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Geliebter Söldner von Adamson, Phil (eBook)

  • Erschienen: 14.04.2016
  • Verlag: Gmünder
eBook (ePUB)
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Geliebter Söldner

371 vor Christus: Das mächtige Theben rüstet zum Krieg gegen Sparta. Die 'Heilige Schar' -- ein militärisches Elitekommando -- soll den Sieg sichern. Als Vorzeigekrieger dieser Einheit sind Hyppolitos und Andromachos in aller Munde. Doch der gute Ruf wird dem jungen Paar schon bald zum Verhängnis, als die Liebenden in die niederträchtigen Machenschaften der führenden Staatsmänner hineingezogen werden. Bald droht ein düsteres Netz aus Lügen und Intrigen das Feuer ihrer Leidenschaft zu ersticken ...

Der Sohn eines in Deutschland stationierten US-Soldaten verfasste schon als Jugendlicher gern eigene schwule Geschichten. Zunächst fanden sie wenig Anklang in der hessischen Kleinstadt, in der er damals lebte. Trotzdem gelang es Phil Adamson, seine spätere Arbeit als Journalist und leitender Angestellter eines Marketing-Unternehmens mit dem Veröffentlichen schwuler Erotikliteratur zu vereinen. Bei Bruno Gmünder erschienen zahlreiche seiner Romane und Erzählungen in der 'Loverboys-Reihe'.

Produktinformationen

    Größe: 695kBytes
    Herausgeber: Gmünder
    Untertitel: Gay Romance
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 208
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783959851985
    Erschienen: 14.04.2016
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Geliebter Söldner

ANDROMACHOS UND HYPPOLITOS

E s sieht schlimmer aus, als es ist. Ein glatter Schnitt." Mit diesen Worten presste Hyppolitos das Rindenstück, das mit einem Brei aus Honig und Schafgarbe bestrichen war und als Heilpflaster diente, auf die offene Wunde am Oberschenkel. Scharf sog Andromachos die Luft ein, das Gesicht vor Schmerz verzerrt. Hyppolitos lachte ihn fröhlich an, ohne jedoch den Druck zu verringern. Geschickt umwickelte er das Rindenstück mit einer Leinenbinde. Schließlich saß der Verband fest. Die Wunde würde gut verheilen und lediglich eine kleine Narbe zurücklassen - eine von vielen. Diese hier war Andromachos beim Kampftraining zugefügt worden. Aber das war nun mal nicht zu vermeiden, wenn man den Krieg zum Beruf hatte.

Es wurde rasch kühl im Schatten der mächtigen Pinie, unter der sie lagerten. Zwar zeigten sich schon erste Blätter an den Laubbäumen, aber die Frühlingssonne hatte noch längst nicht die Kälte aus Böotiens Erdreich vertrieben. Auf den gebirgigen Höhen des Kithairon lag sogar noch Schnee.

Hyppolitos klatschte dem bestens verarzteten Patienten zum Abschluss auf eine unversehrte Stelle am Schenkel. Andromachos ließ ein verbissenes Knurren hören. Davon unbeeindruckt drehte sich Hyppolitos um und machte sich daran, das Verbandszeug zusammenzuräumen. Der Anblick seiner Rückseite weckte die Lebensgeister des eben noch so jammervollen Verletzten. Andromachos konnte der Versuchung nicht widerstehen und fuhr mit einer Hand unter das kurze Gewand des Gefährten. Die Berührung der nackten Haut ließ ihn die Schmerzen vergessen. Zu gerne hätte er ... Schnell blickte er sich um und stellte erfreut fest, dass weit und breit keine Menschenseele zu sehen war. Behutsam ließ er seine Hand aufwärts wandern. Doch Hyppolitos entwand sich.

"Epaminondas erwartet uns, es wird höchste Zeit. Lass uns lieber gehen." Er stand auf und reichte dem Verletzten eine Hand, um ihm aufzuhelfen.

Andromachos sah sein, dass der Freund nicht zu überreden war. Er gab sich geschlagen.

"Dann muss Dionysos mir bei dem Gelage Trost spenden, wenn Eros sich so wenig gewogen zeigt", grummelte er, ergriff die Hand und zog sich mit einem entschlossenen Aufschrei hoch.

Hyppolitos musste lachen. "Selbst auf dem Totenbett wirst du noch lüsterne Gedanken haben", scherzte er. Aber er liebte die direkte Art seines Gefährten, der jederzeit und überall bereit war, Eros Tribut zu zollen, und das auch ohne Scheu von ihm einforderte. Doch diesmal blieb Hyppolitos standhaft. Sobald Andromachos sicher auf den Beinen war, löste er sich von ihm und ging einen Schritt voraus. "Vielleicht gelingt es uns, dem Wein nicht zu viel zuzusprechen. Dann werden wir ja sehen, ob deine Wunde unsere Lust beeinträchtigt." Das Versprechen, das er dem ihm zurief, wurde von Andromachos nur halbherzig zur Kenntnis genommen. Der Wein aus Samos, den Epaminondas für den heutigen Abend angekündigt hatte, schmeckte zu köstlich, um sich zurückzuhalten.

Bald darauf fanden sie sich im Haus des Epaminondas ein. Es war ihm für die Dauer seines Aufenthaltes von einem vermögenden Gönner zur Verfügung gestellt worden, der sich zurzeit in der fernen Hauptstadt Theben aufhielt. Im Atrium, der überdachten Vorhalle, hatten sich bereits etliche Männer versammelt. Die meisten von ihnen kannten Andromachos und Hyppolitos. Es waren Hopliten wie sie, Söldner, auch einige aus derselben Truppe: der Heiligen Schar. Wie Andromachos und Hyppolitos bildeten sie Männerpaare, einander in Liebe zugetan und in der Schlacht unerbittliche Kämpfer und Verbündete. Oft schon hatte die Heilige Schar dem Heer des Epaminondas den Sieg erkämpft. Unbezahlbar war die Kampfkraft, die die Männer entwickelten, um den geliebten Partner zu schützen. Jeder Feind, der einem von beiden zu Leibe rückte, wurde gemeinsam erbarmungslos niedergestreckt.

Heute jedoch erschienen sie nicht in Helm und Brustpanzer, sondern in bequeme Gewänder gekleidet. Manc

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