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Falsche Küsse - echte Liebe von Jones, Linda Winstead (eBook)

  • Erschienen: 11.04.2016
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Falsche Küsse - echte Liebe

Daisys große Liebe Jacob ist zurück und er bittet sie, seiner kranken Großmutter zuliebe, das glückliche Paar zu spielen. Ein gefährliches Spiel, denn Jacob darf nie erfahren, wie Daisy wirklich fühlt.

Produktinformationen

    Größe: 493kBytes
    Herausgeber: MIRA Taschenbuch
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 120
    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    ISBN: 9783956499210
    Erschienen: 11.04.2016
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Falsche Küsse - echte Liebe

1. KAPITEL

D ie Frauen auf diesen Fahndungsbildern im Fernsehen sehen schrecklich aus, finden Sie nicht auch? Schauen Sie sich nur mal die ungepflegten Haare an, du meine Güte." Sandra Miller war eine Quasselstrippe.

Daisy, die sich nie um ein Gespräch bemühen musste, wenn ihre Kundin auf dem Frisierstuhl saß, warf einen Blick zum kleinen Fernseher an der Wand. "Ja, ziemlich unvorteilhaft, diese strähnigen Haare."

"Wie kann man nur so rumlaufen? Kein Wunder, dass solche Mädchen verlottern, Drogen nehmen und sonst was."

Die nächste Großaufnahme flimmerte über den Bildschirm. "Du lieber Himmel, in welchen Farbtopf ist die denn gefallen? Von grün und lila Haartönungen hab ich noch nie gehört." Sandra suchte Daisys Blick im Spiegel. "Sie könnten diesen unglücklichen Frauen Ratschläge geben. Eine gute Frisur hebt das Selbstvertrauen, das darf man nicht unterschätzen."

Daisy lachte. "Tut mir leid, Sandra. Aber mir fehlt die Zeit, um Frauen im Gefängnis von Atlanta Schönheitstipps zu geben."

Daisy Bell führte den einzigen Schönheitssalon und die kleine Reparaturwerkstatt in Bell Grove. Marigold, die Jüngste der drei Schwestern, besuchte das Junior College, kam aber am Wochenende heim, um in der Werkstatt auszuhelfen; und Lily, die in einer Kunstgalerie in Atlanta arbeitete, kam nur noch selten nach Hause.

Montags, wenn der Salon geschlossen war, lieferte Daisy Essen an ältere Bewohner aus, die sich nicht mehr selbst versorgen konnten, ging ihnen im Haushalt zur Hand, brachte sie zum einzigen Arzt am Ort oder kaufte im Supermarkt für sie ein.

Als ihre Eltern vor sieben Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren, hatte Daisy ihre eigenen Lebenspläne aufgegeben und sich um ihre jüngeren Schwestern gekümmert, die damals noch zur Schule gingen.

Würden ihre Eltern noch leben, dann wäre sie nicht in Bell Grove geblieben. Sie hatte größere Pläne gehabt: ihren Collegeabschluss, eine Ausbildung zur Physiotherapeutin oder Grundschullehrerin, einen Job in der Großstadt. Heirat und Kinder. Wie wäre ihr Leben verlaufen, wenn der Lastzug vor sieben Jahren nicht ausgeschert wäre? Diese Frage hatte sie sich immer wieder in schlaflosen Nächten gestellt.

Doch mittlerweile war sie zufrieden mit ihrem Leben, an große Pläne dachte sie längst nicht mehr.

Daisy föhnte Sandras Kurzhaarschnitt über die Rundbürste, sprühte Festiger darauf und nahm ihr schließlich den Umhang von den Schultern. Sandra gefiel die neue Frisur, die ihr Gesicht jünger aussehen ließ, wie sie fand.

Die Tür ging auf. Daisy erwartete die nächste Kundin erst in einer Stunde nach der Mittagspause, nahm aber auch Laufkundschaft an ...

Weiter kamen ihre Gedanken nicht.

Jacob Tasker trat ein, selbstbewusst wie eh und je. Augen wie schwarzer Kaffee suchten ihren Blick. Er hatte etwas zugenommen, seit sie ihn zum letzten Mal gesehen hatte. Der schlaksige Student von früher hatte Muskelpakete unter seinem Designeranzug zugelegt.

Dieser Anzug kostete nicht nur mehr, als sie im Monat verdiente, er war auch völlig fehl am Platz. In Bell Grove trug kein Mensch Anzug, wenn er nicht Bürgermeister war oder sonntags zur Kirche ging.

Auch sein Haarschnitt war vom Feinsten. Kein Härchen in Unordnung, kein widerspenstiger Wirbel. Er hätte der Hochglanzwerbung für einen edlen Männerduft oder eine sündhaft teure Herrenuhr entstiegen sein können. Und sein Lächeln ... dieses Lächeln hatte sich nicht verändert. In dieses Lächeln hatte sie sich verknallt, als sie fünfzehn und er achtzehn war. In jedes Schulheft hatte sie damals Seite um Seite Mrs. Daisy Tasker gekritzelt, mit einem Herzchen über dem i.

Vier Jahre später hatten sie sich im College wiedergetroffen. Und wieder war sie seinem Lächeln verfallen und anderen Attributen, von denen sie als Fünfzehnjährige noch keine Ahnung gehabt hatte. Das war eine sehr glückliche Zeit gewesen;

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