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Gesammelte Werke: Romane + Essays + Satiren + Biografien (Vollständige Ausgaben) Einstein + Das Buch der 1000 Wunder + Die Inseln der Weisheit + Das Panorama meines Lebens (Autobiografie) + Das Geheimnis der Sprache + Die Ehe im Rückfall und andere Anzüglichkeiten und mehr. von Moszkowski, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.04.2015
  • Verlag: e-artnow
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Gesammelte Werke: Romane + Essays + Satiren + Biografien (Vollständige Ausgaben)

Dieses eBook: 'Gesammelte Werke: Romane + Essays + Satiren + Biografien (Vollständige Ausgaben)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Inhalt: Die Ehe im Rückfall und andere Anzüglichkeiten (Satiren) Unglaublichkeiten (Satiren) Das Buch der 1000 Wunder Das Geheimnis der Sprache (Essay) Der Venuspark Die Romane der Herrin Verschwimmende Epochen Erotische Seitensprünge Einstein - Einblicke in seine Gedankenwelt (Essay) Entthronte Gottheiten (Essay) Die Inseln der Weisheit (Utopischer Roman) Von Genies und Kamelen (Satiren) Das Panorama meines Lebens (Autobiografie) Alexander Moszkowski (1851-1934) war ein deutscher Schriftsteller und Satiriker polnischer Herkunft. Er ist der Bruder des Komponisten und Pianisten Moritz Moszkowski. Moszkowski gehörte seit 1892 zu den Mitgliedern der Gesellschaft der Freunde. Er war eine Persönlichkeit der Berliner Gesellschaft und mit Berühmtheiten wie Albert Einstein bekannt. Moszkowski war einer der ersten, die die Relativitätstheorie einem breiten Publikum populärwissenschaftlich zugänglich machten. Neben seinen satirischen Arbeiten umfasst das Werk Moszkowskis zahlreiche populärwissenschaftliche Bücher vor allem über Sprache und Philosophie: Der Sprung über den Schatten (1917), Sokrates d. Idiot (1917), Das Geheimnis der Sprache (1920), Die Welt von der Kehrseite (1920), Der Venuspark, Phantasien über Liebe und Philosophie (1920) u.a. Sein bis heute interessantestes Werk ist der utopische Roman Die Inseln der Weisheit von 1922.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 3880
    Erscheinungsdatum: 04.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026834083
    Verlag: e-artnow
    Größe: 2931kBytes
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Gesammelte Werke: Romane + Essays + Satiren + Biografien (Vollständige Ausgaben)

Ein Roman mit Lokalfarbe

Inhaltsverzeichnis
Schon längst beabsichtigte mein Verleger, einen ganz echten Berliner Roman herauszugeben. Er hatte mir von diesem Vorhaben Mitteilung gemacht und mich gebeten, ihm zu einem solchen vermöge meiner Konnexionen mit den literarischen Spitzen der Hauptstadt zu verhelfen. Ich versprach ihm das und verfolgte diese Idee fortan wie meine eigene Angelegenheit.

Allein zur Verwirklichung des Vorhabens fehlte uns geraume Zeit eine sehr wesentliche Kleinigkeit, nämlich der geeignete Dichter. Fritz Mauthner, Paul Lindau, Heinz Tovote, Max Kretzer usw. befanden sich damals in festen Verlegerhänden und erklärten außerdem auf Befragen, daß sie die Lokalfarbe nicht gründlich herauszuarbeiten vermöchten, wenn ihnen nicht mindestens zweihundert Druckbogen zur Verfügung gestellt würden. Mit diesen privilegierten Vertretern des Berliner Romans war mithin nichts anzufangen. Zu unserem Glück präsentierte sich kürzlich auf dem Bureau ein Jüngling, der nachweislich längere Zeit als Zettelausträger für den Berliner Adreßkalender tätig gewesen war und in dieser Eigenschaft die umfassendsten Kenntnisse auf lokalem Gebiet erworben hatte. Wir erblickten in ihm sofort den richtigen Mann, abonnierten ihn zur Befruchtung seiner Erfindungsgabe in einer Leihbibliothek und hatten schon nach vierzehn Tagen das Vergnügen, ihn im höchsten Maße episch angeregt zu finden; nach einer weiteren Woche kristallisierten sich seine Einfälle um einen Kern unzweifelhaft Berliner Charakters, und nachdem wir ihm einige Gramm Berliner Blau in sein Tintenfaß geschüttet hatten, begann er, munter darauflos zu schreiben. Nunmehr sind wir in der Lage, sein Opus zu veröffentlichen und damit einem längst gefühlten Bedürfnis der Lesewelt entgegenzukommen:

Herr von Oedipus.

Berliner Sittengemälde.

Einem gepflasterten Aal vergleichbar schlängelt sich die Krausnickstraße, indem sie ihre Quelle an der Mitte der Oranienburger Straße verläßt, in anmutiger Biegung von West-Süd-West nach Ost-Nord-Ost, um an der Großen Hamburger Straße das Ende ihrer Häuser mit Nummer 23B zu erreichen. Vor diesem Hause hielt an einem heißen Sommertage - der Thermometer des Optikers Linse am Haackschen Markt zeigte zur nämlichen Zeit, zu der der Zeiger der Normaluhr auf dem Potsdamer Platz die Drei berührte, siebenundzwanzig Grad im Schatten - eine elegante Equipage, der man die Provenienz aus dem Kühlsteinschen Atelier und den Preis von zweitausendfünfhundert Mark auf dreihundert Schritt Entfernung, also beinahe von der Auguststraße aus, ansehen konnte. Diese Equipage gehörte dem Herrn von Lajus, einem Rittergutsbesitzer aus Preußisch-Theben, der mit seiner Gemahlin, einer geborenen Jokaste, vor etlichen Jahren nach der Residenz übergesiedelt war, wo er in Blumeshof ein von dem Möbelfabrikanten Markiewicz eingerichtetes, wahrhaft fürstliches Heim besaß.

In der vierten Beilage der Vossischen Zeitung vom fünften Juli, in der sechsten Zeile von unten, hatte Herr von Lajus die Ankündigung einer "Wahrsagerin wunderbar" gefunden, welche in dem geschilderten Hause, Berlin N., wohnen sollte. Und richtig, als er hier im zweiten Seitengebäude das dritte Stockwerk erreicht hatte, las er auf einem neben der Tür klebenden Papierzettel die orientierenden Worte: "Witwe Delphi, geborene Dreifuß, Kartenlegerin, bitte stark zu klingeln."

Das, was der elegante Herr bei der vielwissenden Witwe während der nächsten Viertelstunde für zwei Mark fünfzig erfuhr, war nicht gerade erfreulich. Sie orakelte nämlich: "Hüten Sie sich gefälligst vor Ihrem Herrn Sohn; er wird Sie, Ihre Frau Gemahlin, und sich selbst in die schlimmsten Schwulitäten bringen, das heißt, sobald er das Abiturientenexamen am Friedrich-Werderschen Gymnasium gemacht hat."

Die Equipage rasselte durch die Krausnick-, Oranienburger-und Friedrichstraße davon. Als Herr von Lajus an dem Hause Nr. 94 vorbeifuhr, hörte er die Töne ein

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