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Eisblumenzauber Roman von Muhr, Isabella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.10.2016
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Eisblumenzauber

Eine junge Mutter auf der Suche nach dem Glück Ella und Ralf kennen und lieben sich seit ihrer Teenagerzeit. Der Höhepunkt dieser Bilderbuchbeziehung heißt Sophia und ist fast ein Jahr alt, als Ellas und Ralfs Ehe in eine gefährliche Krise gerät. Denn Ralf hat Ella betrogen. Was Ella zunächst erfolgreich verdrängen konnte, bricht nach einem aufwühlenden Gespräch mit ihren Freundinnen unerwartet heftig wieder hervor und die junge Mutter muss sich eingestehen: Sie hat durch Ralfs Seitensprung nicht nur das Vertrauen in ihn, sondern auch in sich selbst verloren. Gott sei Dank hat Ella ihre beste Freundin Linda in dieser schweren Zeit an ihrer Seite. Doch aller Unterstützung zum Trotz kann nur Ella selbst entscheiden, ob sie am Ende mutig genug ist, um ihre Ehe zu kämpfen ... "Eisblumenzauber" ist der dritte Band der Blumenzauber-Reihe und erzählt Ellas Geschichte. Es handelt sich hierbei um einen in sich abgeschlossenen Roman, der auch unabhängig von den anderen beiden Teilen gelesen werden kann. Von Isabella Muhr sind in der Blumenzauber-Reihe bei Forever erschienen: "Schneeglöckchenzauber" (Band 1) "Veilchenzauber" (Band 2) "Eisblumenzauber" (Band 3) Isabella Muhr, geboren 1984 in Moosburg an der Isar, lebt und liebt seit 2001 in München und arbeitet dort als Erzieherin. Bereits zu Schulzeiten hat sie ihre Klassenkameraden mit kleinen Kurzgeschichten unterhalten und sich schließlich kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag den großen Traum vom ersten eigenen Roman erfüllt. Seither schreibt sie mit Begeisterung an neuen Projekten. Zusammen mit ihrem Mann, ihren beiden Söhnen und ihrer Katze wohnt sie am Münchener Stadtrand und backt und häkelt, als hätte sie eine Großfamilie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 14.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958180901
    Verlag: Forever
    Größe: 3491kBytes
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Eisblumenzauber

Prolog

August 2011

Das Hotel "Alte Mühle" am Ortsrand von Knollenburg erglühte in einer traumhaften Farbexplosion aus flammendem Sonnen-untergangsrot.

Auf den Tischen flackerten die Kerzen in großen Windlichtern im Takt des Sommerwinds und brachten die daneben als Dekoration angerichteten Wildblumen zum Leuchten. Das Rauschen des Baches, welcher sich um das Grundstück schlängelte, vermischte sich mit dem ausgelassenen Stimmengewirr der Gäste. Laubbäume in üppigem Grün drängten sich dicht an dicht wie ein schützender Umhang um das Anwesen und trennten die angrenzenden Maisfelder vom Grundstück ab. Die Abendsonne tanzte durch ihre Baumkronen und landete schließlich in schrägem Einfall auf Ella, die gerade vom Fenster der Hochzeitssuite aus auf den Innenhof hinabblickte. Sie hatte ihr schwarzes Haar zu einem klassischen Dutt nach oben gebunden, so dass ihre leuchtenden Mondstein-Ohrhänger zusammen mit ihren strahlend blauen Augen besonders gut zur Geltung kamen. Der seiden glänzende Stoff ihres hochgeschlossenen, schlichten Brautkleides umschmeichelte ihre zarte Figur und ließ sie sehr edel und anmutig wirken. Beinahe zärtlich fuhr sie mit ihren feinen Fingern die Glasscheibe entlang, hinter der sich all die vielen Gäste tummelten. Alles geliebte Menschen, die nur wegen ihr und Ralf da waren. Alle hatten sich versammelt, um gemeinsam mit dem Brautpaar zu feiern. Alle, bis auf eine ...

Ein Seufzer erfüllte den Raum, und Ellas Kopf sank kraftlos gegen das von der Sommersonne erhitzte Glas. Sanfte Hände antworteten prompt und umfassten mit stützendem Griff ihre zierliche Taille. Ella schloss ihre Augen und genoss die tröstliche Wärme von Ralfs Körper, der sich von hinten an ihren Rücken schmiegte, und ließ sich bereitwillig gegen ihn sinken. Sie konnte sein Herz durch den dünnen Stoff ihres Kleides pulsieren spüren, und ein wohliges Kribbeln breitete sich auf ihrer Haut aus. Mit einem Lächeln auf den Lippen reckte sie sich ihm entgegen.

"Na, Frau Steinbeck, was gibt es da am Hochzeitstag zu seufzen?", raunte er ihr ins Ohr, und Ella bekam eine Gänsehaut, weil sein Atem ihren Nacken kitzelte. Wie ein schüchterner Teenager hob sie ihre Schultern an und wand sich verspielt im Radius seiner Umarmung, um ihm ins Gesicht blicken zu können. Ralfs sanfte Augen versenkten sich in den ihren, und der leise Anflug von Trübsal war mit einem Mal wie weggeblasen. Ella betrachtete die vertrauten Gesichtszüge ihres Mannes, die ihr nun schon seit zehn Jahren das Liebste auf der Welt waren. Zärtlich, beinahe ehrfürchtig glitten ihre Fingerkuppen über das glatt rasierte Kinn und hinauf zu seinem kräftigen dunklen Haar, das ihm lässig in die Stirn fiel. Er roch nach Aftershave - roch so vertraut. Ihre Blicke trafen sich erneut, und Ella konnte spüren, wie die Ernsthaftigkeit, die ihre Augen eben noch fest im Griff hatten, von Ralfs Güte hinfortgespült wurde. Sie tauchte ein in dieses sanfte Braun, das wie ein Meer aus flüssiger Zartbitterschokolade funkelte, und fühlte sich in diesem Moment unendlich dankbar und glücklich. Sie küssten sich lange und zärtlich im rötlichen Schein der Abendsonne, bevor ihrer beider Aufmerksamkeit zurück auf den Innenhof gelenkt wurde. Die Band hatte nach ihrer Pause wieder begonnen zu spielen, und lautes Gelächter dröhnte zum Brautpaar hinauf.

"Wir sollten wieder runtergehen, findest du nicht?", meinte Ella und klang dabei weniger motiviert. Der schönste Teil des Tages war vorüber. Sie hatte "Ja" zu ihrem Traummann gesagt und in der Freude und den Glückwünschen von Familie und Freunden gebadet. Jetzt warteten die üblichen Brautspielchen und eine Brautentführung auf sie. Ella war nicht der Typ, der derlei Traditionen zu schätzen wusste. Ralf schmunzelte, als wüsste er genau, was im Kopf seiner Frau vorging, und verschränkte seine Finger mit den ihren.

"Wir haben gesehen, wie Onkel Albert eingeschlafen und von der Kirchenbank gerutscht ist, wie

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