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Hüter des Friedens von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.05.2015
  • Verlag: RUTHebooks
eBook (ePUB)
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Hüter des Friedens

Edgar Wallace - Hüter des Friedens

'Hüter des Friedens' ist ein 'Afrikaroman' von Edgar Wallace. Erzählt wird in diesem Roman die Geschichte von Distriktsgouverneur Sanders, der mit Leutnant Tibbetts - genannt Bones - und Captain Hamilton in der Zeit des damaligen belgisch Kongo so einiges Abenteuer erlebt ...

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Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 04.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959231244
    Verlag: RUTHebooks
    Größe: 301kBytes
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Hüter des Friedens

Bones, Sanders und noch jemand

Nach Isongo, dem Hauptort des gleichnamigen Distriktes, kam eine Frau der Isisi, die ihren Mann verloren hatte. Durch eine Vorsehung des Schicksals war er von einem Baum erschlagen worden. Ich sage "durch eine Vorsehung des Schicksals", denn es war allgemein bekannt, dass er einen bösen Charakter gehabt hatte. Er war ein Trinker und ein Freund schlechter Menschen gewesen. Auch hatte er Zauberei im Walde ausgeübt, und es ging das Gerücht, dass er ein Vertrauter Baschunbis, des Bruders des großen Teufels M'shimba-M'shamba, gewesen war. Er schlug seine Frauen, und einmal steckte er aus reiner Bosheit seine Hütte in Brand.

Als er nun auf einer aus Gras geflochtenen Totenbahre zum Dorf zurückgetragen wurde und die Frauen seines Hauses sich mit grünen Blättern bedeckten und Arm in Arm die Dorfstraße entlang den Totentanz tanzten, klang ihr Gesang nicht sehr traurig, und ihr Schritt war fröhlicher und lustiger, als er bei dieser Gelegenheit hätte sein sollen.

D'wiri, ein alter Mann, der alle Tanzschritte genau kannte, sah es von seiner Hütte aus und sagte entrüstet, dass die Frauen schamlos seien. Aber er war alt und fürchtete außerdem, dass bei seinem eigenen Tode die guten Sitten außer acht gelassen werden könnten, wenn man derartigen Ausschreitungen nicht beizeiten entgegenträte.

Als M'lama, das Weib des G'mami, sah, dass ihr Herr und Gebieter in einem Boot zu den Inseln in der Mitte des Stromes gerudert wurde, wo er begraben werden sollte, klagte sie noch während der vorgeschriebenen Zeit um ihn, dann wusch sie am Flußufer den Staub von ihrem Körper und ging in ihre Hütte zurück. Und alle Trauer um den Toten war mit dem Staub und der Asche weggewaschen worden.

Viele Monde wechselten am Himmel, ehe M'lama ihre außerordentlichen Gaben zeigte. Man sagte, dass ihre Kräfte sich zum ersten Male in einer Nacht nach einem großen Sturm kundtaten, als die Blitze wie Schloßen auf den Strom niederfuhren. Selbst der alte D'wiri konnte sich nicht an ein ähnliches Unwetter erinnern. In dieser Nacht brachte die Frau eines Jägers ihr sterbendes Kind in die Hütte der Witwe. Es hatte eine Fischgräte verschluckt, die ihm im Halse steckengeblieben war, und es war schon beinahe erstickt. M'lama streckte ihre Hand aus, legte sie auf den Kopf des Kindes, und sofort flog die große Gräte heraus.

"Dabei erscholl ein Schrei, der so schrecklich und furchtbar war wie das Geschrei eines Leoparden, der in den Wäldern von Geistern verfolgt wird." (Nach dem Bericht Ahmets.)

Eine Woche später fiel ein kleines Kind in Krämpfe. M'lama legte ihre Hand auf seine Stirn, und siehe, die Krämpfe wichen, es wurde ruhig und schlief ein.

Ahmet, der Hauptspäher der Regierung, hörte von diesen Dingen und kam während einer dreitägigen Reise auf dem Strom zu dem Orte Isongo.

"Was sind das alles für Wundergeschichten?" fragte er.

"Capita", sagte der Häuptling, indem er die ehrende Anrede gebrauchte, die in dem belgischen Kongogebiet üblich ist, "dieses Weib M'lama ist wirklich eine Hexe, sie hat übernatürliche Gaben, denn durch die Berührung ihrer Hand weckt sie die Toten auf. Das habe ich selbst mit meinen eigenen Augen gesehen. Auch sagt man, dass sie Ugomis schwere Wunden heilte, als er beim Holzfällen sich mit der Axt in den Fuß schlug."

"Ich will M'lama sehen", erwiderte Ahmet ernst.

Er fand sie in ihrer Hütte. Sie warf müßig vier Ziegenknochen auf den Boden, und jedesmal fielen sie anders. "O Ahmet", sagte sie, als er eintrat, "du hast ein krankes Weib, und dein erstgeborener Sohn kann nicht sprechen, obgleich er sechs Jahre alt ist."

Ahmet setzte sich an ihrer Seite nieder. "Weib, sage mir etwas, worüber nicht am ganzen Fluß geredet wird, und ich werde deinen Zauber glauben."

"Morgen wird dein Herr, der große Sandi, dir ein Buch (Brief) senden, worüber du sehr glücklich sein wirst."

"Mein Herr

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