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Gesammelte Werke: Historische Romane, Krimis, Erzählungen & Essays Das Licht von Osten, Hexenkessel, Unter den Linden, Schloß Vogelöd, Das Schiff ohne Steuer, Friede auf Erden, Die ewige Burg, Das deutsche Wunder, Das Gespenst von Lappland... von Stratz, Rudolf (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.07.2016
  • Verlag: e-artnow
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Gesammelte Werke: Historische Romane, Krimis, Erzählungen & Essays

Dieses eBook: 'Gesammelte Werke: Historische Romane, Krimis, Erzählungen & Essays' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Inhalt: Romane: Unter den Linden! Die kleine Elten Arme Thea! Friede auf Erden! Der weiße Tod Montblanc Die ewige Burg Die thörichte Jungfrau Herzblut Die armen Reichen Für Dich Lieb Vaterland Du Schwert an meiner Linken Seine englische Frau König und Kärrner Das deutsche Wunder Das freie Meer Das Licht von Osten Das Schiff ohne Steuer Schloß Vogelöd Hexenkessel Madlene Karussell Berlin Erzählungen: Das Paradies im Schnee Aber Söfchen ...! Louisabeth Der mysteriöse Cavalier Henkerskind Abenteuerliche Geschichten: Das Bild Das Gespenst von Lappland Die siebte Pille Das Glück im Schlaf Die Ankerkette Der Geisterwagen Spuk von gestern Wer ... ? Odile Die Gardinenschnur Hanka Vortrag: Frankreich Rudolf Stratz (1864-1936) war ein erfolgreicher Romanschriftsteller. Bereits 1891 hatte er sich mit dem Theaterstück Der Blaue Brief als Schriftsteller durchgesetzt; das Stück behauptete sich monatelang auf dem Spielplan des Deutschen Theaters Berlin und anderer Bühnen. Auch mit seinen zahlreichen Romanen und Novellen hatte Stratz großen Erfolg. Zu seinen größeren Erfolgen zählt auch der 1913 erschienene Spionageroman Seine englische Frau.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 5847
    Erscheinungsdatum: 26.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026867036
    Verlag: e-artnow
    Größe: 5995 kBytes
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Gesammelte Werke: Historische Romane, Krimis, Erzählungen & Essays

II

Inhaltsverzeichnis
Frau von Braneck blickt suchend umher auf dem weiten, menschenwimmelnden Plan. Wo nur Parsenow bleibt? Eine wahrhaft unerträgliche Ungeduld hat sich ihrer bemächtigt. Am Ende ist er erkrankt oder seinem Pferde etwas zugestoßen ...

Da ... endlich! Die hohe, straffe Gestalt des Grafen nähert sich von dem Sattelplatz her der Tribünenpromenade. Auf der einen Seite schreitet neben ihm der Trainer, ein magerer, alter Engländer mit mißvergnügtem Gesicht, auf der andern ein junger, schmächtiger Husar, Leutnant von Wendlau. Er soll Satanella, die beim Handicap gut weggekommen ist, steuern. Parsenow vertraut ihm unbedingt. Er sitzt vorzüglich zu Pferd, hat, trotzdem er in diesem Jahr zum ersten Male reitet, schon drei Rennen gewonnen und besitzt das Geheimnis, die widerspenstige und nervöse Satanella ruhig unter seiner leichten Faust gehen zu lassen. Das ist sehr wichtig. Denn Satanella bekundet durch tausend Unarten ihre Abstammung von den ältesten Adelsgeschlechtern der Pferdewelt. Sie bricht vom Start weg, sie hat eine offene Abneigung gegen Wassergräben und springt dafür die Hürden so leichtsinnig, daß sie oft beinahe mit den Vorderbeinen hängen bleibt, kurz, sie erfordert Ruhe und Geduld in hohem Maße.

Parsenow trennt sich von seinen beiden Begleitern, die, eifrig diskutierend zum Stall zurückkehren, und blickt suchend um sich. Einen Augenblick verschwindet er in dem Gewühl, dann taucht er wieder auf und mit einem eifersüchtigen Schrecken sieht Frau von Braneck, daß eine Dame neben ihm steht. Sie kehrt ihr den Rücken zu. Aber sie erkennt sofort an der Toilette, daß es die Schauspielerin von vorhin ist.

Was mögen die beiden nur miteinander haben? ... aber schließlich ... Frau Hilda beruhigt sich wieder. Sie weiß ja doch, daß Parsenow kein Tugendspiegel ist, sondern es erst unter ihrem sanften Einfluß werden soll. Nein ... ihr erster Gatte, der ewig Kränkelnde und Hüstelnde, hat sie nicht glücklich gemacht trotz seines peinlich moralischen Lebenswandels ... man darf nun einmal von den Männern nicht allzuviel verlangen - wenigstens vor der Ehe ...

"Was hast Du denn?" sagt inzwischen Parsenow sehr kurz zu Erna, "Du weißt doch, daß ich das nicht liebe ..."

"Aber es ist dringend, Konrad," erwidert die Schauspielerin und ein Rot des Unmuts zieht über ihr hübsches Gesicht.

"Was ist dringend? Geld natürlich ..."

"Ja ... aber nicht für mich ... wir müssen ..."

"Nach dem Rennen! ... jetzt habe ich keinen Groschen ..."

"Wo treffe ich Dich, wenn das Rennen gewonnen ist?"

"Ich hole Dich zum Theater ab ... nach fünf..."

"Und wenn Du verlierst?"

"Dann bin ich nicht zu sprechen," sagt der Graf ruhig, "merk' es Dir bitte ... absolut nicht zu sprechen."

"... als ob es mir Spaß machte, dann Deine schlechte Laune auszuhalten!" Erna wendet sich trotzig ab, "also viel Glück!"

Auch noch Glück wünscht ihm das unvernünftige Mädchen! Wäre Parsenow abergläubischer, so könnte ihn das wirklich verstimmen. Aber auch so schreitet er mit ziemlich umwölktem Gesicht auf Frau von Braneck zu.

"Ich komme nur auf einen Augenblick, verehrte Frau, um mich vorzustellen ..."

"Bitte ... lassen Sie sich nicht stören, Graf." sagt die schöne Frau unmutig, "ich sehe, Sie haben da unten Bekanntschaften ..."

".... Denen man nun einmal in Berlin nicht entgehen kann," erwidert Parsenow gelassen ... "sollte ich wirklich so glücklich sein, damit Ihren Unmut hervorgerufen zu haben?"

"Ich bin gar nicht eifersüchtig." sagt Frau Hilda vorschnell und errötet gleich darauf lebhaft. Parsenow lächelt leise, der Major schmunzelt vor sich hin, das Eis ist gebrochen und eine lebhafte Unterhaltung gerät in Fluß. Natürlich dreht sie sich um Satanella. Frau von Braneck hat bereits ihren Bruder beauftragt, zehn Mark auf sie zu setzen und ist in großer Erregung über den Ausgang der Finanzoperation. Endlich verabschi

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