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Gesammelte Werke: Romane + Erzählungen + Gedichte 120 Titel in einem Buch: Der Unschuldige + Staatsanwalt Sierlin + Der Freiheitssucher + Die Anarchisten + Zwischen den Zielen + Der Schwimmer + Bücher der namenlosen Liebe und mehr von Mackay, John Henry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2014
  • Verlag: e-artnow
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Gesammelte Werke: Romane + Erzählungen + Gedichte

Dieses eBook: 'Gesammelte Werke: Romane + Erzählungen + Gedichte' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. John Henry Mackay (1864-1933) war ein deutscher Schriftsteller. Im Jahre 1885 trat Mackay erstmals mit literarischen Werken an die Öffentlichkeit. In Berlin verkehrte er im Umfeld des Friedrichshagener Dichterkreises. Mit Hilfe von Krafft-Ebings Psychopathia sexualis wurde er sich seiner homosexuell-päderastischen Neigung bewusst. Während eines einjährigen London-Aufenthalts (1887/88) entdeckte er für sich Max Stirner, dessen 1844 erschienenes Buch Der Einzige und sein Eigentum infolge der Restauration nach 1848 in Vergessenheit geraten war. Stirner wurde bald sein Lebensthema. Mackay präsentierte seine Konzeption des individualistischen Anarchismus in den 'Büchern der Freiheit' (Die Anarchisten, Der Freiheitsucher). Inhaltlich stimmt sie weit besser mit dem in Nordamerika - in der Tradition von Thomas Jefferson, Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau und anderen - entstandenen radikalen Liberalismus seines Freundes Benjamin R. Tucker überein. Inhalt: Romane und Erzählungen: Büchern der Freiheit: Der Freiheitsucher Die Anarchisten Der Schwimmer Der Unschuldige Die Menschen der Ehe Staatsanwalt Sierlin Zwischen den Zielen Der kleine Finger Die Hand Der Unglücklichste Hans, mein Freund Die Blinden Da erinnerte er sich plötzlich... Ekel Der Sybarit Die Wasserratte Ein Abschied Das weisse Haus Das graue Meer Zwei Dichter 13 BIS, Rue Charbonnel Herkulische Tändeleien Gedichte: Am Rande des Lebens: Die namenlose Liebe Einzige Antwort Der Fremde Träume Einmal gesehen nur Die Insel Der Tertianer Heimliche Fahrt Pfingsten Da ging auch er auf die Straßen Vertheidigung Einladung Die Thuere Heute! Rath Einsamer Abschied Auf dem eise Mit welchem Wort noch Bücher der namenlosen Liebe - Wer sind wir? und mehr ..

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 2200
    Erscheinungsdatum: 07.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026826811
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1092 kBytes
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Gesammelte Werke: Romane + Erzählungen + Gedichte

Einleitung

Inhaltsverzeichnis

Das Werk der Kunst hat für den Künstler zu sprechen, der es schuf; die Arbeit des betrachtenden Forschers, welcher hinter ihr zurücktrat, erlaubt ihm zu sagen, was ihn trieb, sich zu äußern.

Der Vorwurf der Arbeit, die ich vollende, erlaubt mir nicht nur, sondern verlangt von mir, sie mit einigen Worten zu begleiten.

Zuvor das Eine: wer mich nicht kennt und in den folgenden Blättern etwa sensationelle Enthüllungen in der Art jener verlogenen Spekulationen auf die Urteilslosigkeit des Publikums erwartet, aus welchen dieses seine ganze Kenntniß der anarchistischen Bewegung schöpft, der gebe sich nicht die Mühe, über diese erste Seite hinaus zu lesen.

Auf keinem Gebiet des sozialen Lebens herrscht heute eine heillosere Verworrenheit, eine naivere Oberflächlichkeit, eine gefahdrohendere Unkenntniß, als auf dem des Anarchismus. Die Aussprache des Wortes schon ist wie das Schwenken eines rothen Tuches - in blinder Wuth stürzen die Meisten auf dasselbe los, ohne sich Zeit zu ruhiger Prüfung und Ueberlegung zu lassen. Sie werden auch dieses Werk zerfetzen, ohne es verstanden zu haben. Mich werden ihre Stöße nicht treffen.

London und die Ereignisse des Spätjahres 1887 haben mir als Hintergrund meines Gemäldes gedient.

Als ich im Anfang des darauf folgenden Jahres noch einmal für einige Wochen auf den Schauplatz zurückkehrte, hauptsächlich um meine East End Studien zu vervollständigen, ahnte ich nicht, daß gerade die von mir zu eingehenderer Schilderung gewählte Gegend durch die Frauenmorde Jack "des Aufschlitzers" bald nachher in aller Munde sein würde.

Das Kapitel über Chicago wurde nicht abgeschlossen, ohne daß ich auch das dicke Bilderbuch für große Kinder, mit dem seitdem der Polizeikapitän Michael Schaack den infamen Mord seiner Regierung zu rechtfertigen suchte: " Anarchy and Anarchists " (Chicago, 1889), einer Durchsicht unterzogen hätte. Es ist Nichts weiter, als ein - nicht unwichtiges - Dokument stupider Brutalität sowohl, wie raffinierter Eitelkeit.

Die Namen von Lebenden sind von mir in bewußter Absicht nirgends genannt; der Näherstehende wird trotzdem fast überall unschwer die Züge erkennen, die mir Vorbilder gewesen sind.

Zwischen der Niederschrift des ersten und des letzten Kapitels liegen drei Jahre. Immer neu auftauchende Zweifel zwangen mich immer wieder, oft auf lange hinaus, zur Unterbrechung der Arbeit. Ich begann sie vielleicht zu früh; zu spät beende ich sie nicht.

Nicht jede Seite der Frage konnte ich erschöpfen; meist war es mir nicht vergönnt mehr zu geben, als die Schlußsätze oft langer Gedankenreihen. Die völlige Unvereinbarkeit anarchistischer und kommunistischer Weltanschauung, die Zwecklosigkeit und Schädlichkeit gewaltsamer Taktik, sowie die Unmöglichkeit irgend einer "Lösung der sozialen Frage" durch den Staat hoffe ich bewiesen zu haben.

Das neunzehnte Jahrhundert hat die Idee der Anarchie geboren. In seinen vierziger Jahren wurde der Grenzstein zwischen der alten Welt der Knechtschaft und der neuen der Freiheit gesetzt. Denn es war in diesem Jahrzehnt, daß P. J. Proudhon die titanische Arbeit seines Lebens mit: " Qu'est-ce que la propriété? " (1840) begann und Max Stirner sein unsterbliches Werk: "Der Einzige und sein Eigenthum" (1845) schrieb.

Sie konnte vergraben werden unter dem Staube zeitweiligen Rückschrittes der Kultur. Aber sie ist unvergänglich.

Sie ist bereits wieder erwacht.

Seit zehn Jahren kämpft in Boston, Mass., mein Freund Benj. R. Tucker mit der unbesieglichen Waffe seiner " Liberty " für Anarchie in der neuen Welt. Oft habe ich in den einsamen Stunden meiner Kämpfe meinen Blick auf das funkelnde Licht gerichtet, das von dort aus die Nächte zu erhellen beginnt ...

Als ich vor nun drei Jahren die Gedichte meines "Sturm" der Öffentlichkeit übergab, begrüßten mich fr

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