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Geliebte Hasardeurin von Heyer, Georgette (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2020
  • Verlag: beHEARTBEAT
eBook (ePUB)
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Geliebte Hasardeurin

London, 1795: Die reizende Deborah Grantham ist als Waise aufgewachsen und wohnt bei ihrer Tante, die einen Spielsalon besitzt. Dort hilft sie als weiblicher Croupier aus und richtet in den Herzen der jungen Lords ebensolche Verheerungen an, wie in ihren Brieftaschen. Als sich der junge Lord Adrian Mablethorpe in Deborah verliebt und sie zu seiner Frau machen will, ist die High Society entsetzt. Adrians Onkel setzt alles daran, diese unpassende Verbindung zu verhindern ... 'Geliebte Hazardeurin' (im Original: 'Faro's Daugther') ist ein charmanter Regency-Liebesroman, der nicht nur fesselnde Unterhaltung bietet, sondern dem Leser auch die historische Epoche näherbringt. Jetzt als eBook bei beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. 'Georgette Heyer interessiert sich vor allem für die Vermählung zweier Geister, nicht für vier nackte Beine in einem Bett - und das ist einer der Gründe für ihren anhaltenden Erfolg.' Jane Aiken Hodge

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 219
    Erscheinungsdatum: 28.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732589142
    Verlag: beHEARTBEAT
    Größe: 2781 kBytes
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Geliebte Hasardeurin

Kapitel 2

Mr. Ravenscar wurde es erspart, auf seinen Namen und Reichtum zu pochen, da er vor dem Haus der Lady Bellingham auf dem St. James Square einen Bekannten traf, der sich bereit erklärte, ihn bei der Dame des Hauses einzuführen. Mr. Bakeley Crewe sagte vorher, das alte Mädchen werde begeistert sein, ihn willkommen zu heißen, er versicherte ihm, dass korrekt gespielt werde, dass der Wein recht erträglich sei und die Soupers die besten in ganz London. Außerdem wäre es Lady Bellingham gelungen, Mrs. Sturt und Mrs. Hobart völlig in den Schatten zu stellen. Die Türe wurde ihnen von einem kräftigen Individuum mit groben Gesichtszügen und einem richtigen Boxerohr geöffnet. Sie betraten die weite Halle. Mr. Crewe nickte dem Türsteher auf familiäre Art zu und sagte kurz: "Ein Freund von mir, Wantage."

Mr. Wantage starrte den Fremden mit beifälligem und nachdenklichem Interesse an, ehe er sich anschickte, ihm aus dem Mantel zu helfen. Mr. Ravenscar erwiderte das Interesse mit Zinsen. "Wann haben Sie im Ring gekämpft?", fragte er.

Mr. Wantage schien hocherfreut. "Ach, das ist jetzt lange vorbei", sagte er. "Genau gesagt, bevor ich in die Armee eintrat. Komisch, dass Sie es sogleich gemerkt haben."

"Das war nicht schwer", erwiderte Mr. Ravenscar und schob seine Spitzenmanschetten zurecht.

"Ich habe mir gedacht, Sir, dass auch Sie sich ausgepellt sehr vorteilhaft ausnehmen würden", bemerkte Mr. Wantage.

Mr. Ravenscar lächelte flüchtig, antwortete aber nicht. Mr. Crewe, der den Sitz seines Satinrocks geprüft und zu seiner Zufriedenheit befunden, die Spitzen zurechtgezupft und seine ganze Erscheinung sorgfältig im Wandspiegel betrachtet hatte, begab sich nun zur Treppe; Ravenscar folgte ihm durch eine Reihe von Salons in den ersten Stock, nachdem er sich umgesehen und festgestellt hatte, dass das Haus mit erstklassigster Eleganz eingerichtet war.

Sie betraten die Spielzimmer durch die erste Türe, an die sie gelangten, und befanden sich in einem Raum, der dem Bassettspiel gewidmet war. Ungefähr ein Dutzend Personen saßen um einen Tisch. Die meisten waren dermaßen mit ihren Karten beschäftigt, dass der Eintritt der Neuankömmlinge unbeachtet blieb. Eine tödliche Stille lastete über dem Raum, in scharfem Gegensatz zu dem lebhaften Getöse, das aus dem anstoßenden Salon drang, in den Mr. Crewe seinen Freund nun geleitete. Es war ein vornehmer Raum, der die Vorderfront des Hauses einnahm. Die Wände waren mit strohfarbenem Seidensatin bespannt und mit einer Reihe von Sesseln und Tischen ausgestattet, auf welchen sich Untersätze für die Geldrollen und die Gläser der Pointierenden befanden. An einem Ende des Zimmers war eine Pharobank in vollem Gang, der eine etwas stark geschminkte Dame in einer purpurfarbenen Seidentoilette und einem reich mit Straußfedern geschmückten Turban präsidierte. Am anderen Ende, näher zum Kamin, hatte sich eine laut lärmende Gesellschaft um einen E.-O.-Tisch versammelt, der von einer hochgewachsenen jungen Frau mit kastanienbraunem Haar, das im Kerzenlicht schimmerte, und einem Paar lachender dunkler Augen unter schmalen gewölbten Brauen, in Gang gehalten wurde. Ihr üppiges Haar war sehr einfach coiffiert, hochgekämmt, und ohne Puder ringelte es sich in weichen Locken. Eine der Locken war, als sie sich über den Tisch beugte, nach vorne gerutscht und lag auf ihrem weißen Busen. Sie sah auf, als Mr. Crewe sich ihr näherte, und Mr. Ravenscar, der sie leidenschaftslos betrachtete, bereitete es keine Schwierigkeiten zu verstehen, weshalb sein junger Verwandter den Kopf in so beklagenswerter Weise verloren hatte. Die Augen der Dame waren die ausdrucksvollsten und schönsten, die er je gesehen. Ihre Wirkung auf einen leicht entflammbaren Jüngling musste, wie er dachte, verheerend sein. Als Kenner weiblicher Reize konnte er nichts anderes tun, als dem Anblick den Miss Grantham bot, Beifall zu zollen. Wahrhaft königlich gewachsen, trug sie ihren

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