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Fin im Glück ? von Steiner, Kai (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.01.2014
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (PDF)
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Fin im Glück ?

Fin sollte Philipp auf die Beine helfen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Philipp war nämlich frisch operierter Patient im Krankenhaus, Fin sein Physiotherapeut. Man lehnte sich gegenseitig ab. Philipp war arrogant, uneinsichtig und verletzt, Fin jung, munter und fordernd. Fins Humor und Klugheit, seine Umsicht, seine Kenntnisse und seine Behutsamkeit stimmten Philipp um. Hier beginnt die bewegende Liebesgeschichte eines Zweiundzwanzigjährigen mit einem Mann mittleren Alters. Philipp, bis dahin strikt hetero, verheiratet, in Scheidung lebend, war gewieft im Sex und Fin am Beginn seines schulen coming-out.. Ihre tiefe Zuneigung und ihre Besessenheit kettete sie einander. Das Umfeld war empört, Fins Mütter versagten ihre Zustimmung. Sex allein wäre keine Grundlage für eine Lebensbasis. Ihr Sohn dagegen sprach von Liebe und dem größten Glück, das ihm geschenkt wurde. Philipps Meinung hierzu war ambivalent, geschürt durch sein eheliches Vorleben und nun durch Khalil, Philipps neuer Gartenhilfe. Khalil war sexgesteuert, und pfiff auf moralische Grundsätze, die noch in Philipps Hirn herumgeisterten. Khalil schaffte es, diese auszuhebeln. Beide genossen den überraschenden, etwas zu hastigen Sex auf dem Ausguck von Philipps Garten., was Philipp große Gewissenbisse beschert. Fin chauffierte Philipp nach Damp an der Ostsee, Kurort für den eingewiesenen Patienten. In einer Auseinandersetzung schmeißt Philipp Fin aus dem Auto und steuert den Wagen selbst, und das in die falsche Richtung. Ein Crash war unausweichlich. Dennoch erreicht Philipp unter Polizeiaufsicht die Reha. Was ihn erwartet, lässt ihn an einem Herzinfarkt vorbeischrammen. Der Aufenthalt an der Ostsee wurde zu einem Albtraum mit glücklichen Unterbrechungen.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 188
    Erscheinungsdatum: 01.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863613785
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Größe: 632kBytes
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Fin im Glück ?

Stunden der Besessenheit

Eine Taxifahrt

Das Taxi brachte mich um zehn Uhr von der Uni-Klinik zum Dammtor-Bahnhof. Ich hatte dem Therapeut eine SMS zukommen lassen. Sein Name: Fin.

Der Verkehr war mäßig, wir kamen schnell voran. Der Chauffeur schob eine Scheibe in den CD-Spieler: 'Silbermond mit Verschwende deine Zeit' . Der Titel war mir auf den Leib geschrieben, ich ergänzte ihn um: nicht mit der Vergangenheit was mich zu einem Grinsen herausforderte ...

Wir durchquerten Hamburgs feinsten citynahen Stadtteil. Wieder wurde mir bewusst, wie sehr mir die Stadt lag. Hier die fünfstöckigen Häuser aus der Gründerzeit mit ihren verschnörkelten Balkonen und Putten, davor meist Linden, die Autofahrer beim Parken zur Weißglut bringen. Aber nur während der Blüte.

Der Fahrer sprach mich nicht an. Vielleicht konnte er bis auf Namen der innerstädtischen Straßen kein Deutsch, vielleicht mochte er mich nicht. Jedenfalls gefiel mir sein Schweigen.

Ich sah Fin bereits, als das Auto auf die Rückseite des Bahnhofvorplatzes einbog. Er winkte wie jemand, der auf dem Bahnsteig inmitten der vielen Reisenden einen Ankömmling suchte. Das verhieß gute Laune.

Meine Gedanken gingen zurück auf unsere fast täglichen Begegnungen im Krankenhaus.

Er war mein Therapeut.

Aufeinander angewiesen, begleitete er mich bei meinen Gehübungen regelmäßig, gab Anweisungen, korrigierte mich und das behutsam. Er war ein nachsichtiger, zurückhaltender Trainer.

Zuerst lehnte ich ihn ab, anfänglich schien er mir zu vorlaut, zu selbstbewusst und obendrein zu neugierig. Aber unser Verhältnis besserte sich mit jedem Tag, an dem ich seine Vorgaben befolgte. Wir akzeptierten uns. Schließlich hatten mich sein Können und unsere Gespräche überzeugt. Als er mir von seinen zwei Müttern erzählte, war der Bann zwischen uns vollkommen gebrochen, er wurde mir sympathisch. Eine Auseinandersetzung brachte diese Haltung am vorletzten Tag zum Wanken. Ich benahm mich daneben, mehr als das, ich gebärdete mich als Chauvi, brüllte alles und alle zusammen. Fin war mein auserwähltes Opfer. Wir hätten kein Wort mehr miteinander gewechselt, wäre ich nicht zur Einsicht gekommen. Ich entschuldigte mich bei ihm kleinlaut, und er akzeptierte mein Einlenken mit Nonchalance.

Eine große Geste.

Meine Sympathie für ihn nahm eine neue Dimension an.

Dies alles bewog mich, ja zu seiner Betreuung vor der Kur (Reha) zu sagen. Privat sozusagen, er hatte nämlich zur selben Zeit (wie meine Zwangspause) Urlaub. Ich stellte mir die paar Tage mit ihm so vor: Um zehn Uhr morgens sollte er bei mir eintreffen. Um vier Uhr nachmittags würde ich ihn entlassen. Das wären sechs Stunden am Tag. Da er auch in Hamburg und immer noch bei seinen Müttern wohnte, hätten er und sie auch füreinander Zeit, andererseits er für sich selbst. Junge Menschen brauchen Freiraum. Die Zeit bei mir könnte ausreichen, alle Besorgungen zu erledigen, gegebenenfalls das Essen zuzubereiten und zweimal am Tag das Gehen zu vervollkommnen, das immer noch nicht sicher genug war.

Natürlich verschwiegen wir den Krankenhausmitarbeitern und Ärzten die bevorstehende Konstellation. Es hätte wohl nur Rederei gegeben. Und wer weiß, was man Fin vorgeworfen hätte, dabei wollte er sich nur Geld verdienen, sein Medizinstudium begann nämlich im November.

Sein Aussehen machte mich jetzt allerdings stutzig. Da ich aber neben dem Fahrer saß, passierte nichts weiter, als dass ich mich energisch in meinen Sitz dr

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