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Gesammelte Dramen: Kabale und Liebe + Die Räuber + Wilhelm Tell + Maria Stuart + Die Jungfrau von Orleans + Wallenstein + Don Karlos, Infant von Spanien und mehr Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder + Die Verschwörung des Fiesco zu Genua + Demetrius + Die Huldigung der Künste + Der versöhnte Menschenfeind + Semele von Schiller, Friedrich von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.12.2014
  • Verlag: e-artnow
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Gesammelte Dramen: Kabale und Liebe + Die Räuber + Wilhelm Tell + Maria Stuart + Die Jungfrau von Orleans + Wallenstein + Don Karlos, Infant von Spanien und mehr

Dieses eBook: 'Gesammelte Dramen: Kabale und Liebe + Die Räuber + Wilhelm Tell + Maria Stuart + Die Jungfrau von Orleans + Wallenstein + Don Karlos, Infant von Spanien + und mehr' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Friedrich Schiller (1759-1805), war ein deutscher Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker. Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den bekanntesten deutschen Gedichten. Inhalt: Die Räuber Die Verschwörung des Fiesco zu Genua Kabale und Liebe Don Karlos, Infant von Spanien Wallenstein Maria Stuart Die Jungfrau von Orleans Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder Wilhelm Tell Die Huldigung der Künste Demetrius Der versöhnte Menschenfeind Semele

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1300
    Erscheinungsdatum: 29.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026827528
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1569 kBytes
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Gesammelte Dramen: Kabale und Liebe + Die Räuber + Wilhelm Tell + Maria Stuart + Die Jungfrau von Orleans + Wallenstein + Don Karlos, Infant von Spanien und mehr

Zweiter Akt

Inhaltsverzeichnis

Erste Scene

Inhaltsverzeichnis

Franz von Moor nachdenkend in seinem Zimmer.

Es dauert mir zu lange - der Doctor will, er sei im Umkehren - das Leben eines Alten ist eine Ewigkeit! - Und nun wär' freie, ebene Bahn bis auf diesen ärgerlichen zähen Klumpen Fleisch, der mir, gleich dem unterirdischen Zauberhund in den Geistermärchen, den Weg zu meinen Schätzen verrammelt.

Müssen denn aber meine Entwürfe sich unter das eiserne Joch des Mechanismus beugen? - Soll sich mein hochfliegender Geist an den Schneckengang der Materie ketten lassen? - Ein Licht ausgeblasen, das ohnehin nur mit den letzten Öltropfen noch wuchert - mehr ist's nicht - Und doch möcht' ich das nicht gern selbst gethan haben, um der Leute willen. Ich möcht' ihn nicht gern getödtet, aber abgelebt. Ich möcht' es machen wie der gescheidte Arzt, nur umgekehrt. - Nicht der Natur durch einen Querstreich den Weg verrannt, sondern sie in ihrem eigenen Gange befördert. Und wir vermögen doch wirklich die Bedingungen des Lebens zu verlängern, warum sollten wir sie nicht auch verkürzen können?

Philosophen und Mediciner lehren mich, wie treffend die Stimmungen des Geists mit den Bewegungen der Maschine zusammenlauten. Gichtrische Empfindungen werden jederzeit von einer Dissonanz der mechanischen Schwingungen begleitet - Leidenschaften mißhandeln die Lebenskraft - der überladene Geist drückt sein Gehäuse zu Boden - Wie denn nun? - Wer es verstünde, dem Tod diesen ungebahnten Weg in das Schloß des Lebens zu ebenen? - den Körper vom Geist aus zu verderben - ha! ein Originalwerk! - wer das zu Stand brächte? - Ein Werk ohne Gleichen! - Sinne nach, Moor! - Das wär' eine Kunst, die's verdiente, dich zum Erfinder zu haben. Hat man doch die Giftmischerei beinahe in den Rang einer ordentlichen Wissenschaft erhoben und die Natur durch Experimente gezwungen ihre Schranken anzugeben, daß man nunmehr des Herzens Schläge Jahr' lang vorausrechnet und zu dem Pulse spricht: bis hieher und nicht weiter! - Wer sollte nicht auch hier seine Flügel versuchen?

Und wie ich nun werde zu Werk gehen müssen, diese süße, friedliche Eintracht der Seele mit ihrem Leibe zu stören? Welche Gattung von Empfindnissen ich werde wählen müssen? Welche wohl den Flor des Lebens am grimmigsten anfeinden? Zorn? - dieser heißhungrige Wolf frißt sich zu schnell satt - Sorge? - dieser Wurm nagt mir zu langsam - Gram? - diese Natter schleicht mir zu träge - Furcht? - die Hoffnung läßt sich nicht umgreifen - Was? sind das all die Henker des Menschen? - Ist das Arsenal des Todes so bald erschöpft? - (Tiefsinnend.) Wie? - Nun? - Was? Nein! - Ha! (Auffahrend.) Schreck! - Was kann der Schreck nicht? - Was kann Vernunft, Religion wider dieses Giganten eiskalte Umarmung? - Und doch? - Wenn er auch diesem Sturm stünde? - Wenn er? - O so komme du mir zu Hilfe, Jammer , und du, Reue , höllische Eumenide, grabende Schlange, die ihren Fraß wiederkäut und ihren eigenen Koth wiederfrißt, ewige Zerstörerinnen und ewige Schöpferinnen eures Giftes! und du, heulende Selbstverklagung , die du dein eigen Haus verwüstest und deine eigene Mutter verwundest - Und kommt auch ihr mir zu Hilfe, wohlthätige Grazien selbst, sanftlächelnde Vergangenheit , und du mit dem überquellenden Füllhorn, blühende Zukunft , haltet ihm in euren Spiegeln die Freuden des Himmels vor, wenn euer fliehender Fuß seinen geizigen Armen entgleitet - So fall' ich, Streich auf Streich, Sturm auf Sturm, dieses zerbrechliche Leben an, bis den Furientrupp zuletzt schließt - die Verzweiflung! Triumph! Triumph! - Der Plan ist fertig - schwer und kunstvoll wie ke

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