprechender junger Autoren. Er betrieb die Agentur allein - wie schon in London. Außerdem spezialisierte er sich auf ein Genre - Kriminalliteratur - und konzentrierte sich auf einen begrenzten Autorenkreis. Die Manuskripte, die er nicht selbst lesen konnte, vergab er an freie Mitarbeiter.

Darunter erwies sich eine als echter Glücksgriff. Eine Studentin - Violet - hatte die Gabe, die "Rohdiamanten" unter den Schriftstellern zu erkennen. Unter ihrem Lektorat wurden deren Romane zu wahren literarischen Schmuckstücken mit großem kommerziellem Erfolg. Henry lernte sehr schnell, Violets Meinung und ihre Ratschläge, ernst zu nehmen. Inzwischen hatte er mehrere Bestsellerautoren unter Vertrag, die Top-Vorschüsse und höchste Tantiemen von den Verlagen bekamen.

Sehr schnell wurde die "Wolfe-Literaturagentur" zu der Agentur für Krimiautoren. Und auch wenn Henry nicht daran interessiert war, in seinem Alter die Agentur noch zu vergrößern, war er doch geschäftstüchtig genug, Violet nach Beendigung ihres Studiums als Assistentin einzustellen. Und er besaß die Weitsicht, das Apartment inklusive der Einrichtung zu kaufen, als der Immobilienmarkt gerade eine Flaute durchmachte.

Leo musste gestehen, dass die Wohnung ihm gefiel. Genau wie die Stadt. Sydney bot eine unglaubliche B

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