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Glaube mir, vertraue mir! von Reid, Michelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.06.2016
  • Verlag: CORA Verlag
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Glaube mir, vertraue mir!

Ja, ich will! Angies Hochzeit mit Roque de Calvhos ist der glücklichste Tag ihres Lebens! Doch schon bald beschleicht sie ein entsetzlicher Verdacht: Ist Roque untreu? Zutiefst verletzt verlangt Angie die Scheidung von dem Mann, der ihr Herz besessen und gebrochen hat ?...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 19.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733773502
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1262 kBytes
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Glaube mir, vertraue mir!

1. KAPITEL

"Und was soll ich jetzt unternehmen?"

"Gar nichts", erwiderte Roque de Calvhos ungerührt, der an seinem Schreibtisch saß und in einen Geschäftsbericht vertieft war.

"Es könnte aber sein, dass sie Ärger macht", entgegnete Mark Lander, obwohl ihm bewusst war, dass sein Auftraggeber es nicht schätzte, wenn man ihm in private Entscheidungen hineinzureden versuchte.

Roque de Calvhos kam ganz nach seinem Vater, was sein rigoroses Geschäftsgebaren anging. Als Eduardo de Calvhos vor drei Jahren gestorben war, hatte niemand damit gerechnet, dass sein als Playboy bekannter Sohn sich ganz gelassen Respekt verschaffen würde. Seine weitreichenden Entscheidungen hatten die meisten als Anzeichen für den rasanten Untergang des De-Calvhos-Imperiums betrachtet. Jetzt wussten sie es besser. Was Roque aus den vielen verschiedenen Unternehmen des Imperiums gemacht hatte, stellte sogar den beeindruckenden Erfolg seines Vaters in den Schatten.

Unterwürfigkeit war dem Zweiunddreißigjährigen fremd, der nicht nur unglaublich erfolgreich in der Finanzwelt war, sondern auch elegant, ausgesprochen gut aussehend und so undurchschaubar, dass manch einer immer noch so dumm war, ihn zu unterschätzen. Seine von ihm getrennt lebende Frau gehörte nicht dazu.

"Sie führt 'unüberbrückbare Differenzen' als Grund für eine Scheidung an. Überleg es dir noch einmal, Roque", riet Mark. "Angie lässt dich damit praktisch vom Haken."

Roque lehnte sich zurück. Mit seinen dunklen Augen, fast so schwarz wie sein sorgfältig frisiertes Haar, sah er den besorgten Anwalt an.

"Mir ist bewusst, dass wir keinen Ehevertrag geschlossen haben", sagte er. "Aber Angie ist nicht gierig und wird nicht versuchen, mich auszunehmen."

"Das kommt darauf an, was Sie darunter verstehen", entgegnete der ältere Mann trocken. "Dein Geld will Angie wohl nicht, sonst hätte sie längst Forderungen gestellt. Aber ich möchte wetten, dass sie darauf aus ist, dir Ehre und Stolz zu nehmen. Sie will sich unbedingt scheiden lassen und wird dabei vor nichts zurückschrecken. Wenn sie Ehebruch als Begründung angibt, werden wir das unmöglich vor der Öffentlichkeit geheim halten können. Und du weißt ebenso gut wie ich, welche alten Geschichten Angie dann wieder hervorzerren wird."

Roque biss die Zähne zusammen. Wochenlang hatten damals die Zeitungen das Thema "Der Playboy und die beiden Models" ausgeschlachtet. Seufzend musste er sich eingestehen, dass Mark recht hatte.

"Angie sagt, sie habe Beweise, dass du mit Nadia Sanchez geschlafen hast. Diese dumme Person habe ihr diese Beweise sogar selbst geliefert, weil sie deine Ehe kaputt machen wollte."

"Was ihr ja auch gelungen ist", bemerkte Roque ausdruckslos.

"Du hattest verdammt viel Glück, dass Angie damals in Bezug auf die Affäre geschwiegen hat, um ihr Gesicht zu wahren."

Was Angie betraf, so ging es um weit mehr als darum, das Gesicht zu wahren. Roque senkte die Lider mit den dichten schwarzen Wimpern, damit der Anwalt nicht sah, was in ihm vorging. Angies Herz war gebrochen, sie war tief unglücklich und gab ihm die Schuld daran.

Sie hatte damals für großes Aufsehen gesorgt, als sie ihrer Modelkarriere den Rücken gekehrt hatte und für mehrere Monate verschwunden war. Vergeblich hatte Roque sie in ganz Europa suchen lassen und Angies kleinen Bruder Alex zur Rede gestellt. Doch der Achtzehnjährige hatte ihren geheimen Aufenthaltsort nicht preisgegeben, sondern es genossen, ihn leiden zu sehen. Schließlich war Angie wieder aufgetaucht, hatte ihre alte Chefin Carla um einen normalen Bürojob gebeten und saß jetzt am Empfang der Modelagentur. Nicht ein einziges Mal seit ihrer Trennung vor einem Jahr hatte sie Roques Existenz zur Kenntnis genommen.

Und jetzt hatte sie einen Scheidungsantrag eingereicht und vermutete wahrscheinlich, er würde diesem erleichtert zustimmen. Doch Roque hatte mit seiner verletzten, typisch englischen Frau ande

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