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Haus der Furcht von Wright, Iain Rob (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2016
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Haus der Furcht

Eine Show, drei Versprechen: zehn Tage, zwölf Konkurrenten und zwei Millionen Dollar in bar. Was für Damien Bank als die größte Chance seines Lebens beginnt, entpuppt sich als sein schlimmster Alptraum. Eingesperrt in ein Haus mit elf Fremden hört er nur die dröhnende Stimme des 'Vermieters' aus den Lautsprechern. Damien muss sich mit den anderen einen Wettkampf liefern, bei dem es nicht nur um Geld geht, sondern um sein blankes Leben. Fest steht, er kann niemandem trauen, schon gar nicht, als eine Liste mit Begriffen an der Wand auftaucht: Betrug, Mord, Missbrauch, Hurerei, Verrat, Täuschung, Drogenhandel, Raub, Kreuzritter, Dieb. Was bedeutet die Liste, und wer verbirgt sich hinter dem Vermieter? Um das herauszufinden, muss Damien um jeden Preis gewinnen, denn jeden Verlierer erwartet der Tod. Mögen die Spiele beginnen - (ca. 310 Seiten)

Iain Rob Wright stammt aus der englischen Stadt Redditch, wo er viele Jahre als Verkäufer für Handys gearbeitet hat. Nach der sehr erfolgreichen Veröffentlichung seines Debütromans entschloss er sich, hauptberuflich zu schreiben. Inzwischen hat er über zwölf Romane geschrieben. Die drei wichtigsten Dinge in seinem Leben sind seine Frau, sein Sohn und seine Fans. Seine Werke werden in mehreren Ländern veröffentlicht und erscheinen auch als Graphic Novel und Hörspiel. Er ist aktives Mitglied der Horror Writers Association und extrem tierlieb.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 310
    Erscheinungsdatum: 07.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802581113
    Verlag: LYX
    Größe: 755 kBytes
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Haus der Furcht

TAG 1

Die Fähre glitt ans Ufer. Regen prasselte silbrigen Fäden gleich vor der samtenen Dunkelheit der schier endlosen Nacht herab. Auf der Anhöhe wartete ein Bus.

Damien gefiel es nicht, die Haube über dem Kopf zu tragen, und in der vergangenen Stunde war es ihm mehrfach gelungen, kurz darunter hervorzulinsen. Er empfand es als unangenehm, im Finstern und ohne etwas sehen zu können gehalten zu werden, ja er vermochte nicht einmal, richtig zu hören.

Damiens Gastgeber hatten ihn darüber aufgeklärt, dass die Haube notwendig sei - die Lage der Insel musste unter allen Umständen geheim bleiben. Die einzige Information, die sie freiwillig preisgegeben hatten, bestand darin, dass sich ihr Ziel irgendwo vor der Nordküste von Schottland befand. Die in der Luft liegende und ebenso beißende wie durchdringende Kälte, gestaltete es leicht, zu glauben, dass Damien tatsächlich nach Norden gebracht worden war. Er rieb sich die Schultern.

Ich frier' mir hier den verdammten Arsch ab.

Da Damien sein Glück nicht unnötig auf die Probe stellen wollte, zog er sich die Haube wieder tiefer übers Gesicht und lauschte aufmerksam. Es klang, als würde der Kapitän der kleinen Passagierfähre gleich Anweisungen erteilen.

"Alle mal herhören! Ich fürchte, Sie müssen die Hauben noch etwas länger aufbehalten. Das Haus liegt knapp zwei Kilometer im Landesinneren. Ein Bus bringt Sie dorthin, danach können Sie die Dinger dann abnehmen und sich einrichten."

Ringsum wurde erleichtert geseufzt. Damien war nicht sicher, wie viele andere Personen sich mit ihm auf der Fähre befanden, aber er schätzte, dass es mindestens zehn waren - definitiv genug, um von einer kleinen Menschenmenge zu reden. Und anscheinend trugen sie alle identische Hauben, genau wie er.

Also habe ich ungefähr ein Dutzend Konkurrenten. Da sind die Aussichten auf den Sieg wohl ziemlich gering.

In der Nähe des Bugs der Fähre hatte ein Mann begonnen, alle an Land zu scheuchen, indem er im knappen Tonfall einer Maschinengewehrsalve Anweisungen erteilte. Damien stolperte an dem barschen Kerl vorbei und wurde auf etwas geschoben, das sich unter seinen Füßen wie ein Holzsteg anfühlte. Der eiskalte Regen ließ ihn schaudern, als er den Schutz des Bootes verließ.

Muss mir merken, nie wieder nach Schottland zu kommen, wenn es hier immer so ist.

Damien setzte sich einen Hang hinauf in Bewegung, vermutlich in die Richtung, wo der Bus parkte. In der Nähe tuckerte ein Motor im Leerlauf. Der beißende Geruch von Abgasen vermischte sich mit dem von nasser Erde. Eine Eule schrie.

Als Damien schließlich in den wartenden Bus stieg, begrüßte er freudig die himmlische Wärme darin. Mehrere Stunden mussten vergangen sein, seit er diese Reise angetreten hatte, und allmählich spürte er, wie sich Müdigkeit in seinen Knochen einnistete.

Seine Gastgeber hatten ihn von einem Bahnhof in Sheffield abgeholt, von wo er weitere drei Stunden lang nach Norden gefahren worden war. Schon bei dieser Begegnung war er aufgefordert worden, sich die Haube überzuziehen. Er war in einen wartenden Bus zu mehreren anderen Personen geführt worden, um einen weiteren Abschnitt der Reise anzutreten, die mit der Fahrt auf der Fähre geendet hatte, von der er gerade ausgestiegen war.

Die Haube verhinderte, dass Damien seine Gefährten im Bus sehen konnte, aber er hörte, wie sich einige von ihnen weiter vorne blind unterhielten, als er sich den Weg durch den Gang bahnte.

Die Zeit verschwamm. Erschöpfung und Langeweile ließen sie in einem benommenen Taumel von Sekunden, Minuten und Stunden verstreichen, bis Damien nur noch den Wunsch verspürte, zu schlafen. Er war froh zu hören, dass er sich mittlerweile nur noch wenige Kilometer vom endgültigen Ziel entfernt befand.

Ich dachte schon, wir kommen nie mehr an.

Er ertastete sich den Weg durch den Gang des wartend

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