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Frouzan und der Priester von Funk, Gerhard W. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.05.2015
  • Verlag: Engelsdorfer Verlag
eBook (ePUB)
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Frouzan und der Priester

Zwei Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und mit unterschiedlichem Glauben begegnen sich in der Bundesrepublik Deutschland. Bei ihrer Suche nach Wahrheit und Frieden, nach Wegen zur Annäherung der Religionen, finden sie ihr Glück glaubensunabhängig in einer wunderbaren Liebe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 06.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957448293
    Verlag: Engelsdorfer Verlag
    Größe: 264kBytes
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Frouzan und der Priester

Pater Thomas hatte natürlich die bevorstehenden Veränderungen im Haus Opitz mitbekommen und sich über das Glück der Tochter gefreut. Er war dann zur Hochzeit nicht als katholischer Priester, sondern als Freund des Hauses eingeladen worden. Er hatte die Einladung gern angenommen, war sie doch eine willkommene Abwechslung in seinem anspruchsvollen und nicht immer angenehmen Alltag.

Bei seinen täglichen Pflichten wurde er immer wieder mit vielen mehr oder minder großen Problemen konfrontiert, musste sie anhören und zu lösen versuchen. Krankheiten mit Überforderung der betreuenden Angehörigen; Arbeitslosigkeit mit Existenzangst, weil eine Firma nicht mehr im Inland, sondern im billigen Ausland produzieren ließ - käme es dadurch zu einem Arbeitsverlust, könnten die Hauslasten nicht mehr getilgt werden; ein schwules katholisches Paar, das seinen Segen haben wollte; Erziehungsprobleme bei Heranwachsenden, Drogen, Alkoholismus und noch vieles mehr. Seine Verpflichtungen häuften sich und ließen keine "Freizeit" mehr zu. Er hatte kaum noch Zeit für seine Gebete, und wenn er betete, fragte er seinen Herrn, warum er ihn mit solcher Last bestrafe. Er schüttelte den Kopf über seine geradezu ketzerischen Gedanken und bat seinen Herrgott um Verständnis und inständig um Vergebung. Die Ernsthaftigkeit, mit der er seine Aufgaben lösen musste, und sie aus seiner Sicht nicht befriedigend lösen konnte, war die Ursache für derartige Gedanken.

In seinen Predigten mahnte er und wies auf die ungute und gefährliche Entwicklung der modernen Gesellschaft hin: "Lasst uns für unser schönes Leben danken, lasst uns bescheiden und zufrieden sein. Lasst uns schlechte Begierden und den Neid vergessen. Lasst uns unschuldig Verarmten helfen, wo immer die Not sie trifft. Fragt euch, ob ihr Gottes Gebote befolgt. Wenn ihr das tut, dann könnt ihr des Abends mit gutem Gewissen einschlafen!"

Bei den Aussegnungen und Trauerfeierlichkeiten versuchte er, die Hinterbliebenen auf seine ganz eigene Art zu trösten. Er musste ihnen sagen, dass der Tod nicht von Gott gewollt, sondern die Folge göttlicher Naturgesetze sei. "Dabei sind wir Menschen, die Tiere und Pflanzen nur Teil eines lebensnotwendigen, logischen, biologischen Kreislaufes, der mit dem Entstehen beginnt und mit dem Vergehen endet."

Wenn er sich doch einmal Zeit für andere Gedanken abgerungen hatte, begab er sich in das weite Gebiet der Wissenschaften. Dabei hatte ihn schon immer die Astronomie interessiert. Sie war eines seiner vorrangigen Hobbys. Er versuchte, die neuesten Erkenntnisse der Astrophysiker mit den Beschreibungen aus dem Alten Testament in Einklang zu bringen. Darin wird die Entstehung der Erde mit Flora und Fauna und mit uns Menschen beschrieben, von Gott in sechs Tagen so gemacht. Adam und Eva sollen die ersten Menschen gewesen sein, unsere Urahnen, die offenbar denken konnten. Aber wann war das?

Die Entstehung des Universums versucht man mit einem Urknall zu erklären. Den soll es bereits vor geschätzten dreizehn Milliarden Jahren gegeben haben. Es gilt als erwiesen, dass unsere Erde vor etwa vier Milliarden Jahren als Teil des Sonnensystems im Universum entstanden ist. Der Schöpfer, Gott, muss also zu diesen Zeiten schon aktiv gewesen sein. Fossilien erster Lebewesen, Pflanzen und Tiere beweisen, dass sie bereits vor zirka 300 Millionen Jahren auf der Erde gelebt haben. Erste menschenähnliche "Zweibeiner" hat man in Afrika entdeckt. Sie sollen 3,2 Millionen Jahre alt sein. Unsere Vorfahren? Der Neandertaler, den man gefunden hat und der tatsächlich menschenähnlich aussieht, hat vor 50.000 Jahren gelebt.

"Lasst uns Menschen machen nach unserem Abbild, uns ähnlich!" Diese Aussage hat natürlich Fragen aufgeworfen: Sieht Gott wie der Neandertaler aus? Ist er dunkelhäutig? Hat er Schlitzaugen oder ist er blond mit blauen Augen? Wie alt ist er? Wann hat er die Menschheit mit Adam und Eva beginnen lassen, und warum eigentlich? Es muss also vor Mi

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