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Eva Wie alles begann von Young, William P. (eBook)

  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
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Eva

"Die Sprache ist atemberaubend schön und verführt zu einem völlig neuen Blick auf Gott und die Schöpfungsgeschichte." PUBLISHERS WEEKLY
Halb erfroren und dem Tode nahe strandet eine junge Frau auf einer geheimnisvollen Insel. Zu ihrem großen Glück wird sie von Gelehrten und Heilern gefunden, die bald erkennen, dass Lilly zu etwas ganz Besonderem berufen ist. Niemand Geringeres als Eva, die Mutter allen Lebens, lädt sie ein, Zeugin der Schöpfungsgeschichte zu werden und zu erfahren, was wirklich im Garten Eden geschah. Die dramatischen Ereignisse, die zur Vertreibung aus dem Paradies führen, bewegen Lilly zutiefst, und sie versteht, dass Gott sich von den Menschen niemals abgewandt hat. Ihre Aufgabe ist es nun, die Geschichte neu zu erzählen.
William Paul Young hat bereits in Die Hütte zentrale spirituelle Fragestellungen neu beleuchtet und ein Millionenpublikum damit begeistert. In seinem neuen Roman zeigt er dem Leser eine ungewöhnliche und faszinierende Interpretation der ältesten Geschichte unserer Welt.

William Paul Young arbeitete viele Jahre als Büroangestellter und Nachtportier in Hotels. Der gebürtige Kanadier wuchs als Sohn von Missionaren in Papua (damals Niederländisch-Neuguinea) auf, das heute zu Indonesien gehört. Mit 'The Shack' ('Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott') schrieb er 2011 einen Weltbestseller, der fürs Kino verfilmt wurde. Mit seiner Frau Kim und seinen Kindern und Enkeln lebt William Paul Young heute in Oregon, USA.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843713313
    Verlag: Ullstein
    Originaltitel: Eve
    Größe: 2196 kBytes
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Eva

ANFÄNGE

Alles in ihrem Inneren explodierte. Alles schmerzte.

Doch warum? Ihre Erinnerung versagte.

Bilder stürzten übereinander. Lichtblitze stießen zu wie Schwerter, durchbohrten sie. Schroffe Geräusche - dissonant, schrill, furchterregend - lösten eine panische Angst aus. Ihr Atem ging schnell und stoßweise und rauschte in ihren Ohren.

Dann wieder ein Lichtblitz, der sich zu einem quälend grellen Lichtschein ausweitete. Schemenhafte Bewegungen, Musik ... Streicher? Eine schwarze Frau, die sich erst in einen braunhäutigen Mann verwandelte, dann in eine rote Samtfliege. Zusammenhangloses Zeug. Sie musste aufwachen, unbedingt. Versuchte es. Konnte es nicht.

In ihrem Kopf tobte ein Hurrikan über dem tosenden Meer ... eine Monsterwelle überspülte sie, drückte sie unter Wasser. Sie schnappte nach Luft ... eine Wasserkaskade ... sie bekam keine Luft mehr ...

Als die Dunkelheit sie in sich aufnahm, begrüßte sie sie wie einen Freund.

Sie wurde von einem unbekannten Gesicht geweckt, das sich über sie beugte. Verschwommene Konturen. Eine Stimme? Wo war sie? Wer war sie? Sie kniff die Augen zusammen, aber die Bilder ließen sich nicht ausblenden. Ihre Lungen brannten. Die Luft war schwer. Flüssig. Diesmal waren die Schatten siegreich. Sie rückten immer näher an sie heran und verschluckten sie. Ein schwacher weißer Lichtschein schrumpfte zu einem Punkt und löste sich im Nichts auf.

Sie schrie. Was ist mit mir los? Kein Laut drang aus ihrer Kehle.

Unzusammenhängende, von Geräuschen begleitete Erinnerungsfetzen - oder waren es Träume, Halluzinationen? - verzerrten sich in ihrem Kopf zu Schreckensbildern wie in einem Spiegelkabinett. Sie zuckte zurück, versuchte sich zu verstecken, unsichtbar zu machen. Aber wohin konnte sie schon? Aus ihren erstickten Schreien wurde ein verzweifeltes Schluchzen.

Auf ihrer Stirn ein warmes Tuch. Tröstlich. Und ein stechender Geruch, dem sie keinen Namen geben konnte. Er drang in sie ein, floss durch die Kehle bis in den Bauch, in Arme und Beine, bis in die Zehen und Fingerspitzen. Eine unwiderstehliche Erleichterung. Der Geräuschpegel ließ nach. Stille senkte sich auf sie.

Sie schlief wieder ein.

Als sie das nächste Mal erwachte, drang in der diffusen Stille der Nacht ein Gespräch an ihre Ohren.

»John.« Eine hohe und schrille weibliche Stimme. »Diese junge Frau ist eine Anomalie. Die Heiler versuchen, etwas über ihre Herkunft herauszufinden, aber ihr genetischer Code treibt sie zum Wahnsinn. Keiner von uns hat je so etwas gesehen! Es ist absurd!«

Ein Mann antwortete in einem ruhigen, freundlichen Tonfall: »Gott tummelt sich anscheinend gern im Bereich des Unmöglichen und Absurden.«

Das Mädchen befahl ihren Augenlidern, sich zu öffnen. Sie weigerten sich. Ein Gewicht, das dem Mädchen alle Kraft raubte, schien sie niederzudrücken. Warum kann ich mich nicht bewegen?

»Sie werden mehr Zeit brauchen, dieses Rätsel zu lösen«, sagte die Frau mit der hohen Stimme.

»Wir werden viel Zeit haben. Mit ihrer Genesung wird es nicht so schnell vorangehen.« John seufzte. »Ich verstehe nicht viel, Letty, aber eines weiß ich: Das Mädchen ist zu meiner persönlichen Anomalie geworden!«

Letty lachte. »Schau mal an! Du klingst ja plötzlich so fürsorglich und weichherzig!«

Das Mädchen mobilisierte alle Kräfte. Aufwachen! Aufwachen! Der Raum um sie her füllte sich mit Schmerz. Ihr Körper schien in Schieflage zu geraten. Sie kämpfte gegen das Gefühl des Fallens an.

»Manchmal wundere ich mich über mich selbst!« John gluckste leise. »Warum ich? Was glaubst du? Warum hat Eva meine Mitwirkung gewollt?«

»Vielleicht weil du ein Zeuge warst?«

»Und was hat das mit dem Mädchen zu tun?«

Die Frau, die Letty hieß, summte als Antwort eine fröhliche Melodie. Das Schwindelgefühl hörte abrupt auf. Der Körper fand sein Gleichge

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