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Forrest Gump von Groom, Winston (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.11.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Forrest Gump

Er ist ein Idiot. Er ist ein Genie. Er ist ein Ereignis. Dieser Mensch verändert das Leben aller Menschen, die das Glück haben, ihm zu begegnen. Sein Name ist Forrest Gump. Dies ist die warmherzige, tief berührende Geschichte eines gutmütigen Mannes aus Alabama, der einen Orden für seine Tapferkeit im Vietnamkrieg erhält und den Präsidenten von Amerika trifft. Eines ganz und gar ungewöhnlichen Menschen. Für die einen ist er ein naiver Schwachkopf, für die anderen ein Held. Was immer er auch anpackt, es geht garantiert schief. In Wirklichkeit aber zählt für Forrest Gump nur Jenny - die große Liebe seines Lebens...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 28.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955306168
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1154 kBytes
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Forrest Gump

1

Das können Sie mir ruhig glauben - als Idiot kriegt man nich grad erste Sahne. Die Leute lachen, verlieren schnell die Geduld und werden grob. Da heißt's zwar dauernd, seid hilfsbereit zu Leuten, wo's schwer haben, aber das läuft oft ganz anders, das kann ich Ihnen sagen. Aber ich brauch mich eigentlich nich beklagen, weil - ich hab 'n ganz intressantes Leben gehabt.

Schon von Geburt an bin ich hochgradig schwachsinnig. Mein IQ liegt nämlich so um die 70, und damit fall ich angeblich in diese Kategorie. Eigentlich bin ich aber wohl eher mittelgradig schwachsinnig oder sogar bloß leicht - und überhaupt betracht ich mich selber lieber als geistesschwach oder irgendwas in der Art und nich als nen Idioten, weil wenn sich die Leute nen Schwachsinnigen vorstellen, denken sie garantiert an Mongolismus , also an die mit den zu eng stehenden Augen, wo aussehen wie Chinesen und sabbern und an sich rumspielen.

Also, langsam bin ich nun mal, das muß ich schon zugeben, aber ich würd sagen, ich bin viel intelligenter, als wie die Leute glauben, weil nämlich was in meinem Kopf vor sich geht, is schon was anders, als was die Leute mitkriegen. Zum Beispiel kann ich mir irgendwelches Zeugs ganz gut überlegen , aber wenn ich das dann sagen oder aufschreiben soll, kommt's raus wie Wackelpeter oder so. Ich werd Ihnen zeigen, wie ich das mein.

Vor 'n paar Tagen geh ich ne Straße lang, und da is so 'n Typ vor 'm Haus am Arbeiten. Der hat sich nen Haufen Sträucher besorgt, die wo er setzen will, und mich fragt er: "Forrest, willste was verdienen?" und ich sag: "Klar", und er läßt mich Dreck schippen. Ich karre also an nem heißen Tag an die zehn oder zwölf Schubkarren verdammten Dreck durch die ganze Weltgeschichte, und wie ich fertig bin, fischt der grad mal nen Dollar aus der Hosentasche. Statt daß ich nen Aufstand mach von wegen miserable Bezahlung und so, nehm ich den verdammten Dollarschein und kann nix sagen als wie "danke" oder irgend so 'n Bockmist. Dann geh ich wieder die Straße lang, knüll den Schein in der Hand rum und komm mir vor wie 'n Idiot.

Verstehen Sie jetzt, wie ich das mein?

Also, mit Idioten kenn ich mich aus. Das is so ungefähr das einzige, wo ich durchblick, über die hab ich nämlich jede Menge gelesen: Über diesen Dosch-to-jeschki seinen Idioten und den Narren vom König Lear, und auch über Benji, den Idioten vom Faulkner, und sogar über Boo Radley in Wer die Nachtigall stört - also das war 'n echter Idiot. Am liebsten mag ich aber Lenny in Von Mäusen und Menschen . Meistens haben's die Autoren von diesen Büchern geschnallt, weil ihre Idioten sind immer viel schlauer, als wie die Leute sie einschätzen. Also, ich find, das stimmt - aber das meint wohl jeder Idiot, hi, hi.

Als ich geboren wurde, hat mir meine Mami den Namen Forrest gegeben wegen dem General Nathan Bedford Forrest, wo im Bürgerkrieg gekämpft hat. Mami hat immer gesagt, daß wir irgendwie mit der Familie vom General Forrest verwandt sind. Und das war 'n großer Mann, meint sie, bloß hat er nach 'm Krieg den Ku-Klux-Klan aufgemacht, und sogar meine Oma sagt, das is 'n nichtsnutziger Haufen. Ich würd sagen, da hat sie recht, weil auch hier bei uns am Ort betreibt so 'n Großmächtiger Oberheini, oder wie die sich nennen, nen Waffenladen, und wie ich mal - so ungefähr mit zwölf - da vorbeigelatscht bin und ins Fenster reingeschaut hab, hängt da ne Schlinge, wo man jemand mit aufknüpfen kann. Wie er sieht, daß ich guck, legt er sich die Schlinge selber um den Hals und zieht sie hoch, wie wenn er hängen tät, und läßt die Zunge raushängen und all so was, bloß damit ich Angst krieg. Ich bin weggelaufen und hab mich in nem Parkplatz hinter 'n paar Autos versteckt, bis jemand die Polizei angerufen hat. Die sind dann gekommen und haben mich nach Hause gebracht zu meiner Mami. Also ganz egal, was der olle General Forrest sonst noch alles gemacht hat - daß er diese Klan-Geschichte

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