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Heimatkinder 24 - Heimatroman Ein Sohn nach unserem Herzen von Kersten, Verena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.07.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Heimatkinder 24 - Heimatroman

Die Heimatkinder verkörpern einen neuen Romantypus, der seinesgleichen sucht. Zugleich Liebesroman, Heimatroman, Familienroman - geschildert auf eine bezaubernde, herzerfrischende Weise, wie wir alle sie schon immer ersehnt haben. Der siebenjährige Peter Lescher bedrängte seine Mutter: 'Bitte, geh doch mit mir einmal zu dem kleinen Haus am Hang. Da spielt oft so ein lieber Junge, aber er ist immer allein. Ich habe mich schon mit ihm angefreundet, als du mit Vati auf der Bergtour warst.' Ruth Lescher, mit ihrem Mann und ihrem Sohn auf Urlaub in Oberstdorf, lächelte. 'Also, wenn du mich immer wieder quälst, werde ich mit dir wohl zu dem Jungen gehen müssen.' Dabei dachte sie daran, wie sehr sich Peter ein Geschwisterchen wünschte, aber sie hatte nach ihm kein Kind mehr bekommen dürfen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 19.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740905477
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 315 kBytes
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Heimatkinder 24 - Heimatroman

Der siebenjährige Peter Lescher bedrängte seine Mutter: "Bitte, geh doch mit mir einmal zu dem kleinen Haus am Hang. Da spielt oft so ein lieber Junge, aber er ist immer allein. Ich habe mich schon mit ihm angefreundet, als du mit Vati auf der Bergtour warst."

Ruth Lescher, mit ihrem Mann und ihrem Sohn auf Urlaub in Oberstdorf, lächelte. "Also, wenn du mich immer wieder quälst, werde ich mit dir wohl zu dem Jungen gehen müssen."

Dabei dachte sie daran, wie sehr sich Peter ein Geschwisterchen wünschte, aber sie hatte nach ihm kein Kind mehr bekommen dürfen. Sie war schon bei der Geburt in Lebensgefahr gewesen. Dabei hätten sie sich leicht mehrere Kinder leisten können, ihr Mann war ein gutverdienender Rechtsanwalt in München.

"Oh, fein", jubelte der blonde Peter und fuhr sich durch sein immer etwas struwweliges Haar. "Dir wird der Junge auch gefallen. Er ist erst fünf Jahre geworden und heißt Bastian. Du kennst auch seine Mutter. Sie ist Sekretärin hier in unserem Hotel 'Alpenblick'."

"Und Vater hat er keinen?", fragte Ruth Lescher.

Peter zuckte die Schultern. "Weiß ich nicht. Danach habe ich ihn noch nicht gefragt. Aber er hat einen ganz lieben Großvater. Du, Mutti, der war hier Bergführer, aber jetzt ist er schon zu alt dazu. Ich glaube, der könnte tolle Geschichten erzählen."

Am Nachmittag, als Ruth Leschers Mann zu einer größeren Wanderung unterwegs war, kam es endlich zu dem von Peter so heißersehnten Besuch.

Er stieg mit seiner Mutter den steilen Hang hinauf. Vor dem Waldrand stand ein geducktes Haus mit weit heruntergezogenem Dach, vor dem ein kleiner braungelockter Junge spielte. Aus dem Haus kam gerade eine junge Frau.

"Heute ist Bastians Mutter zu Hause", sagte Peter. "Sicher hat sie ihren freien Tag. Darauf freut sich Bastian immer. Das hat er mir gesagt. Sonst ist er ja mit seinem Großvater allein."

"Schön, dass seine Mutti da ist", meinte Ruth. "Wir kennen sie doch vom Hotel - Ulrike Burger. Sie ist zu allen Gästen sehr fürsorglich. Niemals kommt man mit einer Bitte vergeblich zu ihr."

Auch die siebenundzwanzigjährige Ulrike kannte die Hotelgäste und fragte: "Hat es Sie heute einmal hier herauf verschlagen, Frau Lescher?"

Ruth lachte. "Ja, aber nicht wegen der schönen Aussicht, sondern wegen Ihres Jungen. Unser Peter mag ihn so gern."

Bastian war schon Peter entgegengelaufen und fragte: "Erzählst du mir heute wieder etwas aus der großen Stadt, wo es so viele Autos gibt? Feuerwehrautos, die tut-tut machen, und Straßenbahnen?"

Ulrike Burger strich ihrem Jungen durch das Haar. "Ja, das möchtest du hier auch alles erleben." Sie sah Ruth Lescher an. "Wenn Bastian noch älter wird, besteht die Gefahr, dass er es bei uns hier oben zu langweilig findet. Aber wollen Sie nicht mit hineinkommen? Ich könnte eine Kanne Kaffee aufbrühen, während die Kinder hier spielen."

Dieses Angebot nahm Ruth Lescher gern an. Zwar war sie erst sechsunddreißig Jahre, doch das ungewohnte Bergsteigen machte sie doch müde.

Sie saßen bald gemütlich zusammen. Ulrike erzählte, dass ihr Vater zum Einkaufen im Ort war und setzte hinzu: "Es lastet viel auf ihm, weil ich ja im Hotel sehr eingespannt bin. Der freie Tag ist nicht geschenkt, ich muss oft auch am Sonntag Dienst tun."

Für Ruth war das eine neue Welt, die sie hier kennen lernte. Die bildhübsche Ulrike gefiel ihr sehr gut. Man merkte ihr nicht an, dass sie hier so abgeschieden lebte, sie hatte für alles Interesse.

Jetzt seufzte Ulrike und sagte: "Leider fehlt es Bastian hier an Spielgefährten. Wir liegen etwas abseits, und die nächsten Nachbarn sind ältere Leute ohne Kinder. Deshalb freut sich Bastian so, dass Peter ihn besucht. Ich bin dafür auch sehr dankbar, Frau Lescher, weil ich mir manchmal um Bastian große Sorgen mache. Zu gut weiß ich, wie es ist, wenn man als Einzelkind und in dieser Abgeschiedenheit aufwächst. Mir ist es nicht anders als meinem Jungen

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