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Failed Species: Band II von Windhöfel, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Failed Species: Band II

Randolf erfährt zusammen mit seinen Freunden Entrückungszustände in einer übernatürlichen Konferenz, auf der anscheinend ihre Lagebeurteilung des Zustandes von Welt und Menschheit eine Rolle spielt. Raum und Zeiterfahrung verändern sich dabei kategorial. Die jeweiligen wissenschaftlichen Interessen und Vorlieben, selbst Hobbys und Lebenserfahrungen, haben offensichtlich eine Bedeutung bei der Beurteilung des Ergebnisses des Experiments "Menschheit" seitens der außerkosmischen Schöpfer. John scheint der Experte für das "Böse" zu sein sowie für die ähnlichen Muster apokalyptischer Vorstellungen in allen Kulturen. Melite vertritt eine pessimistische Ansicht der Menschwerdung auf der Primatenreihe. Die durch Selbst-Bewusstheit erzeugte Heimatlosigkeit des Menschen habe allerlei Wahn und Eitelkeit im Gefolge. Randolf vertritt einen eher optimistischen Standpunkt unaufhörlichen technischen Fortschritts, der in der Kolonisierung des Weltraums gipfeln werde. Einst hat er eine fast vergessene Science-Fiction-Geschichte geschrieben, die sich nun mehr und mehr in den Vordergrund drängt und sich scheinbar wie von selbst fortsetzt. Mysteriöse Ereignisse häufen sich, die Randolf an seinem Gesundheitszustand zweifeln lässt. So wird er in eine Zukunft entrückt, die von Verfall und Apokalypse gezeichnet ist. Ein zwielichtiger Orden tritt an ihn heran mit schmeichelhaften Offerten. Randolf wird Zeuge eines Vortrags über die Bildung einer neuen Elite. Er vermutet einen undurchsichtigen Zusammenhang mit seinen mysteriösen Erlebnissen...

Ich bin Pfarrer im Ruhestand und habe 25 Jahre als Pfr. im Schuldienst an zwei Berufsschulen in Wetzlar Religion, Ethik und Anthropologie unterrichtet. 3 Jahre Gemeindepraxis als Pastor bzw. Vikar in Wuppertal und Waldbröl. Davor habe ich eine Lehre in der Druckerei absolviert und insgesamt 3 weitere Jahre in verschiedenen Jobs gearbeitet. Wehrdienst bei der Marine. Abitur auf dem Bergischen Kolleg in Wuppertal; Studium der Theologie, Philosophie und Physik in Bochum und Bonn; Ausbildung in Klinischer Seelsorge (Krankenhauspastor in Waldbröl; Ehe- und Lebensberatung im 'Haus für Alle'); ständige Fortbildungen zum Themenkomplex Naturwissenschaft und Physik in Marburg; langjährige Mitarbeit im Friedenskreis der Braunfelser Synode; Gottesdienste am Atomwaffendepot Bellersdorf (jetzt aufgelöst); 8 Jahre Landessynodaler der Rheinischen Kirche; Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer im Diakonischen Werk.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 700
    Erscheinungsdatum: 22.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741260872
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 997 kBytes
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Failed Species: Band II

