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Gaining Miles Ben und Shannon von Kingsley, Claire (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.11.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
4,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Gaining Miles

Shannon glaubt nicht mehr an die Liebe. Zu groß ist die Enttäuschung über ihren Ex-Mann, der sie jahrelang betrogen und ihr Weingut und den gesamten Familienbesitz aufs Spiel gesetzt hat. Jetzt findet sie sich zu alt, um sich noch einmal zu verlieben und ihre Kinder Roland, Leo, Cooper und Brynn sind ihr großes Glück. Und das ist doch auch mehr als genug, oder? Eine Frau zu lieben, die man nie lieben durfte, ist nicht einfach. Ben Gaines weiß das nur zu gut. Seit Jahren arbeitet er als Manager auf dem Weingut und musste tatenlos mit ansehen, was Shannon Miles alles unter ihrem Ehemann ertrug. Aber jetzt ist sie frei und nicht länger an jemanden gebunden, der untreu und kriminell war ... Ben weiß: seine Zeit ist gekommen und auch wenn Shannon Miles nicht mehr an die Liebe glaubt, wird er um sie kämpfen. Und er ist bereit alles dafür zu riskieren... Eine Miles Family Novella und der 5.Teil der großen Miles Family Saga!

Claire Kingsley schreibt Liebesgeschichten mit starken, eigensinnigen Frauen, sexy Helden und großen Gefühlen.

Sie kann sich ein Leben ohne Kaffee, ihren Kindle und all den Geschichten, die ihrer Fantasie entspringen, nicht mehr vorstellen. Sie lebt  im pazifischen Nordwesten der USA mit ihrem Mann und ihren drei Kindern.

 

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 150
    Erscheinungsdatum: 07.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783967970210
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 1990 kBytes
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Gaining Miles

Kapitel Eins

Ben

Vor sechsundzwanzig Jahren

Das Kichern eines Kleinkinds war so weit draußen in den Weinbergen ein unerwartetes Geräusch. Ich war hergekommen, um zwischen den Weinstöcken spazieren zu gehen und in der duftenden Sommerluft die Einsamkeit zu genießen. Die anderen Arbeiter waren schon nach Hause gegangen, und keine Menschenseele war zu sehen. Wieso hörte ich dann auf einmal ein lachendes Kind?

Die Besitzer des Weinguts hatten Kinder, die ich jedoch noch nie aus der Nähe gesehen hatte. Ich hielt Distanz zur Familie, obwohl ich ebenfalls hier auf diesem wunderschönen Grundstück lebte. Aber ich war nicht hier, um andere Menschen kennenzulernen, sondern um zu verschwinden.

Außerdem musste ich ein bisschen Geld verdienen. Ein Mann brauchte schließlich was im Magen. Eine Stelle auf einem Weingut in einer winzigen Stadt in den Bergen war ebenso gut wie jede andere. Besser als die meisten sogar. Nicht viele Fragen. Harte Arbeit, doch davor hatte ich keine Angst. Und Platz. Sehr viel Platz. Perfekt für Tage wie den heutigen, wenn mich die Last auf meinen Schultern zu erdrücken drohte.

Dann ging ich spazieren.

Erneut hörte ich das Kind kichern. Ich blieb stehen, und eine Biene summte an meinem Ohr vorbei. Hatte ich mir das nur eingebildet? War ich verrückter, als ich angenommen hatte? Mir war, als hätte ich einen kleinen Jungen gehört.

»Mama?«

In der zarten Stimme schwang kein Zittern mit. Kein Hinweis darauf, dass er Angst hatte. Ich ging zwischen den Weinstöcken in die Richtung, aus der ich das Geräusch gehört hatte. Blätter raschelten. Dann ein leises Poltern.

Kaum war ich um die Ecke gebogen, sah ich, woher das Geräusch kam. Ein kleiner Junge saß splitternackt auf dem Boden. Er hatte feines hellbraunes Haar, Pausbacken und einen runden Bauch. Sobald er mich mit seinen großen blauen Augen - die den ganzen Himmel zu enthalten schienen - erblickt hatte, lächelte er. Grübchen zeichneten sich auf seinen Wangen ab, und er lachte los.

»Ich schmutzig«, verkündete er und streckte die Arme nach mir aus, damit ich es sehen konnte. Seine Hände waren in der Tat voller Erde.

»Das bist du allerdings. Was machst du denn hier draußen ganz allein, kleiner Mann?«

Er gab mir keine Antwort, sondern grinste mich bloß an.

»Wo ist deine Mommy?«, fragte ich ihn.

»Weiß nicht.« Er zuckte dramatisch mit den Achseln, reckte die schmutzigen Handflächen in die Luft und riss die blauen Augen auf.

Das musste eines der Miles-Kinder sein. Die Besitzer hatten mehrere Kinder, drei Jungs, wenn ich mich recht erinnerte. Dieser Junge hier musste etwa zwei Jahre alt sein.

Ich sah mich um und lauschte auf den Klang von Schritten. Seine Mutter musste ganz in der Nähe sein. Wir waren weit vom Hauptgelände und dem Haus, in dem die Miles-Familie wohnte, entfernt. Wie war dieser kleine Kerl hierhergekommen?

»Tschüss!«

Ich drehte gerade noch rechtzeitig den Kopf, um zu sehen, wie der nackte kleine Junge zwischen den Weinstöcken verschwand.

»Ach, verdammt.«

Schon rannte ich ihm hinterher. Er war nicht mein Kind - und allein sein Anblick riss Wunden auf, an die ich gar nicht denken mochte -, aber ich konnte ihn nicht einfach im Stich lassen. Da ich nicht durch die Lücke passte, durch die er geschlüpft war, rannte ich die Reihe entlang und um die Ecke. Er war nicht weit voraus, kam mit seinen pummeligen Beinchen aber schnell voran. Als er mich hörte, warf er einen Blick zurück, kreischte laut und rannte noch schneller.

»Du kleiner Rabauke!«

Mit einigen langen Schritten hatte ich ihn erreicht. Ich schnappte ihn mir und ignorierte seine durch die Luft wedelnden Arme und Beine. Er lachte sich kaputt, als würden wir ein großartiges Spiel spielen.

Sein Lachen war ansteckend. Wie lange war es her, dass ich das letzte Mal gelacht hatte? Ich konnte mich nicht mehr erinner

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