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Familienglück im Klimawandel Roman von Borny, Stella (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.09.2013
  • Verlag: epubli
eBook (ePUB)
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Familienglück im Klimawandel

Eine scheinbar ganz normale Kleinfamilie im Schwarzwald: Vater Joachim ist Anwalt, Mutter Tina Ergotherapeutin und ihr Sohn Simon geht in die vierte Klasse. Doch das traute Idyll zerplatzt schon auf den ersten Seiten, denn es geschieht ein Mord - ein Mord aus gekränktem Stolz. Er ruft ein engelartiges Wesen namens Luna auf den Plan, das Joachim kräftig die Leviten liest und Tina tröstend zur Seite steht. Was ist geschehen? Tina hat in Theo einen Mann gefunden, der ihr völlig neue Impulse gibt, und Joachim mit Franziska eine Frau, die besser in sein Lebensschema passt. Wie soll Simon sich entscheiden? Und was hat die Geschichte von Karo und Wilja aus dem Berlin der Kriegsjahre damit zu tun? All dies erfährt der Leser im Verlauf einer amüsanten und zugleich inspirierenden Geschichte, die verschiedene Handlungsstränge und Zeitebenen miteinander verknüpft. Sie beinhaltet viele Lebensweisheiten und beschreibt konkrete Methoden zur Selbsthilfe für Menschen in ähnlichen Situationen. Lassen Sie sich verzaubern von Luna und Max mit ihren Botschaften aus einer anderen Dimension zu ganz alltäglichen Problemen wie Ehekrise, Scheidung und einem Tauziehen um das gemeinsame Kind. Stella Borny schreibt seit ihrer Jugend Tagebuch und Fantasiegeschichten. Als Therapeutin für Körper, Geist und Seele sind ihr die unterschiedlichsten Menschen mit ihren Schicksalen begegnet. Außerdem hat sie schon lange Kontakt zur medialen Ebene. Auf ihren Reisen nach Indien, China, Südostasien und Nordafrika kam sie mit anderen Kulturkreisen in Kontakt. Sie ist geschieden und hat zwei erwachsene Kinder.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 12.09.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783844265712
    Verlag: epubli
    Größe: 514 kBytes
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Familienglück im Klimawandel

Theophiles

Einer von unzählig vielen Lastwagen rattert am späten Vormittag auf der Bundesstraße am Haus vorbei. Tina sitzt am Küchentisch, schaut aus dem Fenster zu dem Baum auf der gegenüberliegenden Straßenseite und beginnt Selbstgespräche zu führen:

"Den Wechsel der Jahreszeiten habe ich von hier am Blätterkleid dieses Baumes beobachten können, während ich auf mein Kind und dessen Vater wartete. Nun ist alles anders geworden. Zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich mich diesem Mann gegenüber ebenbürtig. Die Tatsache, dass ich mich ihm sexuell entzogen habe, gibt mir eine vorher nie wahrgenommene Kraft. Ich habe keine Lust mehr auf dieses scheinbar wohlgeordnete Leben, in dem ich mich so zu verhalten habe, wie es den anderen Leuten gefällt. War ich ungeeignet für diese Ehe mit meinen niemals endenden Forderungen nach einem Mindestmaß an gemeinsam verbrachter Zeit? Ich erwarte mehr vom Leben, als vom Küchenfenster aus Bäume zu beobachten, wie sie ihre Blätter wechseln, und dabei immer dasselbe duldsame Hausmütterchen zu bleiben."

Tina steht auf, um Termine für ihre Hausbesuche am kommenden Tag im Kalender an der Wand zu vermerken. Im Geiste sieht sie eine Klientin vor sich: eine ältere Dame, die einen Schlaganfall erlitten und das Sprachvermögen verloren hat. Tina fragt sich, was wohl in dieser Frau vorgehen mag, die geistig klar erscheint, sich aber an keinem Gespräch mehr beteiligen kann. Das Leben verändert sich vollkommen, wenn der Körper nicht mehr seine gewohnten Funktionen erfüllt.

"Krankheiten zwingen uns dazu loszulassen, geschehen zu lassen, was geschehen möchte, ohne sich dagegen zu wehren, und zu tun, was getan werden muss. Was für ein Geschenk ist der menschliche Körper, wenn alles funktioniert! Dagegen sind doch die Probleme, die wir uns selbst erschaffen, nichts weiter als Kleinkram."

Mit diesen Gedanken beschäftigt geht sie hinunter in die Waschküche, um Wäsche aufzuhängen. Sie ist gerade damit fertig, als sie das Telefon im Büro ihres Mannes klingeln hört. Eilig steigt sie die Treppe hinauf und nimmt das Gespräch für ihn entgegen.

"Ich erfülle hier meine Pflichten und irgendwie ist alles überschaubar", denkt sie auf dem Weg in die Küche, wo sie den Gemüseauflauf in den vorgeheizten Backofen schiebt. In gut einer Stunde wird er fertig sein. Sie stellt den Kurzzeitwecker, wobei Szenen aus der Vergangenheit in ihr aufsteigen.

Vor ein paar Jahren hatte sie sich erlaubt, eine Grenze zu überschreiten. Während eines längeren Seminars hatte sie eine Affäre mit einem anderen Mann. Zu Hause gestand sie Joachim ihren Seitensprung. Er sollte wissen, dass es da ein Problem gab. Sein knapper Kommentar lautete:

"Schön, dass du es mir gesagt hast, jetzt habe ich einen gut."

Es wurde nicht weiter über den Vorfall geredet. Aber von diesem Zeitpunkt an machte sich Gleichgültigkeit in der Ehe breit. Ihr Blick fällt auf das Familienfoto, das im Regal steht. Das innere Tonband läuft weiter:

"Was für ein Idyll! Für meine Rolle als Mutter habe ich einiges in Kauf genommen. Ich gebe ja zu, dass ich nicht die 'Urmutter' bin, die nur als solche ihre Erfüllung findet. Dafür arbeite ich viel zu gerne in meinem Beruf. Jeder Mensch, dem ich mich zuwende, zeigt mir ein Stück von mir selbst. Ich liebe ihre lächelnden Gesichter, wenn sie nach meiner Behandlung aufstehen. Sie bringen die Sehnsucht mit, berührt zu werden, und ich lasse meine Hände liebevoll zu ihnen sprechen. Manchmal schlafen sie dabei ein. Auf meine Frage, wie sie sich fühlen, antworten mir einige, dass etwas im Körper ins Fließen gekommen ist. Ich sage ihnen, dass dies die zirkulierende Lebensenergie ist, das Ki, wie es die Japaner nennen. Auch meine Ehe ist ein ziemlich turbulenter Strom geworden."

Bei diesem

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