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Elsas Erbe Roman von Schlie, Tania (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2014
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Elsas Erbe

Von einer starken Frau, die auszog, das Leben zu erobern: 'Elsas Erbe' von Tania Schlie jetzt als eBook bei dotbooks. Wer alles zu haben scheint, vergisst leicht, was wirklich zählt. - Ein Dorf von den Toren Hamburgs zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie ist jung, schön und selbstbewusst: Als Tochter eines vermögenden Mannes wächst Elsa in besten Verhältnissen auf. Stets ist ihr bewusst, dass sie eines Tages die Nachfolge ihres Vaters antreten wird. Doch Georg Heller, der 'Kiesbaron', ist ein Patriarch alter Schule. Treu kann er nur sich selbst sein - und so verlässt er seine Familie wegen einer anderen Frau. Plötzlich fühlt Elsa sich wie im freien Fall. Sie muss nicht nur den gesellschaftlichen Abstieg verkraften, sondern ist zum ersten Mal in ihrem Leben auf sich allein gestellt. Aber einen Teil ihres Erbes kann Elsa niemand streitig machen: den festen Willen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen! Die Presse über 'Elsas Erbe': 'Prachtvoll erzählt!' BILD AM SONNTAG - 'Einfühlsam und detailreich erzählt Tania Schlie die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die allen Überraschungen des Lebens gewachsen ist.' BÜCHER Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Elsas Erbe' von Tania Schlie. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Tania Schlie, geboren 1961, studierte Literaturwissenschaften und Politik in Hamburg und Paris. Bevor sie anfing zu schreiben, war sie Lektorin in einem großen Verlag. Heute lebt sie als erfolgreiche Autorin in der Nähe von Hamburg. Bei dotbooks veröffentlicht Tania Schlie, die auch unter den Namen Greta Hansen und Caroline Bernard erfolgreich ist, die Romane "Die Spur des Medaillons", "Eine Liebe in der Provence", "Elsas Erbe", "Der Duft von Rosmarin und Schokolade", "Der Duft von Sommerregen", "Die Liebe der Mademoiselle Godard", "Ein Sommer in Bonneville", "Zwischen uns der Ozean" und "Die Jahre ohne dich".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 16.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958240414
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Ullstein Taschenbuch 26237
    Größe: 1483 kBytes
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Elsas Erbe

Kapitel 1

"Jetzt hör doch um Gottes willen auf, so herumzuzappeln." Bevor sie entwischen konnte, griff Hulda nach Elsas Arm und zog sie zu sich heran. Am Fuß der Treppe, die sich über zwei Stockwerke nach oben wand, hörten sie Georg Heller ungeduldig mit dem Spazierstock auf das Eichenparkett pochen.

"Hulda, was treibt ihr da oben? Wann können wir denn nun endlich?" rief er ungeduldig.

"Wir sind gleich soweit!" rief die Kinderfrau zurück. "Jetzt bleib doch mal stehen", fuhr sie Elsa an. "Sonst fährt er noch ohne dich." Unsanft stellte sie das Mädchen vor sich hin und ging in die Knie, um ihm die seitlich angebrachten silbernen Knöpfe des knielangen Mantels zu schließen. Während Elsa mit vor Aufregung zusammengekniffenen Augen stillhielt, überprüfte ihre Kinderfrau den Sitz des weißen Matrosenkragens und zupfte mit raschem Griff eine Locke unter dem weiten, ebenfalls weißen Hut hervor. Nach einem letzten prüfenden Blick gab sie ihr einen Klaps auf den Po und schubste sie in Richtung Tür.

"Viel Spaß!"

Elsa drehte sich noch einmal um und warf ihr einen Luftkuß zu. Sie rannte aus dem Zimmer. An der Treppe schwang sie sich auf das auf Hochglanz polierte Geländer und rutschte hinunter, direkt in die Arme ihres Vaters, der sie unten auffing, während von oben Hulda mit dem Finger drohte. An normalen Tagen würde Elsa niemals das Geländer hinabrutschen, wenn sie dabei beobachtet wurde, aber heute war ein besonderer Tag. "So geht's schneller", flüsterte sie ihrem Vater ins Ohr. Der schnippte mit einem gespielt bösen Blick die Asche seiner Zigarre von dem schwarzen doppelreihigen Mantel.

Hulda schimpfte oben an der Treppe. "Elsa, ich hab dir doch schon tausendmal gepredigt, daß das Geländer nicht zum Rutschen da ist! Aber wenn dein Vater auch nichts dazu sagt ... So benimmt sich doch kein Mädchen, Herr Heller ...!" Als die beiden unten grinsen mußten, wuchs ihr Zorn. Hulda war die einzige, die sich ihrem Herrn gegenüber einen respektlosen Ton herausnehmen durfte. Meistens quittierte er ihr Gezeter mit einem hilfesuchenden Blick zur Decke, was sie noch wütender machte. "Elsa, jetzt sieh doch nur mal dein Kleid. Gerade frisch angezogen und schon wieder kraus!" Sie wollte die Treppe hinuntereilen, um sich erneut an Elsas Garderobe zu schaffen zu machen, doch Georg ergriff die Hand seiner Tochter, und dann waren beide aus dem Haus, wo Franz Heinrich bereits in seiner Kutsche wartete.

Sie fuhren durch das Tor auf die Straße und dann rechts an der niedrigen Mauer aus großen Feldsteinen entlang, hinter der sich der parkähnliche Garten befand, der zur Villa gehörte. Der Garten war der ganze Stolz von Elsas Mutter. Karoline Heller richtete sich auf, um ihrem Mann und ihrer Tochter nachzusehen. Elsa rief ihr einen Gruß zu, als die Kutsche auf dem kurzen Weg zum Bahnhof vorüberfuhr. Karoline winkte kurz, dann beugte sie sich wieder über ihre Rosen.

Vor einer Woche war Elsa Heller neun Jahre alt geworden, und an diesem Sonnabend nahm ihr Vater sie zum erstenmal mit nach Hamburg. Sie bestiegen in Roseburg den Frühzug, nach wenigen Minuten stiegen sie in Büchen um in den Expreßzug, der sie innerhalb einer guten Stunde nach Hamburg bringen sollte. Während der Fahrt saß Elsa beinahe die ganze Zeit still. Stolz und Vorfreude auf den Ausflug ließen sie ihre Zappeligkeit vergessen.

"Moin, Herr Heller", rief der Kontrolleur und legte die Hand an die Mütze. "Wat höbt Sei denn dor vön hübsches Fieken bi sick?"

"Dat ist miene Dochter, Elsa. Dei ist nu ok all so grot worn."

Elsa nahm das Lob nur zerstreut wahr. Sie wartete gespannt darauf, ob ihr Vater die Billetts aus der Tasche ziehen würde oder ob es wieder einmal auf einen Eklat hinausliefe. Georg Heller machte sich nämlich einen Spaß daraus - und hielt es nebenbei auch noch für sein gutes Recht -, auf das Lösen der Fahrkarte zu verzichten. "Wer hat denn schließlich die Schienen von Güster

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