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Fremde Männer küsst man nicht! von DUNAWAY, MICHELE (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.09.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Fremde Männer küsst man nicht!

'Wovon träumst du, Mami?', fragt ihre kleine Tochter. Aber Christina streicht der Achtjährigen nur sacht übers Haar, lächelt und schweigt. Unmöglich kann sie Bella sagen, dass sie sich in Bruce Lancaster verliebt hat! Obwohl sie nach einer schmerzlichen Erfahrung nie wieder einen Mann in ihrem Leben wollte. Doch der smarte Anwalt Bruce verfolgt eine ausgeklügelte Strategie: Er ist entschlossen, alle Bedenken fortzuküssen. Und Christina ersehnt und fürchtet den Tag zugleich, an dem ihr keine Argumente mehr gegen eine Zukunft mit diesem Traummann einfallen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 21.09.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863490225
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 542 kBytes
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Fremde Männer küsst man nicht!

1. KAPITEL

Noch nie in ihrem Leben war Christina sich so inkompetent vorgekommen. Dicke, graue Rauchwolken stiegen in der Turnhalle auf, der Feueralarm schrillte durch das Gebäude, und aus der Ferne hörte man auch schon das Signal der nahenden Feuerwehr.

Diesmal war es kein Thanksgiving-Truthahn, den sie vermasselt hatte, sondern die Halloweenparty ihrer Tochter.

"Weinst du, Mom?", fragte eine zaghafte Stimme hinter ihr, als das durchdringende Alarmsignal endlich verstummte.

Christina sah auf ihre achtjährige Tochter hinunter. Bellas Gesicht war mit einem prächtigen schwarzen Katzenschnurrbart und einem Haarreifen mit Katzenohren aus schwarzem und rosa Plüsch verziert.

"Können wir jetzt weitermachen mit der Party, Mom? Es ist doch gar kein Feuer hier. Nur die Nebelmaschine."

"Natürlich, Schatz", antwortete Christina und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. Durch das Fenster der angrenzenden Cafeteria konnte sie sehen, dass ein Feuerwehrwagen auf den Parkplatz eingebogen war. "Wir brauchen die Party nicht abzubrechen. Einige Sachen haben wir ja auch noch gar nicht gemacht. Nur mit dem Gespensterhaus wird das heute wohl nichts."

"Das macht nichts, Mom!" Bella drehte sich zu ihren Klassenkameraden aus der zweiten Klasse um, die wie sie selbst verkleidet waren.

"Die Party geht weiter!", jubelte sie.

"Ihr könnt ja erst mal etwas essen", schlug Christina vor, als ein Trupp Feuerwehrleute durch die Cafeteria in die Turnhalle gestürmt kam.

Die schweren, feuerfesten Stiefel donnerten über den frisch gewienerten Fußboden.

"Mrs Sims!", rief Christina zu der anderen Mutter hinüber. "Am besten machen wir jetzt die Erfrischungspause. Meinen Sie nicht auch?"

"Absolut", stimmte Mrs Sims zu und hatte innerhalb von Sekunden die Kinder zum kalten Büfett an einem der Cafeteriatische bugsiert, wo es zum Knabbern kürbisförmige Kekse und zum Trinken "Hexengift", ein Gebräu aus Orangensaft, Zitronensorbet und Limonade gab.

Und Christina seufzte und folgte schicksalsergeben den Feuerwehrleuten in die Turnhalle, wo die Männer das rauchumwaberte Gespensterhaus untersuchten. Die Nebelmaschine hatte ganze Arbeit geleistet und mit seinen weißgrauen Schwaden selbst die Rauchdetektoren an den Decken in Angst und Schrecken versetzt ...

"Man sagte mir, Sie hätten hier die Leitung", hörte sie eine tiefe Stimme hinter sich.

Das war nicht ganz richtig. Die eigentliche Organisatorin der Halloweenparty lag mit Grippe zu Hause im Bett. "Stecker der Nebelmaschine in die Steckdose stecken", hatte zu ihren schriftlichen Anweisungen für die Party gehört. Aber das zählte nicht als Entschuldigung.

Bereit, die volle Verantwortung für das Desaster zu übernehmen, straffte Christina die Schultern. Sie drehte sich um und sah in die klarsten blauen Augen, die sie je erblickt hatte, umrahmt vom Visier eines Feuerwehrhelms. Nur mit Mühe widerstand sie dem Impuls, überrascht einen Schritt zurückzuweichen. "Stimmt", antwortete sie und zwang sich, dabei selbstbewusst zu klingen.

"Dann sind Sie also verantwortlich für das alles hier?" Der Feuerwehrmann ließ ihren Blick nicht los, während er mit einer vorwurfsvollen Geste die Szene in der Turnhalle umschrieb. Er wirkte sehr jung.

Womöglich ist er noch ein Teenager, dachte Christina. "Ja", sagte sie laut und sah ihm möglichst unbeeindruckt in die strengen blauen Augen.

Er war mindestens eins achtzig groß und starrte sie immer noch ärgerlich aus seinem offenen Helmvisier heraus an.

Sie wusste genau, was er für einen Eindruck von ihr hatte: eine hochgewachsene Blondine mit olivfarbenem Teint und goldbraunen Augen, die in einem recht freizügigen Haremsdamenkostüm steckte und kein bisschen wie die hochkompetente Harvard-Juristin aussah. Und schon gar nicht wie die waschechte Mexikanerin, die sie ebenfalls war.

Sie wehrte sich dagegen, wieder einmal als ahnungsloses Dumm

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