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Harem der Lust Erotische Storys von Eden, Jasmin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.06.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Harem der Lust

Das Knistern von Seide auf nackter Haut, der Duft von Gewürzen, das bunte Treiben des Bazars: All das und mehr ist der Orient - ein Ort der Sehnsüchte weckt. Genau wie die dreizehn erotischen Storys von Jasmin Eden, die in diese sinnliche Welt entführen. Ob Begegnungen mit Fremden, Lust am Schmerz, verführerische Seidenhändler oder Liebe und Leidenschaft - für Jeden ist etwas dabei.

Lassen Sie sich verzaubern und tauchen Sie ein in einen Traum aus 1001 Nacht ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 18.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732507085
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Erotik
    Größe: 1205 kBytes
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Harem der Lust

Die Ankunft

Pooja bemühte sich, nicht allzu beeindruckt zu wirken, aber das war unmöglich. Die Pracht, mit der der Palast des Maharadschas Yash ausgestattet war, war reicher und pompöser als alles, was sie bisher gesehen hatte. Nicht einmal der Palast ihres Onkels konnte mit den reich geschmückten Außenfassaden der Befestigungsmauern mithalten, vor denen sie sich befand. Ihre Sänfte schwankte, als die Diener stehen blieben, damit der Herold ihre Ankunft ankündigen konnte. Als frisch vermählte Braut hätte es ihr gut zu Gesicht gestanden, in ihrer Sänfte zu bleiben, den Saum ihres Saris über den Kopf gezogen, bis sie ihrem Ehemann begegnete. Aber die junge Frau war zu aufgeregt und neugierig. Verstohlen schob sie die Vorhänge ihrer Sänfte zur Seite und sah auf das Tor, auf dem riesige Eisenbeschläge prangten und das so massiv wirkte, dass allein der Anblick reichte, um jeden Angreifer in die Flucht zu schlagen; davon war Pooja überzeugt.

"Öffnet das Tor", rief der Herold. Sein dichter schwarzer Schnurrbart zuckte und sein Pferd tänzelte nervös.

Auf der Mauer oberhalb des Tores erschien ein Mann mit einem orangefarbenen Turban und einem Speer in der Hand. "Wer verlangt Einlass?", fragte er barsch und ebenso laut wie der Herold.

"Pooja, Nichte des Maharadschas Kunai und Ehefrau des Maharadschas Yash, deines Herrn."

Der Mann auf dem Tor zögerte, warf einen Blick auf die Sänfte und verschwand. Kurz darauf setzten sich die beiden hölzernen Flügeltüren des Tores knarrend in Bewegung. Die Sänfte begann wieder zu schaukeln und brachte Pooja in das Zuhause ihres Ehemannes. Ihr neues Zuhause.

Im Innern der Mauern war es überraschend kühl. Der Palast lag zwar nah an der Wüste, aber eine geschickte Architektur sorgte dafür, dass der Hof des Palastes im Schatten lag und nicht von der sengenden Sonne erhitzt wurde. Pooja wartete, bis die Sänfte abgesetzt wurde und einer der Diener die Vorhänge zur Seite schob. Erst dann erhob sie sich und betrat, den Sari über ihr schwarzes Haar gelegt, den Hof. Der Herold eilte sofort an ihre Seite, und zwei Männer kamen auf sie zu. Der eine war so alt, dass sein Bart bereits weiß war, aber seine Augen wirkten hell und klug. Er trug Kleidung aus leichtem Leinen, das mit Bordüren und Stickereien verziert war. Eine kleine, goldene Kappe krönte seinen Turban. Wäre Pooja ihrem Gatten Yash nicht schon auf der Hochzeit begegnet, hätte sie den Mann für den Maharadscha halten können.

Der Mann neben ihm war schlichter gekleidet; er trug keinen Turban und sein glattes Haar hatte er zu einem Knoten in seinem Nacken gedreht. Er trug ein weites, weißes Leinenhemd mit einer bunten Weste und eine rote Hose. Auf seinen vollen Lippen spielte ein Lächeln, als er Pooja erblickte, aber als er bemerkte, dass sie ihn ansah, schlug er sofort die Augen nieder.

"Maharani, willkommen!" Der ältere Mann breitete die Hände in einer willkommen heißenden Geste aus und neigte den Kopf vor ihr. Pooja erwiderte das Nicken höflich.

"Mein Name ist Rijad, ich bin der Haushofmeister unter Maharadscha Yash. In seinem Namen heiße ich Euch in seinem Palast willkommen."

Der junge Mann sagte nichts, verbeugte sich aber tief, als Poojas Titel fiel. Sie sah sich um. "Wo ist mein Gemahl?", fragte sie verwundert.

Der Haushofmeister verzog das Gesicht. "Er lässt sich entschuldigen, Maharani. Er hat sich bei der gestrigen Gazellen-Jagd verletzt und kann Euch nicht gebührend empfangen."

Pooja verspürte einen Stich. Die Ehe war, wie es Tradition war, arrangiert gewesen, aber sie war von klein auf in dem Wissen erzogen worden, dass ihr Onkel sie eines Tages mit einem Rivalen von ihm verheiraten würde. Auf diese Weise erhielt er politische Vorteile und wurde obendrein das Mündel los, das ihm seine verstorbene Schwester hinterlassen hatte. Nicht, dass ihr Onkel sie jemals schlecht behandelt hätte, aber Pooja hatte durch ihn früh gelernt, nicht zu viel vom Leben zu

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