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Frühstück für einsame Herzen Roman von Coleman, Rowan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.11.2017
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Frühstück für einsame Herzen

Seit dem Tod ihres Mannes lebt Ellen zurückgezogen in ihrem Haus in London. Nur durch die Arbeit kann sie dem traurigen Alltag entfliehen, sie redigiert Liebesromane. Doch zum Leben reicht das Geld kaum. Um ihr Zuhause nicht zu verlieren, vermietet die junge Witwe schließlich einige Zimmer. Bald bringen drei Untermieter Ellens wohlgeordnetes Leben durcheinander: Sabine, die sich von ihrem Mann getrennt hat, die exzentrische Schriftstellerin Allegra, und Matt, ein aufstrebender junger Journalist. Ellen ahnt, dass noch einige Überraschungen auf sie warten - und vielleicht eine neue Liebe ... Rowan Coleman lebt mit ihrer Familie in Hertfordshire. Wenn sie nicht gerade ihren fünf Kindern hinterherjagt, darunter lebhafte Zwillinge, verbringt sie ihre Zeit am liebsten schlafend, sitzend oder mit dem Schreiben von Romanen. Da kann das Bügeln schon mal zu kurz kommen. Rowan wünschte, ihr Leben wäre ein Musical, auch wenn ihre Tochter ihr mittlerweile verboten hat, in der Öffentlichkeit zu singen. Sie hat bereits mehrere sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 02.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492978781
    Verlag: Piper Verlag
    Originaltitel: The Happy Home for Broken Hearts
    Größe: 589 kBytes
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Frühstück für einsame Herzen

1

L angsam glitt die Spitze seines Schwertes zwischen ihr Spitzenmieder, und mit jedem Atemzug öffnete ihre bebende Brust es ein bisschen weiter und enthüllte mehr von ihrem darunter verborgenen milchweißen Fleisch ...

"Mum."

"Bitte, Captain, wenn Ihr ein Gentleman seid, dann - oh, bitte ...", flehte Eliza, deren Herz sowohl von Angst als auch von uneingestandener Sehnsucht erfüllt war, als der düstere Blick des Captains über ihre zierliche Gestalt wanderte.

"Mum?"

"Jetzt seid Ihr mein", sagte er mit einer Stimme, die vor Verlangen ganz heiser war. "Genau wie dieses Haus jetzt mein ist, genau wie es dieses Schwert immer war!" Eliza rang nach Luft, und ihre Augen weiteten sich beim Anblick der anschwellenden Waffe des Captains. "Freundet Euch mit dem Gedanken an, dass Ihr mein seid und dass ich möchte, dass Ihr mir zu Willen seid, zuerst körperlich, dann auch mit dem Herzen ..."

"Mu-uuum!"

Ellen fuhr hoch, als die Stimme ihres Sohnes sie schließlich aus dem siebzehnten Jahrhundert und der abgedunkelten Kammer mit der verriegelten Tür riss, in der ein junges puritanisches Mädchen gerade von ihrem verwegenen royalistischen Entführer vergewaltigt werden sollte, und sie wieder an ihren Küchentisch in Hammersmith zurückbrachte. Als sie Charlie neben sich stehen sah, schob sie einen Hefter über das neueste Manuskript von Allegra Howard, das ihr von dem Verlag, für den sie freiberuflich arbeitete, zum Korrekturlesen zugeschickt worden war, und blickte ihren Sohn an.

"Ja, mein Lieber?", fragte sie freundlich.

"Was bedeutet hier 'anschwellend'?", fragte Charlie neugierig und mit großen Augen. Ellen wand sich. Wie lange hatte ihr elf Jahre alter Sohn da gestanden und über ihre Schulter hinweg mitgelesen?

"'Anschwellend?' Das bedeutet ... hm, schnell wachsend oder keimend, wie ... wie, na ja, wie Knospen im Frühling."

"Wie kann eine Waffe, zum Beispiel ein Schwert, denn anschwellen?", wollte Charlie wissen, der sie mit seinen blauen Augen ansah und den Blickkontakt hielt. "Es ist doch aus Stahl, oder? Aus hartem Stahl. Stahl schwillt nicht an."

"Offenkundig nicht!", pflichtete Ellen ihm bei. "Das muss ich korrigieren! Ich weiß nicht ... diese Autoren, die haben keine Ahnung von Metaphern. Ich schwöre dir, das würde ich selbst besser hinbekommen. Und, was willst du zum Abendessen haben?", fragte Ellen, obwohl sie die Antwort kannte, weil sie jeden Tag gleich ausfiel.

"Möglicherweise ist es eine Metapher", sagte Charlie beiläufig und lockerte seine Schulkrawatte. "Vielleicht nutzt die Autorin das anschwellende Schwert ja zum Beispiel als Metapher für die Erektion des Mannes."

"Charlie!", rief Ellen aus und verschränkte die Arme über dem anstößigen Manuskript, als könnte sie damit verhindern, dass es weitere Indiskretionen preisgab.

"Was ist?", sagte Charlie. "Ich spreche mit dir doch nur über Literatur, Mum."

"Charlie, du bist erst elf ... du solltest nicht reden über ..."

"Erektionen?", wiederholte Charlie. "Ich sollte mit meiner Mutter nicht über Erektionen reden? Mit wem denn sonst?"

Ellen machte den Mund auf und schloss ihn wieder, weil ihr keine Antwort einfiel. Der Gedanke "Wenn Nick bloß da wäre" schoss ihr nun mindestens zum tausendsten Mal seit seinem Tod vor elf Monaten durch den Kopf. Aber Nick war nicht da, und Ellen musste endlich lernen, ohne ihn zurechtzukommen - etwas, was sie glaubte, immer wieder neu lernen zu müssen.

"Na ja, weil du erst elf bist und ich mir nicht sicher bin, ob das für einen Jungen in deinem Alter das Richtige ist ..."

"Ich bin fast zwölf", erinnerte Charlie sie.

"Du hast erst in z

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