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Flashmans Attacke Die Flashman-Manuskripte 4 - Flashman im Krimkrieg, in Russland und Zentralasien von Fraser, George MacDonald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2011
  • Verlag: Kuebler Verlag
eBook (PDF)
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Flashmans Attacke

Wann immer die Welt sich ein blutiges Gemetzel leistet, Harry Flashman ist dabei. Diesmal ist es der Krimkrieg und er gerät in die berühmte Schlacht von Balaklava. Die britische Leichte Kavallerie macht sich fertig zur Attacke auf die russischen Geschützstellungen und Harry findet keine Möglichkeit, sich zu absentieren. Doch die Krim ist nur der Anfang, dahinter erwartet ihn Russland mit seinen schneebedeckten Weiten, erwarten ihn unbarmherzige Feinde, allerdings auch leidenschaftliche, schöne Frauen, und schließlich ist da noch der fast unbekannte Krieg in Zentralasien, in dem Russland versucht, nach Indien vor zu stoßen. George MacDonald Fraser wurde vor allem berühmt durch die Serie historischer Romane, den Flashman Manuskripten, deren 11 Bände von 1969 bis 2005 erschienen. Dabei handelt es sich um die fiktiven Memoiren von Sir Harry Flashman, einem hoch dekorierten britischen Offizier im Ruhestand, der auf seine Abenteuer zwischen 1840 und 1890 zurückblickt, die ihn unter anderem mit Bismarck, General Custer, Lola Montez und vielen anderen zusammengeführt hatte. Geboren wurde Fraser 1925, wurde Soldat und kämpfte in Burma. Danach wurde er Journalist, später Schriftsteller und Drehbuchautor (unter anderen 'Die drei Musketiere' und den James-Bond-Film 'Octopussy') in Großbritannien und Kanada. Er starb 2008.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 444
    Erscheinungsdatum: 01.11.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863461065
    Verlag: Kuebler Verlag
    Originaltitel: Flashman at the Charge
    Größe: 7056 kBytes
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Flashmans Attacke

"Was in aller Welt machst du denn hier?" Und dann schwiegen wir unsicher, bis ich sagte:
"Ich bin vor drei Wochen in Balaklawa gefangengenommen worden."
"Mich haben sie in Silistria geschnappt, vor einem Vierteljahr. Ich bin seit fünf Wochen und zwei Tagen hier."
Und dann starrten wir uns wieder eine Weile an, und schließlich sagte ich:
"Ist das dein Begriff von Gastfreundschaft? Willst du mir nicht wenigstens einen Stuhl anbieten?"
Er fuhr zusammen, errötete und stotterte, ganz der alte, täppische Scud, an einer Entschuldigung herum. Er war größer und dünner, als ich ihn in Erinnerung hatte, und das braune Haar lichtete sich bereits, aber an seinem zappelig-nervösen Getue hatte sich nichts geändert.
"Ich bin so überrascht", stammelte er und schob mir einen Stuhl hin. "Ich - also ich freue mich wirklich, dich zu sehen, Flashman. Deine Hand, alter Junge. Nein ... also ... potztausend, was bist du für ein Riesenkerl geworden. Groß und ... und kräftig warst du ja schon immer, aber ... Jetzt sag einmal selbst, ist das nicht eine merkwürdige Sache, dass wir einander so wieder über den Weg laufen ... nach so langer Zeit? Warte, es muss vierzehn, nein, fünfzehn Jahre her sein, seit - äh -"
"Seit Arnold mich rausgeworfen hat, weil ich sternhagelvoll war." Er errötete abermals. "Seit wir uns getrennt haben, wollte ich sagen." "Stimmt. Na, lassen wir das. Welchen Rang hast du, Scud? Major, wie? Ich bin Oberst."
"Ja", sagte er. "Das sehe ich." Er lächelte fast ein wenig schüchtern. "Du hast es weit gebracht, bist überall bekannt. Weißt du, dass die aus Rugby alle über dich reden, wenn man sie trifft?"
"Ach, wirklich? Aber wohl nicht sehr liebevoll, was, mein kleiner Scud?"
"Komm, komm, rede keinen Unsinn. Wir waren jung damals, und unter Knaben gibt es immer mal Misshelligkeiten, besonders wenn man etliche dabei hat, die größer und älter sind und ... aber das ist alles längst vergeben und vergessen. Sie sind alle mächtig stolz auf dich, Flashman. Brooks und Green ... und Brooks junior. Er ist in der Marine, weißt du." Eine Pause. "Am stolzesten wäre wohl der Doktor gewesen."
Kann gut sein, dachte ich. Widerwärtiger alter Heuchler.
"... alle wissen das von Afghanistan und Indien und so weiter", plapperte er. "Ich war auch draußen, beim Sikh-Feldzug, bei dem du dich erneut mit Ruhm bedeckt hast. Ich habe von dort nur eine Verwundung aufzuweisen, ein Loch in den Rippen und einen gebrochenen Arm."1 Er lachte etwas kläglich. "Damit, fürchte ich, ist nicht viel Staat zu machen. Und dann bin ich raus aus dem 101. Regiment und ... Aber lieber Himmel, ich schwatze und schwatze. Wie ich mich freue, dass du da bist, alter Junge. Famos ist das, etwas Besseres könnte mir gar nicht passieren. Komm, lass dich einmal anschauen. Alle Wetter, das ist mir aber ein prächtiger Backenbart."
Ich wusste nicht recht, ob es ihm mit diesem Geschwafel ernst war. Bei Gott, Scud East hatte keinen Grund gehabt, mir einen Platz in seinem Herzen zu bewahren, und sein Anblick hatte mir jenen letzten schwarzen Tag in Rugby so deutlich vor Augen geführt, dass ich vorübergehend ganz vergessen hatte, dass wir inzwischen Männer geworden waren und manches sich geändert hatte - vielleicht sogar mein Bild in seiner Erinnerung. Denn er schien sich, nachdem er seine Verblüffung überwunden hatte, ehrlich über meine Ankunft zu freuen. Freilich konnte das auch nur gespielt sein.

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