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Happy End in Lindholm Mittsommerträume von Engström, Pia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2013
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Happy End in Lindholm

Ein Helikopter durchbricht die Stille des idyllischen Gutshofs Lindholm, die Kühe geraten in Panik, und die Tierärztin Louisa Sjoeberg ist außer sich vor Zorn! Was fällt diesem Mann nur ein? Entschlossen stellt sie Gunnar Blomquist zur Rede - und gewinnt mit ihrer Courage mehr als sein Interesse.

Pia Engström liebt das wunderbare Schweden über alles - das ist wohl auch der Grund, warum sie den Handlungsort für ihre Geschichten hier ansiedelt. Dennoch packt ihren Mann und sie ab und an das Fernweh, und sie haben schon Reisen in einige entlegene Winkel der Erde unternommen. Die Liebe zur ländlichen Umgebung hat sie jedoch nie vergessen, und so verbringt sie möglichst viel Zeit in der freien Natur. Schon als kleines Mädchen wusste sie, was sie später einmal werden wollte: Prinzessin oder Schriftstellerin. Da der erste Wunsch sich nur schwerlich realisieren ließ, hat sie umso härter daran gearbeitet, sich zumindest den zweiten zu erfüllen - inzwischen mit beachtlichem Erfolg.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 01.02.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862789757
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 605 kBytes
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Happy End in Lindholm

1. KAPITEL

N och ein paar Wochen, und der Herbst würde Einzug halten und die Blätter der Bäume in den schönsten Farben erleuchten lassen, doch augenblicklich hatte der Sommer Schweden noch fest im Griff. Der Himmel über Lindholm Gård, dem Gutshof nahe des kleinen südschwedischen Ortes Lindholm, war von einem beinahe schon unwirklichen Blau, das die üppigen Kornfelder noch goldener und das saftige Grün der Weiden und Wiesen noch grüner erschienen ließ.

"Ist ja gut, Brauner." Lächelnd tätschelte Louisa die Flanke des braunen Araberhengstes und strich sich eine Strähne ihres langen, schwarzbraunen Haares aus dem herzförmigen Gesicht. "Bist ein braver Junge."

Sie nahm ihren Behandlungskoffer auf und wollte den Hengst gerade zu seinem Stall zurückführen, als sie ein merkwürdiges Geräusch wahrnahm, das so gar nicht in das stille Idyll dieses Spätsommermorgens zu passen schien.

Irritiert blickte Louisa sich um, konnte die Quelle des Geräusches jedoch nirgends ausmachen. Dabei wurde es immer lauter und lauter. Der Braune schnaubte leise und begann, unruhig auf der Stelle zu tänzeln. Verflixt, was ...?

Und dann sah sie den Helikopter.

Wie ein riesiger Vogel aus schwarzem Stahl und Glas hing er am strahlend blauen Himmel. Seine Rotorblätter drehten sich so schnell, dass der von ihnen produzierte Wind den Weizen auf den Feldern zu Boden drückte.

Und er kam näher. Bald spürte Louisa den Wind im Gesicht, und sie musste den Blick abwenden, als Sand und kleine Steinchen wie winzige Geschosse durch die Luft geschleudert wurden.

Der will doch nicht etwa ...?

Louisa hatte ihren Gedanken noch nicht zu Ende gebracht, als der Pilot des Hubschraubers auch schon zur Landung ansetzte - mitten auf der Kuhweide, die an das Grundstück von Lindholm Gård angrenzte. In die Gruppe der Tiere, die vorhin noch friedlich auf der Wiese gegrast hatten, war längst Bewegung gekommen. Aufgeregt versammelten die Kühe sich im hinteren Bereich der Weide, möglichst weit entfernt von der Landestelle des Helikopters, was Louisa ihnen nicht verdenken konnte, denn die Maschine machte einen schrecklichen Lärm.

Allmählich drehten die Rotorblätter sich langsamer, und die Tür auf der Seite des Copiloten wurde aufgestoßen. Im selben Moment wieherte der Hengst und stellte sich auf die Hinterbeine. Louisa wurden die Zügel aus der Hand gerissen, und sie konnte nur hilflos zusehen, wie das Tier davongaloppierte.

"Brauner!", rief Louisa. "Brauner, bleib stehen!"

Doch der Hengst ließ sich nicht zurückhalten. In blinder Panik lief er weiter, vom Hof hinunter hinaus auf die Felder.

Inzwischen waren zwei Arbeiter, die sich gerade in der Nähe aufhielten, zur Stelle. "Was für ein Idiot!", brummte der alte Ingmar, zog seine Mütze ab und kratzte sich den fast kahlen Kopf. "Hier so einen Krach zu veranstalten und uns damit die Viecher zu verschrecken!"

Im Stillen konnte Louisa dem Feldarbeiter mit dem von Wind und Wetter gegerbten Gesicht nur recht geben. Der Braune war inzwischen auf dem Kornfeld eines Getreidebauern angelangt. Wenn sie den Hengst nicht rasch einfingen, war er durchaus in der Lage, einen beträchtlichen Teil der diesjährigen Ernte zu zerstören, indem er die jungen Ähren niedertrampelte.

Ärger stieg in Louisa auf. Sie wirbelte auf der Stelle herum und lief zu dem Helikopter, dessen Rotorblätter sich noch immer langsam drehten. Na, der Pilot konnte was erleben!

Im selben Moment stieg jemand aus der Kanzel, und Louisa erstarrte. Du liebe Güte, was für ein Mann!

Dunkles Haar umrahmte ein schmales, kantiges Gesicht, in dem Augen so blau und tiefgründig wie der Ozean glänzten, und ...

Reiß dich zusammen!, rief sie sich zur Ordnung. Sie stemmte die Fäuste in die Seiten und warf ihrem Gegenüber einen angriffslustigen Blick zu. "Haben Sie vollkommen den Verstand verloren, hier so einen Aufstand anzuzetteln?"

Für einen Moment st

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