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Eisige Wahrheit Ein Urlaubskrimi mit Pia Korittki von Almstädt, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.10.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Eisige Wahrheit

Pia Korittki kann das Ermitteln nicht lassen - selbst in den Ferien! Ein Kurzkrimi mit der beliebten Lübecker Ermittlerin inklusive einer ausführlichen Leseprobe ihres Romans 'Ostseetod'.

Ein entspannter Kurzurlaub mit Freund und Kind - das ist Pia Korittkis festes Vorhaben, als die drei kurz vor Weihnachten in einem kleinen Dorf an der Ostsee eintreffen. Doch dann stoßen sie beim Schlittenfahren auf die Leiche eines jungen Mannes. Obwohl Pia eigentlich Urlaub hat, beginnt sie, nicht ganz freiwillig, zu ermitteln. Dabei stellt sich heraus, dass der Tote der erwachsene Sohn und Erbe eines großen Bauernhofs im Ort war - und jede Menge Feinde im Dorf hatte. Als dann auch noch eine junge Frau verschwindet, die sich am Mordabend mit dem Opfer treffen wollte, ist Pia alarmiert ...

Klein aber fein - ein spannender Ostsee-Krimi mit der sympathischen Kommissarin aus Lübeck auf ca. 120 Seiten plus ca. 15 Seiten Leseprobe aus dem Roman 'Ostseetod'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 110
    Erscheinungsdatum: 18.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732538560
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2531 kBytes
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Eisige Wahrheit

1. Kapitel

Der erste Schnee fiel, als sie von der Bundesstraße auf die schmale, gewundene Straße in Richtung Küste abbogen.

"Siehst du, Pia, wir haben doch das richtige Auto genommen." Lars Kuhn schaltete die Scheibenwischer des alten Landrovers auf die zweite Stufe. Die kurzen Wischerarme ruckten hektisch hin und her, doch die dicken Schneeflocken nahmen ihnen trotzdem beinahe die Sicht.

Pia Korittki warf einen Blick nach hinten zu ihrem dreijährigen Sohn. "Schade, dass Felix eingeschlafen ist. Der würde sich bestimmt über den Schnee freuen."

"Hat Felix überhaupt schon einmal richtig viel Schnee erlebt?"

Pia ließ die letzten drei Jahre Revue passieren. "Nein, bisher blieb es, glaube ich, immer nur bei Schneematsch."

Wie schnell die Zeit vergangen war! Pia arbeitete als Kriminalkommissarin bei der Lübecker Bezirkskriminalinspektion, zwar mit reduzierter Stundenzahl, doch es war immer zu wenig Zeit, sowohl im Beruf als auch für Felix und nicht zuletzt für ihren Freund Lars. Umso mehr freute Pia sich auf die gemeinsamen Urlaubstage am Meer. Ihr Reiseziel lag an der Ostseeküste, nicht weit von Lübeck entfernt. Sie hatten nicht noch unnötig Zeit mit einer langen Anreise vergeuden wollen.

"Vielleicht bleibt der Schnee ja liegen." Lars steuerte sein Lieblingsgefährt mit einem zufriedenen Lächeln über die kurvige Landstraße. Er deutete über den Ersatzreifen auf der Motorhaube nach vorn. "Schau mal den Himmel dort hinten an. Da kann noch einiges an Schnee herunterkommen."

Seine beinahe kindliche Freude über die schwierigen Straßenverhältnisse war ansteckend. "Ich versteh schon. Du möchtest endlich mal wieder deinen Allradantrieb einschalten müssen", neckte Pia ihn. "Hast du denn auch alles dabei? Eine Winde und einen Spaten, um uns frei zu schaufeln. Die Sandbleche und so?"

Er lachte auf. "Klar. Das werden ein paar superschöne Tage, Pia." Lars legte die Hand auf ihr Bein und drückte leicht zu. "Wir lassen uns durch nichts stören, okay?"

Eine Viertelstunde später, nachdem sie den Küstenort Hochfeld hinter sich gelassen hatten, tauchte auf der linken Seite ein kleiner Hafen auf. Viele der Schiffe befanden sich im Winterlager, und auch die grün gestrichenen Bootsschuppen sahen verwaist aus. Kurz darauf bogen sie in einen Schotterweg ein, der zu zwei reetgedeckten Bauernhäusern führte. Hinter dem flachen Dünengürtel und der Ostsee türmten sich graue Wolken. Die beiden Häuser duckten sich unter mächtigen Linden, und die dazugehörigen Gärten waren von einem Lattenzaun und einer hohen Hecke eingefasst. Ihr Feriendomizil sah so urig und gemütlich aus, dass Pia den spontanen Wunsch verspürte, wirklich für ein paar Tage hier eingeschneit zu werden.

Lars parkte neben dem Fachwerkhaus, in dem sie eine Ferienwohnung gemietet hatten. Den Schlüssel hatten sie in Hochfeld im Büro der Ferienhausagentur von Wiebke Schütz abgeholt. Pia schloss auf und trat mit Lars, der den schlafenden Felix auf dem Arm trug, ins Haus.

Sie schaltete das Licht ein und sah sich um. Holzdielen, Sprossenfenster, offene Balken, mit kariertem Stoff bezogene Polstermöbel und ein aus Backstein gemauerter Kamin. "Das hast du gut ausgesucht", sagte sie erfreut.

"Und es ist absolut ruhig hier. Wir haben endlich mal Zeit für uns."

Pia sah sich in der Küche um. Sie meinte, einen herausfordernden Ton in Lars' letzter Bemerkung herauszuhören, und lächelte. "Weißt du, selbst wenn mir gleich aus diesem Backofen eine abgehackte Hand entgegenfällt: Es gilt das Tatortprinzip. Da wären die Kollegen aus Kiel gefordert."

"Du willst doch hier nicht etwa Backen oder Kochen?", fragte Lars mit gespieltem Entsetzen.

"Warum nicht? Traust du mir das nicht zu?"

"Wir haben Urlaub", sagte er.

Felix blinzelte und rieb sich die Augen. "Ich hab so 'nen Hunger", murmelte er.

Sie sahen einander an.

"Ich habe im Ort eben noch eine offene Pizzeria gesehen",

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