20. Kapitel: Die Verbotene Zone

W ieder daheim, ohne mich so recht heimisch zu fühlen. Erschöpfungszustand. Nach der Nacht in Bremen, in der ich so gut wie gar nicht geschlafen hatte, vereinbarte ich einen Termin in der psychosomatischen Abteilung der Klinik Eppendorf, der mir als Privatzahler unverzüglich gewährt wurde. Am gestrigen Nachmittag wurde ich auf die fußläufig erreichbare Psychiatrie überwiesen. Abends lenkte mich selbst eine viertklassige Fernsehschnulze nicht ab vom Trubel in meinen Gedanken. Um überhaupt ein wenig Schlaf zu finden, nahm ich eine ganze Noplizin, die wie ein leichtes Narkosemittel wirkt. Ich musste unwillkürlich an die Sache mit Michael Jackson denken; da war das Narkotikum Propofol im Spiel, dessen Überdosierung Herz und Kreislauf zum Erliegen brachten. Während der Radtour heute morgen versuchte ich mich auf das Treffen in zwei Wochen bei mir zu Hause zu konzentrieren und mich auf das Wiedersehen mit Melite zu freuen. Ihre Emails erreichten mich mittlerweile regelmäßig. Inhaltlich enthielten sie keine besonderen Neuigkeiten, sehr wohl aber liebevolle Koseworte und sie verrieten viel Freude auf das Treffen. Leider wirkt sie bislang nicht ansteckend auf die innere Unruhe der Gedanken. Den gesamten gestrigen Umweg in die Hamburger Psychiatrie hätte ich mir sparen können. Einen Tag verloren! Was hatte ich denn eigentlich erwartet? Langwierige Anamnese bei Professor Nebendorf beziehungsweise seinen Oberärzten und Assistenten. Nachmittags in der Psychiatrie bei einem Oberarzt namens Rohrmünder. Die Diagnosen, jeweils eingeleitet mit schwirren mir noch durch den Kopf. Mein ungewöhnliches oder übernatürliches Erleben passte offenbar in kein Schema. Mit den Inhalten war ich sparsam - das ging schließlich nur mich etwas an; trotzdem fühlte ich mich gezwungen, Melite zu erwähnen und ihre Verwandlung in Melusine. Die metaphysischen Konferenzen bekamen ein anderes Etikett. Hypnagoge Schlafstörungen bedürften der Behandlung. Das Weggetretensein im Supermarkt samt dem gestrigen außerweltlichen und -zeitlichen Erleben wurden mit ernster Miene vom nachmittäglichen Psychiater dem Bereich schizophrener Halluzinationen zugeordnet mit beginnender ernsthafter dissoziativer Identitätsstörung. Ob ich unter Selbstverletzungsdrang litte oder Depressionen habe? Ob ich als Kind schlimme Missbrauchslagen erlitten hätte? Nein und abermals nein! Er verschrieb mir leichte Psychopharmaka gegen die Halluzinationen, die ich natürlich nicht nehmen werde. Auf der Heimfahrt dachte ich lange über die nach. Trance, Besessenheit, Glossolalie, was hat man diesen Armen nicht alles angedichtet! Die heutige Erklärung ist menschlicher: ein Kind hatte keine andere Wahl, als eine Überlebens-Identität oder mehrere zu entwickeln, um eine schlimme, lebensbedrohliche Lage auszuhalten, in die dann eben ein robusteres Ich entsandt wurde, an das man sich später nicht mehr zu erinnern vermochte - aus reinem Selbstschutz. Mir taten diese Leute leid, weil das eine vom anderen Ich nichts weiß oder auch viele Identitäten einfach so unverbunden nebeneinander existierten in ein- und demselben Kopf. Weder hatte ich solch Traumata in meiner Kindheit erlebt noch litt ich unter Amnesie - im Gegenteil: ich vermochte mich ja haarklein an jedes Detail im Leben des Journalisten zu erinnern. Ob ich Angst vor solchen Halluzinationen besäße? Nein! Das war ein ehrliches Nein, was den Oberarzt mit offenem Mund zurückließ. Offensichtlich hatten die meisten meiner Leidensgenossen einen Horror vor ihren Absenzen, Trance-Zuständen, Abduktionen, Wahnvorstellungen und Entrückungszuständen. Ja, dann solle ich das doch einfach geschehen lassen und mich nicht dagegen sträuben! Welch Erkenntnis nach sechs Stunden Fragen beantworten, Tests, Herumwühlen in Kindheitserlebnissen, die vorrangig gut waren. Ich kann nur sagen: ich freue mich regelrecht auf die nächste Vision oder

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