text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Gefährliches Begehren Roman von Bradley, Celeste (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2010
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Gefährliches Begehren

Ausgerechnet Lady Alicia Lawrence, von der guten Gesellschaft als notorische Lügnerin gebrandmarkt, kommt einer gefährlichen Verschwörung auf die Spur. Nur Stanton Horne, Spion des Königs, schenkt ihr Glauben. Auf einer skandalösen Hausparty gibt sie sich als seine Mätresse aus, um den Feind zu enttarnen. Unversehens geraten die beiden in einen wilden Strudel leidenschaftlichen Begehrens. Kann die schöne Alicia das Herz ihres Meisterspions zum Schmelzen bringen ... Celeste Bradley, 1964 in Virginia geboren, lebt am Fuße der Sierra Nevada in Nordkalifornien. Sie ist mit einem Journalisten verheiratet und hat zwei Töchter. Bevor sie 1999 ihren ersten Roman veröffentlichte, arbeitete sie als Schauspielerin, doch ihre wahre Leidenschaft ist das Schreiben. Preisgekrönt, u. a. mit dem RITA Award für besonders herausragende Liebesromane, gehört die New York Times-Bestsellerautorin inzwischen zu den heiß geliebten Stars des Genres.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 28.07.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641047139
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Die Royal Four Bd.4
    Originaltitel: Seducing the Spy (04 Royal-Four)
    Größe: 845 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Gefährliches Begehren

England, 1813

Lord Wyndham,
ich schreibe Euch, weil Ihr mir als ein geringerer Idiot erscheint als andere Herren. Die Klatschspalten waren voll davon, dass Eure Cousine Lady Jane Pennington einen profanen Kartenspieler geheiratet hat, und doch bekennt Ihr Euch weiterhin zu ihr und beweist damit für ein Mitglied Eurer Spezies ausgezeichnetes Urteilsvermögen.
Deshalb habe ich entschieden, Euch mit einer Sache zu betrauen, die mir kürzlich zu Ohren gekommen ist. Ich glaube, dass sich gerade eine Verschwörung gegen die Krone bildet. Die Einzelheiten entnehmt bitte den folgenden Seiten. Was Ihr mit dieser Information anstellt, interessiert mich nicht im Geringsten. Ich habe nicht vor, meine Zeit mit den Angelegenheiten von Männern zu verschwenden.
Lady Alicia Lawrence

Stanton Home, der elfte Marquis von Wyndham, Mitglied der Royal Four - einem Geheimbund der mächtigsten Männer Englands -, angesehener Experte für historische Dokumente und darüber hinaus noch ein äußerst attraktiver Mann, besah sich die Bescherung auf dem Boden seiner Eingangshalle und verkniff sich ein ratloses Seufzen.
"Es tut mir leid, Mylord", sagte der Diener rasch. "Ich mache das sofort sauber, Mylord. Es tut mir so leid, Mylord." Stantons stammelnder Bursche wich vor ihm zurück, wie man vor einer gefährlichen, menschenfressenden Bestie zurückweichen würde. Vorsichtig hob Stanton die Hand, um eine beschwichtigende Geste zu machen, aber der Mann jammerte und wurde leichenblass. "Es t...tut m...mir l... leid, M...m...mylord."
Stanton gab auf. Bei manchen Leuten war eben Hopfen und Malz verloren. Er hatte sich bei dem Burschen nur da - für entschuldigen wollen, dass er so plötzlich um die Ecke der Halle gebogen war und seinen eigenen Tee zu Boden gestoßen hatte. Jetzt würde der Diener zweifellos Geschichten darüber erzählen, wie er der Wut seines Dienstherren nur knapp entgangen war.
Die Tatsache, dass er seiner außergewöhnlich genauen Erinnerung nach in seinem Haus noch nie die Stimme er hoben hatte, schien keinen Einfluss auf die Ehrfurcht zu haben, die sein Personal ihm gegenüber empfand.
Ja, er konnte ein schwieriger Dienstherr sein. Es stimmte auch, dass er nicht besonders gesellig war. Und doch hielt er sich für einen gerechten und ausgeglichenen Menschen und nicht für ein großes, behaartes Ungeheuer, das junge bartlose Burschen so sehr erschreckte, dass sie den Verstand verloren und - offensichtlich - auch die Fähigkeit, ein Teetablett zu tragen.
"Junger Mann -"
"Dobbins, Mylord!"
"Ja, Dobbins, natürlich." Stanton atmete noch einmal beschwichtigend ein. "Wenn Ihr hier fertig seid, dann würde ich es begrüßen, möglichst bald ein neues Teetablett zu bekommen."
Der Mann fiel auf die Knie, als duckte er sich vor einem Schuss und fing an, fieberhaft das zerbrochene Geschirr aufzusammeln. Seine Hände zitterten so sehr, dass Tee von den Scherben auf Stantons Stiefel tropfte.
Der Bursche fiel angesichts dieser Tatsache fast in Ohnmacht. "Mylord! Oh, Mylord, ich -"
Stanton konnte es sich nicht länger anhören. Er machte auf dem Absatz kehrt und schlenderte davon. Solange er zu - gegen war, würde ohnehin nichts Sinnvolles geschehen. Es schien, als brauche es nicht mehr, seinen gesamten Haushalt in Angst und Schrecken zu versetzen, als dass er ein Zimmer seines eigenen Hauses betrat.
Es war immer so. Wo auch immer er hinging, drängten Mütter ihre Kinder aus seinem Weg und selbst die kampfeslustigsten Männer wandten den Blick ab. Kein noch so sorgfältig gepflegtes Äußeres vermochte den Eindruck zu tilgen, dass er in Wirklichkeit ein fieses, furchteinflößendes Monster war.
Es reichte aus, einen Mann an sich zweifeln zu lassen.
Vielleicht war er in letzter Zeit tatsächlich ein bisschen angespannt. Warum sollte er es auch nicht sein, wenn der schlimmste Spion, mit dem England es je zu tun gehabt hatte, ihm und seinen Kameraden von den Royal Four schon wieder entwischt war

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen