text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Gesammelte Werke: Novellen + Märchen + Gedichte + Briefe Über 400 Titel in einem Buch: Der Schimmelreiter + Der kleine Häwelmann + Immensee + Pole Poppenspäler + Am Kamin + Aquis Submersus + Sylter Novelle + Der Spiegel des Cyprianus + Marthe und ihre Uhr von Storm, Theodor (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.03.2015
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Gesammelte Werke: Novellen + Märchen + Gedichte + Briefe

Dieses eBook: 'Gesammelte Werke: Novellen + Märchen + Gedichte + Briefe' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Theodor Storm (1817-1888) war ein deutscher Schriftsteller, der als Lyriker und als Autor von Novellen und Prosa des deutschen Realismus mit norddeutscher Prägung bedeutend war. Inhalt: Märchen und Spukgeschichten Hinzelmeier Die Regentrude Bulemanns Haus Der kleine Häwelmann Der Spiegel des Cyprianus Hans Bär Am Kamin Schneewittchen Novellen Geschichten aus der Tonne Der Schimmelreiter Marthe und ihre Uhr Im Saal Posthuma Ein grünes Blatt Im Sonnenschein Angelika Wenn die Äpfel reif sind Späte Rosen Drüben am Markt Veronika Auf der Universität Unter dem Tannenbaum Von heut und ehedem Schleswig-Holsteinische Sagen Gedichte: Abends Abschied Abseits Agnes All meine Lieder Am Aktentisch Am Fenster lehn ich Am Geburtstage Antwort An Agnes Preller An Auguste von Krogh An diesen Blättern meiner Liebe An Emma An Emilie Petersen An eine weibliche Maske An einem schönen Sommerabende An Erich Schmidt An die entfernte M An die Freunde An F. Röse An Frau Schlüter An Hans An Klaus Groth An meine Künftige An Theodor Mommsen An Wilhelm Jensen Bald ist unsers Lebens Traum zu Ende Begegnung Begeisterung ist schön in jungen Tagen Beginn des Endes Begrabe nur dein Liebstes! Gesteh's! Gern schließ ich einmal meine Türen Glücklich wem in erster Liebe Gode Nacht Goldriepel Grösser werden die Menschen nicht Gräber an der Küste Gräber in Schleswig Halbe Arbeit Hast du mein herbes Wort vergeben? Heil dir, heil dir, hoher König! Herbst Ich hab ein töricht Herze Ich hab auf deine Stirn gegossen Ich kann dir nichts, dir gar nichts geben Ich liebe dich Ihr sind meine Lieder gewidmet Im Garten Im Golde, im Herzen Im Herbste Immensee Im Volkston Lehrsatz Letzte Einkehr Liebe ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 732
    Erscheinungsdatum: 23.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026833215
    Verlag: e-artnow
    Größe: 2585 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Gesammelte Werke: Novellen + Märchen + Gedichte + Briefe

Hinzelmeier: Eine nachdenkliche Geschichte

Inhaltsverzeichnis Nachbars Kasperle

Inhaltsverzeichnis
Da dachte Hinzelmeier: "Das ist der Stein der Weisen!" und ging geradewegs auf ihn zu. Der Mensch aber beharrte in seiner nachdenklichen Stellung, nur daß er zu Hinzelmeiers Erstaunen seine große Nase wie Gummi elasticum über das Kinn herabzog.

"Ei, lieber Herr, was treibt Ihr denn da?" rief Hinzelmeier.

"Das weiß ich nicht", sagte der Mann, "aber ich habe da eine verwünschte Glocke an der Mütze, die mich abscheulich im Denken stört."

"warum zupft Ihr Euch denn aber so entsetzlich an der Nase?"

"Oh", sagte der Mensch und ließ den Nasenzipfel fahren, daß er mit einem Klapps wieder in seine alte Form zurückschnellte -"da bitte ich um Entschuldigung; aber ich leide oftmals an Gedanken, denn ich suche den Stein der Weisen."

"Mein Gott!" sagte Hinzelmeier, "da seid Ihr wohl, gar des Nachbars Kasperle; der gar nicht wieder nach Haus gekommen ist?"

"Ja", sagte der Mensch und reichte Hinzelmeier die Hand, "der bin ich."

"Und ich bin Nachbars Hinzelmeier", sagte dieser, "und suche auch den Stein der Weisen."

Hierauf reichten sie sich noch einmal die Hände und kreuzten dabei die Finger auf eine Weise, woran sie sich gegenseitig als Eingeweihte erkannten. Dann sagte Kasperle: "Ich suche den Stein der Weisen jetzt nicht mehr."

"Da reist Ihr vielleicht nach dem Rosengarten?" rief Hinzelmeier.

"Nein", sagte Kasperle, "ich suche den Stein nicht mehr; aber ich habe ihn bereits gefunden."

Da verstummte Hinzelmeier eine ganze Zeit lang; endlich faltete er andächtig die Hände und sagte feierlich: "Es mußte schon so kommen, ich wußte es wohl; denn ich habe vor neun Jahren den Teufel aus der Welt geschossen."

"Das muß sein Sohn gewesen sein", sagte der Andere, "dem alten Teufel bin ich noch vorgestern begegnet."

"Nein", sagte Hinzelmeier, "es war der alte Teufel; denn er hatte Hörner vor der Stirn und einen Schwanz mit schwarzer Quaste. Aber erzählt mir doch, wie Ihr den Stein gefunden habt."

"Das ist einfach", sagte Kasperle; "dort unten im Dorfe wohnen lauter dumme Leute, die nur mit Schafen und Rindvieh verkehren; sie wußten nicht, welchen Schatz sie besaßen; da habe ich ihn in einem alten Keller gefunden und mit drei Sechslingen das Pfund bezahlt. Und nun denke ich bereits seit gestern darüber nach, wozu er nütze sei und hätte es vermutlich schon gefunden, wenn mich die verwünschte Glocke nicht dabei gestört hätte."

"Lieber Herr Kollege!" sagte Hinzelmeier, "das ist eine höchst kritische Frage, woran vor Euch wohl noch kein Mensch gedacht hat! Aber wo habt Ihr denn den Stein?"

"Ich sitze darauf", sagte Kasperle und zeigte aufstehend Hinzelmeiern den runden, wachsgelben Körper, worauf er bisher gesessen hatte.

"Ja", sagte Hinzelmeier, "es ist kein Zweifel, Ihr habt ihn wirklich gefunden; aber nun laßt uns bedenken, wozu er nütze sei."

Damit setzten sie sich einander gegenüber auf den Boden, indem sie den Stein zwischen sich nahmen und die Ellenbogen auf ihre Knie stützten.

So saßen und saßen sie; die Sonne ging unter, der Mond ging auf und noch immer hatten sie nichts gefunden. Mitunter fragte der Eine: "Habt Ihr's" aber der Andere schüttelte immer mit dem Kopfe und sagte: "Nein, ich nicht; habt Ihr's?" und dann antwortete der Andere: "Ich auch nicht."

Krahirius ging ganz vergnügt im Grase auf und nieder und fing sich Frösche. Kasperle zupfte sich schon wieder an seiner schönen, großen Nase; da ging der Mond unter und die Sonne kam herauf; und Hinzelmeier fragte wieder: "Habt Ihr's?" und Kasperle schüttelte wieder den Kopf und sagte: "Nein, ich nicht, habt Ihr's?" und Hinzelmeier antwortete trübselig: "Ich auch nicht."

Dann dachten sie wieder eine ganze Weile nach; endlich sagte Hinzelmeier: "So müssen wir erst di

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen