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Geborgen in den Armen des Scheichs von FIELDING, LIZ (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.01.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Geborgen in den Armen des Scheichs

Herrlich: ein kostenloser Luxusurlaub im exotischen Bab el Sama! Dafür soll Lydia als Lady Rose die aufdringlichen Paparazzi, die die junge Adlige ständig bedrängen, an der Nase herumführen. Ein Kinderspiel für das Profi-Double - bis Lydia im exklusiven Privatjet auf Kalil al-Zaki trifft. Der Scheich will sich persönlich um ihre Sicherheit kümmern. Und zwar rund um die Uhr. Schon sein Anblick bringt Lydias Gefühle in Aufruhr. Mit seinen glutvollen Augen scheint der Wüstenprinz bis tief in ihr Herz zu sehen. Wie wird er reagieren, wenn er von ihrer Täuschung erfährt?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 19.01.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863494322
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 357 kBytes
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Geborgen in den Armen des Scheichs

1. KAPITEL

Lydia Young stand im Mittelpunkt des Empfangs in einem exklusiven Londoner Hotel. Sie war von Kopf bis Fuß nur eine Fälschung, aber die beste, die es gab. Und das erfüllte sie mit Befriedigung.

Ihr Kostüm, die Nachahmung eines Designermodells, stammte aus der Maschine ihrer Mutter, die früher für einen Couturier genäht hatte. Ihre Schuhe, Handtasche und Armbanduhr waren hervorragende Kopien und von den Originalen kaum zu unterscheiden. Doch diese unverzichtbaren Äußerlichkeiten allein machten noch nicht ihren Erfolg aus. Es war die Perfektion, mit der sie ihre Rolle spielte.

Dafür hatte sie wie eine Schauspielerin ihr Vorbild studiert und gelernt, dessen Gang, Gestik, Mimik und Körperhaltung zu imitieren. Auch die Stimme konnte sie nachmachen, und das weltberühmte strahlende Lächeln beherrschte sie inzwischen so selbstverständlich wie das Atmen, obwohl harte Arbeit dahinter steckte.

Als Doppelgängerin wurde sie stundenweise gebucht, um Club- und Restauranteröffnungen, Vorstellungen neuer Produkte oder anderen geschäftlichen Veranstaltungen Glamour zu verleihen. Und obwohl alle Anwesenden wussten, dass sie nicht die echte Berühmtheit vor sich hatten, ließen sie sich von ihrer Erscheinung und ihrem Benehmen so sehr gefangen nehmen, dass sie sie mit der gleichen Ehrerbietung behandelten wie das Original. Das empfand Lydia als die eigentliche Belohnung.

Während sie sich unter die Gäste mischte und mit ihnen für die Fotografen posierte, fragte sie sich wieder einmal, was später mit den Fotos geschah. Ob sie gerahmt und auf Kaminsimse gestellt wurden, um Freunde und Nachbarn glauben zu lassen, dass sie Englands Liebling persönlich begegnet waren?

Einige Leute sprachen sie auch an. Lydia gab ihnen die Hand, lächelte, beantwortete Fragen und plauderte, als käme sie tatsächlich aus vornehmem Hause.

Schließlich drängte sich der Unternehmensleiter zu ihr und überreichte ihr eine blassrosa Rose, die zum Image ihrer berühmten Doppelgängerin genauso gehörte wie das bezaubernde Lächeln. Und damit endete ihr Auftritt.

Nun war es an der Zeit, ins wirkliche Leben zurückzukehren, ihre Mutter zu einem Krankenhaustermin zu begleiten und danach die Abendschicht im Supermarkt anzutreten, wo sie vielleicht die neue Teesorte ins Regal räumen würde, deren Einführung man soeben mit ihrer täuschend echt wirkenden glanzvollen Anwesenheit gefeiert hatte. Lydia mochte solche ironischen Verknüpfungen ihres eigentlichen Lebens mit dem, das sie nur vorspielte.

Sie eilte durch das Foyer des Hotels zur Garderobe, um sich in Lydia Young zurückzuverwandeln und mit dem Bus nach Hause zu fahren. Aber auch dort würden die Leute sie irritiert anstarren.

Seit ihren Teenager-Jahren drehten sich Passanten nach ihr um und riefen "Rose" hinter ihr her. Die Ähnlichkeit war tatsächlich frappierend. Mehr noch als die Haarfarbe und die ebenmäßigen Gesichtszüge ähnelten ihre lebhaften blauen Augen denen von Lady Rose. Sie hatte das noch unterstützt, indem sie deren Frisur kopierte und ihre Mutter darum bat, ihr die gleiche kleine schwarze Samtjacke zu nähen, wie Lady Rose sie auf den Zeitungsfotos zu ihrem sechzehnten Geburtstag getragen hatte. Seitdem ahmte Lydia den Stil von Lady Rose nach, so wie die Generation ihrer Mutter den einer jungen Prinzessin nachgeahmt hatte.

Wer wollte nicht wie eine Ikone aussehen?

Durch ein Foto in einer Lokalzeitung hatte die landesweit größte Doppelgänger-Agentur sie entdeckt, und so war sie über Nacht zu einer zweiten Lady Rose geworden. Auf diese Weise hatte ihre an den Rollstuhl gefesselte Mutter wieder eine Lebensaufgabe gefunden. Sie suchte nach geeigneten Stoffen für die elegante Ausstattung ihrer Tochter und nähte Kostüme und Kleider für sie. Die Auftritte brachten auch Geld in die gemeinsame Haushaltskasse, sodass Lydia seitdem sorgloser lebte, ihren Führerschein gemacht und sogar ein eigenes Auto erspart hatte, um den Bewegung

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