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Enthauptet Dritter München-Krimi von Lehman, Ben (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
4,99 €
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Enthauptet

Ein Mordfall, der es in sich hat. Gefunden wurde ein ramponierter Kopf, der schon länger vom Körper abgetrennt war, aber eine Vermisstenanzeige gibt es nicht. Wanninger und sein Team finden zunächst keine Antworten. Doch plötzlich geht es nicht mehr nur um einen Kopf ohne Körper und eine weitere Vermisste, sondern um eine ganze Familiensippe und deren dunkle Geheimnisse. Und als hätte die K3 der Mordkommission München nicht genug zu tun, ist auch noch ein Banküberfall mit Mord aufzuklären. Sind unsere westlichen Werte plötzlich in Gefahr? Ein etwas gruseliges Lesevergnügen! Ben Lehman stammt aus Bayern und lebt heute am Starnberger See. Nach Ende seiner jahrelangen Tätigkeit als Entwickler und Leiter eines Softwarehauses suchte er eine neue Herausforderung als Autor. Etliche Fantasyromane und Krimis sind inzwischen als eBooks und Taschenbücher veröffentlicht. Scheinbar unlösbare Kriminalfälle lassen den erfahrenen Ermittler der Münchner Mordkommission, Sepp Wanninger, manchmal fast verzweifeln, in den Fantasyromanen taucht die Jugend in eine andere Welt ein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 233
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738035704
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1189 kBytes
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Enthauptet

3.

D ie Polizeiinspektion Neuhausen rief im Präsidium an. Da fast alle Leitungen besetzt waren, wurde das Gespräch von der Zentrale zur Abteilung K3 geleitet. Florian nahm den Hörer ab. "Moser", meldete er sich.

"Polizeiinspektion Neuhausen. Bei uns ist eine Vermisstenmeldung eingegangen", teilte der Beamte mit. "Der Name des Anrufers ist Luca Tadori, er vermisst seine Frau."

"Sie sind aber bei der Mordkommission gelandet."

"Ich kann nichts dafür, ich hatte Ihrer Kollegin in der Zentrale gesagt, dass es sich um eine Vermisstenmeldung handelt. Sie sagte, dass alle anderen Leitungen belegt seien."

"Na gut", antwortete Florian. "Sagen Sie mir Name und Adresse, ich geb das weiter."

"Ja, er heißt Luca Tadori und wohnt in der Winthirstraße in Neuhausen. Telefonnummer habe ich ebenfalls."

"Seit wann vermisst er seine Frau?"

"Das weiß er nicht genau. Er behauptet, er dachte, dass sie zu ihrer Schwester gefahren ist. Heute Morgen hätte er dort angerufen und erfahren, dass sie nicht eingetroffen ist. Nun macht er sich große Sorgen."

"Okay, ich kümmere mich darum."

Wanninger hatte zugehört und meinte: "Sie können ja mal hinfahren."

"Wieso ich?"

"Dauert doch nur eine Stunde, Florian. Sagen Sie besser nicht, dass Sie von der Mordkommission kommen, damit er nicht einen Riesenschreck bekommt. Vielleicht ist sie inzwischen auch schon wieder aufgetaucht."

Florian meldete sich telefonisch an und fuhr anschließend in die Winthirstraße. Er klingelte an der Haustür bei Tadori. Es war ein größeres Wohngebäude mit kleinen Balkons, die ähnlich Bienenwaben an der Wand hingen. Die Familie Tadori wohnte in der 4. Etage. Er fuhr mit dem Lift nach oben, Luca Tadori erwartete ihn bereits an der Tür.

"Hallo Herr Tadori", grüßte Florian. "Moser ist mein Name. Die Polizeiinspektion Neuhausen hat uns informiert, dass Sie Ihre Frau vermissen. Ist sie vielleicht inzwischen wieder nach Hause gekommen?"

Tadori war ein mittelgroßer, eher schmächtiger Mann, offensichtlich italienischer Abstammung, dunkle Haare, feurige Augen. Er zwinkerte nervös mit den Augenlidern und schüttelte den Kopf. "Leider noch nicht. Ich weiß auch nicht, wo sie abgeblieben ist."

"Seit wann vermissen Sie sie?"

"Habe ich Ihrem Kollegen bereits gesagt, dass ich es nicht weiß."

"Aber Sie müssen doch wissen, wann Sie Ihre Frau zuletzt gesehen haben."

"Ja, klar. Das war vor ungefähr einer Woche. Ich dachte, dass sie zu ihrer Schwester gefahren ist, weil ..., ääääh ..."

"Ja, weil?"

Er zögerte. "Also ..., wir hatten gestritten. Meine Frau regt sich oft schnell auf. Ich konnte sie nicht beruhigen. Daraufhin hat sie sich angezogen und ist gegangen, ohne noch ein Wort zu verlieren."

"Und wieso dachten Sie, dass sie zu ihrer Schwester gefahren ist?"

"Weil sie dort immer hinfährt, wenn wir ..., äääh, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind."

"Gut", nickte Florian, "etwas mehr müssen Sie mir aber schon erzählen. Wie sollen wir sonst mit den Ermittlungen beginnen? Worüber hatten Sie gestritten?"

"Es geht immer um das gleiche, wegen Kinder."

"Wegen Ihrer Kinder?"

"Nein, wir haben keine Kinder, aber sie möchte unbedingt welche."

"Sie nicht?"

"Doch, ja, nein. Das spielt aber jetzt keine Rolle. Wenn sie wieder da ist, reden wir nochmal darüber."

"Und sie hat die Wohnung verlassen, weil Sie sich nicht einigen konnten?"

"Ja, sie hat erst rumgeschrien und dann ..."

"Hat sie irgendetwas mitgenommen, Wäsche, Kleidung oder sonst was?"

"Weiß ich nicht. Hab nicht aufgepasst, ich war genauso stinksauer wie sie."

"Könnten Sie das vielleicht herausfinden? Ich meine, dass Sie im Kleiderschrank nachschauen."

"Ja, ja, kann ich. Mach ich später. Aber ich weiß sowieso nicht, was sie immer mitnimmt, wenn sie zu ihrer Schwester fährt."

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