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Entermesser blank Wild Bull Turner und die Capitana von Quincy, Paul (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2013
  • Verlag: Kuebler Verlag
eBook (ePUB)
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Entermesser blank

Der Titelheld William Turner stammt aus einfachen Verhältnissen. Der Vater ist Fischer und Schmuggler an der englischen Kanalküste. Die Mutter ist die Tochter des örtlichen Pastors und Gesellschafterin der Gemahlin des Gutsherrn. Durch diese Fügung verläuft Williams Ausbildung zweigleisig. Zum einen erlernt er von Kindesbeinen an den Seemannsberuf, zum anderen sorgt die Mutter dafür, dass er zusammen mit den Söhnen des Gutsherrn eine gute Schulbildung durch Privatlehrer erhält. Das ermöglicht es ihm, den Beruf eines Seeoffiziers zu ergreifen. Aber er verfügt weder über Reichtümer noch über Beziehungen, um seine Karriere zu befördern. Die Tatsache, dass er den Seemannsberuf von der Pike auf gelernt hat, verschafft ihn nicht nur Freunde in den Reihen der adligen und reichen Offizierskameraden, zudem er sein vorlautes Mundwerk nicht immer zügeln kann. Uwe D. Minge war Seemann und weltweit als Wachoffizier und in leitender Position auf Schiffen der Großen Fahrt unterwegs. Er schreibt selbst Bücher und hat als Übersetzer etwa 60 Romane und Fachbücher - zum größten Teil historische maritime Romane aus den Napoleonische Kriegen - vom Englischen ins Deutsche übertragen. Uwe D. Minge ist Autor eines Fachbuchs über Navigation, unter dem Pseudonym Ole Groothus Autor der Reihe um Peter und Paul von Morin und unter dem Pseudonym Paul Quincy der Reihe um William Turner, in denen er Spannung mit historischen Fakten und viel Wissen über die Lebensumstände der damaligen Zeit verknüpft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 419
    Erscheinungsdatum: 01.01.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863461324
    Verlag: Kuebler Verlag
    Serie: William Turner Bd.2
    Größe: 1462 kBytes
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Entermesser blank

Segelmeister Paul Lennon kniff die Augen prüfend zusammen und las kritisch die Einstellung an seinem altmodischen Davis-Quadranten ab. Er rieb sich mit einem Finger über die große Adlernase. Seine langen weißen Locken flatterten im frischen Wind. "Sir, wir holen weiter auf. Schon wieder ist der Winkel um zwei Bogenminuten größer geworden."
Leutnant William Turner, Kommandant von H.M. Kriegsslup Shark, nickte zustimmend, dann blickte er prüfend nach oben zum Kommandowimpel und anschließend auf die Segel, die sich unter dem Druck des Passats prall blähten. Es gab nichts zu bemängeln. Der Schoner vor ihnen hatte keine Chance zu entkommen. Obwohl er verzweifelt Höhe kniff, konnte er auf Grund seiner fülligen Linien nicht so viel Höhe laufen wie das schlanke Kriegsschiff mit seinem tiefen Lateralplan, im Gegenteil, das machte ihn nur langsamer. Die Shark war im nordamerikanischen Gloucester als Marssegelschoner ganz auf Geschwindigkeit gebaut worden, da sie nur verhältnismäßig wenig, aber dafür hochwertige Ladung - sprich Schmuggelgut - befördern sollte. Sie schob sich mit geschrickten Schoten unaufhaltsam und, wie es schien, ganz mühelos im Kielwasser an ihre Beute heran. In einer guten Stunde musste sie das flüchtende Schiff im Schussbereich ihrer Jagdgeschütze haben. Turner war Anfang zwanzig. Er war breitschultrig und kräftig gebaut, dichtes krauses braunes Haar quoll unter seinem Hut hervor, sein tief gebräuntes Gesicht wurde von einem dichten kurzen Vollbart eingerahmt. Die Farbe seiner Augen variierte je nach Gemütszustand zwischen einem freundlichen hellgrau und einem finsteren schiefergrau.
Allerdings verschwand jetzt ihre Beute in einer kleinen Regenbö. Turner hob sein Fernglas ans Auge. Der Kerl würde doch nicht etwa ... Aber auch mit dem hervorragenden Fernrohr des berühmten Optikers Dollond, einem überaus großzügigen Weihnachtsgeschenk seiner geliebten Elizabeth, konnte er nicht erkennen, was sich hinter dem dichten grauschwarzen Regenvorhang abspielte. Nahm ihr gehetztes Wild die Chance war, um den Kurs zu ändern? Aber was konnte der Kapitän dort drüben machen? Abfallen? Nun ja, das war möglich, aber im Südwesten lauerte in ein paar Meilen Entfernung ein langgestrecktes Riff, hinter dem man mit dem Fernglas ein paar kleine grüne Inseln entdecken konnte. Turner presste die Lippen aufeinander, schob das Fernglas energisch zusammen und zwang sich, gelassen auszusehen. Da! Der Schoner tauchte wieder aus der abziehenden Regenbö auf. In der Tat war er in der Bö einen knappen Strich abgefallen, anscheinend hatte er seine Schoten etwas geschrickt und war dadurch schneller geworden, denn der Abstand war zumindest nicht kleiner geworden. Aber jetzt lief er wieder hoch am Wind. Turner blickte nach Luv, gleich würde auch die Shark in eine Schauerwolke laufen.
"Mister Lennon, fallen Sie bitte einen Strich ab und fieren sie die Schoten entsprechend auf!" Turner schalt sich selbst einen Narren. 'Den zweiten Teil des Befehls hättest du dir getrost sparen können, du Schlaukopf, der alte Weißkopfadler weiß selbst sehr genau, was zu tun ist!'

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