text.skipToContent text.skipToNavigation

Heartbeat - Jede Sekunde mit dir von Berg, J. L. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.12.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Heartbeat - Jede Sekunde mit dir

Lailah Buchanan wurde mit einem schweren Herzfehler geboren und verbrachte in den zweiundzwanzig Jahren ihres Lebens mehr Zeit im Krankenhaus als in ihrem eigenen Zuhause. Ihr Alltag wird bestimmt von ihrer besorgten Mutter, dem Warten auf Laborergebnisse und dem Fünkchen Hoffnung, mithilfe eines Spenderorgans irgendwann ein ganz normales Leben führen zu können - bis sie Jude Cavanaugh kennenlernt. Der tätowierte Krankenpfleger, der Lailahs Herz bei jeder Begegnung gefährlich aus dem Rhythmus bringt, ist kein allzu gewohnter Anblick in ihrem tristem Krankenhausalltag. Sie verliebt sich Hals über Kopf in Jude und träumt jeden Tag ein bisschen mehr davon, mit ihm die Welt jenseits ihres Krankenzimmers zu erleben. Doch Lailah spürt, dass Jude ein Geheimnis vor ihr hat, das so schrecklich ist, dass es mehr als nur ihre Liebe zu ihm zerstören könnte - (ca. 480 Seiten)

J. L. Berg lebt mit ihrem Mann und zwei Töchter in Kalifornien. Sie ist der festen Überzeugung, dass mit Liebe alle Konflikte gelöst werden können, und so versessen auf Liebesromane, dass sie sich von dem investierten Geld längst ein großzügiges Ferienhaus hätte leisten können.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 03.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736301023
    Verlag: LYX
    Serie: Heartbeat .1
    Originaltitel: Within these walls
    Größe: 776 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Heartbeat - Jede Sekunde mit dir

2

Veränderungen

Jude

Heute war mein Geburtstag.

Ich war vierundzwanzig - Moment mal, nicht doch eher fünfundzwanzig?

Mist. Eigentlich sollte ich das wissen.

Seit dem Unfall waren drei Jahre vergangen. Ein paar Tage Urlaub anlässlich meines Geburtstags hatten mich nach Kalifornien geführt, hatten aber mit zerplatzten Träumen und unendlichem Kummer geendet. Seitdem hatte ich mir nicht mehr viel aus Geburtstagen oder sonstigen Feiern gemacht.

Drei Jahre waren vergangen, seit ich sie verloren hatte.

Dann musste ich heute wohl fünfundzwanzig werden.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jude!

Vor vier Jahren - es war der Tag, an dem ich einundzwanzig wurde - war ich mit meinen Kumpels von der Uni durch die Bars und Clubs gezogen und hatte mit Geld um mich geworfen, als stünde mir ein unbegrenzter Vorrat zur Verfügung. Und damals war das tatsächlich so gewesen.

"Geh und amüsier dich!", hatte mein Dad gesagt.

Und genau das hatten wir getan. Ich konnte mich höchstens an die Hälfte dessen erinnern, was an jenem Abend passiert war. Am deutlichsten stand mir noch vor Augen, wie ich am nächsten Morgen mit dem Kopf über der Kloschüssel hing und Megan mich wieder gesund pflegte.

Heute Abend dagegen würde ich eine geile Geburtstagsparty mit ein paar Bettpfannen, einem Stapel Kurvenblättern und - wenn ich Glück hatte - einer Fünfzehnminutenpause am Getränkeautomaten feiern. Vielleicht könnte ich es ja richtig krachen lassen und mir heute Abend ein MilkyWay leisten.

Seit zwei Jahren arbeitete ich jetzt im Memorial Regional Hospital in Santa Monica als Krankenpflegehelfer - quasi so etwas wie ein Krankenpfleger, der Prüfungen zu absolvieren und Zertifikate zu erwerben hatte. Angefangen hatte ich als Hausmeister, weil sich Margaret, eine mitfühlende Personalchefin, meiner angenommen hatte, nachdem sie mich nächtelang durch die Krankenhausflure hatte tigern sehen. Ihr war klar, dass sie mich anders nicht loswerden würde, deshalb hatte sie mir den Hausmeisterjob angeboten, und ich hatte ihn sofort angenommen. Als ich unter der Rubrik "Ausbildung" meinen gerade erst in Princeton erworbenen Abschluss in BWL eintrug, hatte Margaret leicht die Stirn gerunzelt, mir aber keine Fragen gestellt. Als ich nachdrücklich darauf bestand, den Nachnamen auf meinem Namensschild aus persönlichen Gründen wegzulassen, hatten sich die Falten auf ihrer Stirn noch ein wenig vertieft, doch sie hatte mir mein Namensschild wie gewünscht ausgehändigt und mich an die Arbeit geschickt.

Seitdem hatte ich das Krankenhaus kaum verlassen.

Ich hatte eine kleine Wohnung am anderen Ende der Stadt, wo ich zwischen den Schichten schlief und mir halbwegs essbare Mahlzeiten zubereitete, doch das Krankenhaus war der Ort, an dem ich den Großteil meiner wachen Zeit verbrachte. Häufig machte ich Überstunden oder übernahm Extraschichten, wenn Kollegen ein paar Tage frei brauchten - alles nur, damit ich innerhalb der Wände dieses Krankenhauses bleiben konnte.

Das war das einzige Zuhause, das ich noch hatte.

Im Grunde hatte ich nicht mehr richtig gelebt, seit ich vor drei Jahren, mit Blut im Gesicht und immer wieder Megans Namen schreiend, hier angekommen war. Ich hatte sie unbedingt wieder zu Bewusstsein bringen wollen, aber das hatte weder in der Notaufnahme noch in den schrecklichen Tagen darauf funktioniert. Seit damals lief ich ohne Megan durch diese leeren Flure, folgte ihrem Geist um Ecken und über Korridore und versuchte vergeblich, einfach zu leben.

Ich konnte nicht leben, wenn alles, wofür ich gelebt hatte, tot war.

Am Automaten machte ich halt und kramte das Kleingeld aus meiner Tasche, bis ich den genauen Betrag für mein Geburtstagsessen zusammenhatte. Ich warf das Geld in den Schlitz, gab die richtige Zahlenkombination ein und wa

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen