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Frischer Wind für Walnut Hill von Sawyer, Kim Vogel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.10.2012
  • Verlag: SCM Hänssler im SCM-Verlag
eBook (ePUB)

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Frischer Wind für Walnut Hill

Walnut Hill - ein beschauliches Städtchen in Nebraska. Ein Städtchen, dessen Bewohner Weizen anbauen und glücklich sind, wenn alles so bleibt, wie es ist. Allerdings nur, bis die junge Lehrerin Hannah Robin dort ihre erste Stelle annimmt. Für sie ist es ihr Traumjob: eine Schule, eine Klasse, in der sie ihre progressiven Ideen umsetzen kann. Für Walnut Hill ist das eine neue Erfahrung und Grund für Empörung. Doch Hannah lässt sich durch die Proteste nicht beirren. Und dann ist da noch der attraktive Farmer Joel, der die neue Lehrerin unwiderstehlich findet ...

Kim Vogel Sawyer mag Kinder, Katzen und Schokolade. Sie hat bisher mehr als 20 Romane verfasst und engagiert sich in ihrer Kirchengemeinde. Zusammen mit ihrem Mann Don lebt sie in Kansas, USA. Die beiden haben drei Kinder und mehrere Enkelkinder.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 29.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783775171359
    Verlag: SCM Hänssler im SCM-Verlag
    Größe: 894 kBytes
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Frischer Wind für Walnut Hill

[ Zum Inhaltsverzeichnis ]
2

Hannah trug zwei Tupfer Leim an der Unterseite eines Papierdachs auf und drückte es neben dem Tintenfass auf den Tisch. Sie hielt es einige Sekunden lang fest, bis der Leim fest wurde. Die Hände in die Hüften gestützt, betrachtete sie lächelnd die Bankreihen. Auf jeder Bank waren zwei feste weiße Dächer befestigt, auf denen mit schwarzer Tinte jeweils ein Schülername auf der Vorder- und Rückseite stand.

Die eine Seite des Daches war dem Schüler zugewandt, die andere der Lehrerin, sodass sie die Gelegenheit hatte, die Namen der Kinder zu lernen.

Ihre Finger glitten über die Spitze des scharf gefalteten Daches, das den Namen von William Scholes trug. Laut ihren Unterlagen war William dreizehn und jetzt im siebten Schuljahr. Ein Kind, das so alt war und so viel Erfahrung hatte wie William, brauchte das handgeschriebene Schild nicht, um zu wissen, wie man seinen Namen buchstabierte, aber die Jüngeren würden das geschriebene Wort mit dem Kind in der Bank in Verbindung bringen. Ihr Blick glitt über die Schilder, die sie im ganzen Klassenzimmer aufgehängt hatte, um sämtliche Gegenstände zu benennen: die Uhr, die Tafel, die Fenster, die Flagge ... Miss Robins Schüler würden lesen lernen. Sie würden gut lesen lernen.

Sie ging zur Lehrerplattform zurück und sank auf ihren Stuhl. Sie legte die Arme auf die abgenutzte Platte des Schreibtischs und bewunderte, was sie in den vier Stunden, seit die Schüler nach Hause gegangen waren, alles geschafft hatte. Offenbar hatte Mr Shanks es mit seinen Reinigungspflichten nicht so genau genommen. Sie hatte Staub in jeder Ecke und unter den Bänken gefunden. Mit einem Strohbesen hatte sie den meisten Dreck zur Tür hinausgekehrt, doch sie wollte übers Wochenende Eimer und Wischlappen mitbringen und den Boden noch gründlicher putzen. Es sollte niemand behaupten können, in Miss Robins Klassenzimmer sei es nicht richtig sauber.

Die Tische so anzuordnen, wie sie sie gern haben wollte, hatte ihr körperlich viel abverlangt - diese verschnörkelten Eisenbeine waren wirklich schwer -, aber sie war mit dem Ergebnis zufrieden. Ihre Klassenliste umfasste achtzehn Schüler von fünf bis vierzehn Jahren. Zwei Schüler konnten auf einer Bank sitzen, also hatte sie drei Reihen mit jeweils drei Tischen gebildet. Auf den Bänken, die an der Vorderseite der vorderen Tische befestigt waren, würden Kinder sitzen können, die abgefragt würden. Und ihre jüngste Schülerin würde dort sitzen, die kleine Jenny Scheebeck mit den Zöpfen. Hannah dachte an die Flut von Tränen, die das Kind zu Beginn des Tages vergossen hatte, und hoffte, Jenny würde am nächsten Tag keinen Grund mehr haben zu weinen.

Ein Windstoß jagte durch die offene Hintertür und ließ das Schild, auf dem Fenster stand, erzittern. Hannah beeilte sich, die Tür zu schließen. Dann holte sie den kleinen Hammer aus ihrer Schreibtischschublade und klopfte auf die Reißnägel, mit denen das Schild am Fenstersims befestigt war. Sie sah sich um, um sicherzugehen, dass der unerwartet heftige Abendwind kein weiteres Schild gelockert hatte.

Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass alle beschrifteten Schilder noch fest an der rauen Kieferntäfelung hingen, begutachtete sie die mit blauen Blumen bedruckte Tapete, die sie als Hintergrund für Schüleraufsätze und -projekte an einem Teil der westlichen Wand befestigt hatte. Sie ließ die Finger über das blütenreiche Papier gleiten und stellte sich vor, wie diese mit Prunkwinden verzierte Fläche aussehen würde, sobald sie mit Aufsätzen, Blättern mit mathematischen Gleichungen und kindlichen Zeichnungen bestückt wäre. Ein Garten voller Projekte, die sichtbar machen, wie die Kinder aufblühen , dachte sie lächelnd. Sie konnte es kaum erwarten, die ersten Aufgaben zu verteilen.

Sie schnappte nach Luft. Bei all dem Saubermachen und Organisieren hatte sie vergessen, den Plan für die Unterrichtsstunden am näch

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