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Heimatkinder 36 - Heimatroman Es gibt für alles eine Lösung von Kampen, Jutta von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.10.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
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Heimatkinder 36 - Heimatroman

Die Heimatkinder verkörpern einen neuen Romantypus, der seinesgleichen sucht. Zugleich Liebesroman, Heimatroman, Familienroman - geschildert auf eine bezaubernde, herzerfrischende Weise, wie wir alle sie schon immer ersehnt haben. Es war ein wunderschöner Septembertag. So schön, dass man glauben konnte, es würde Frühling werden und nicht Herbst. Der Himmel stand wie eine blaue Glasglocke wolkenlos über dem Münchner Hofgarten. In den Blumenrabatten leuchtete die bunte Pracht der Sommerblumen, und sämtliche Tische des Hofgarten-Cafés waren besetzt. Das Täubchen, das zu Teresas Füßen eifrig Kuchenkrümel aufpickte, wurde von einem aufgeregten Täuberich umtanzt, der sich aufplusterte, gurrte und seine Schwanzfedern sträubte. Doch sie war nicht interessiert. 'Geh weg, du dummer Kerl!', sagte Theresa. 'Sie ist klüger als du! Sie weiß, dass es Herbst wird!' Den Worten folgte ein tiefer Seufzer, aber der Täuberich ließ sich nicht beirren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 11.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740909666
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 372 kBytes
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Heimatkinder 36 - Heimatroman

Es war ein wunderschöner Septembertag. So schön, dass man glauben konnte, es würde Frühling werden und nicht Herbst. Der Himmel stand wie eine blaue Glasglocke wolkenlos über dem Münchner Hofgarten. In den Blumenrabatten leuchtete die bunte Pracht der Sommerblumen, und sämtliche Tische des Hofgarten-Cafés waren besetzt.

Das Täubchen, das zu Teresas Füßen eifrig Kuchenkrümel aufpickte, wurde von einem aufgeregten Täuberich umtanzt, der sich aufplusterte, gurrte und seine Schwanzfedern sträubte. Doch sie war nicht interessiert.

"Geh weg, du dummer Kerl!", sagte Theresa. "Sie ist klüger als du! Sie weiß, dass es Herbst wird!" Den Worten folgte ein tiefer Seufzer, aber der Täuberich ließ sich nicht beirren.

"Gscht!", macht sie. Da flogen beide fort. Im selben Augenblick entdeckte sie ihre Freundin, die sich in dem Gedränge der Gäste suchend umsah. Sie stand auf und winkte ihr zu

Margit Janker drängte sich zwischen Tischen durch, und im nächsten Moment lagen sich beide in den Armen.

"Wie geht es dir? Wie geht es dir?", fragten sie beide gleichzeitig, dann lachten sie und sagten wieder gleichzeitig: "Erzähle!"

"Erst du!"

"Nein: du! Ich war zuerst da!"

Ein Kellner näherte sich ihrem Tisch.

"Wollen die Damen bestellen?"

"Eine Tasse Kaffee und ein Stück Apfelkuchen mit Sahne", erwiderte Teresa. "Ja, du, du kannst es dir leisten!", meinte Margrit. "Ich nehme das Gleiche - aber ohne Sahne!"

Teresa und Margrit hatten zusammen an der Münchener Uni studiert und hatten sich vom ersten Augenblick an gut verstanden. Sie wollten beide Grundschullehrerinnen werden. Im vergangenen Sommer hatten sie ihre Abschlussprüfungen mit Erfolg abgelegt, und da sie beide engagiert und tüchtig waren, fand auch eine jede die Stellung, die sie sich gewünscht hatte.

Margrit war auf dem Land aufgewachsen und wollte deshalb am liebsten in eine Dorfschule. Ein weiterer Grund für diesen Wunsch war, dass sie sich im Fasching in einen Bauernsohn verliebt hatte und er sich in sie. Der Zufall wollte es, dass in dem Dorf, in dem er zu Hause war, man nach einer Lehrkraft suchte - nicht jeder hatte Lust, in einem so abgelegenen Ort zu leben!

Er informierte Margrit, als er davon erfuhr, sie bewarb sich - und hatte die Stellung!

Ähnlich problemlos verlief es bei Teresa. Sie war seit Studienbeginn mit einem Medizinstudenten zusammen und fühlte sich mit ihm 'verlobt'. Deshalb wollte sie unbedingt in München bleiben. Da sie schon einige Male in einer von Nonnen geleiteten Schule eingesprungen war - sie war selbst dort Schülerin gewesen! - übernahm man sie dort nur zu gerne.

Alles hatte für sie beide so wunderbar ausgesehen - und nun trafen sie sich, kaum dass das Schuljahr begonnen hatte, um sich das Herz auszuschütten, sich zu trösten und bei der anderen Rat zu suchen.

Margrit war eine bildhübsche junge Frau mit kurzen dunklen Locken, haselnussbraunen Augen, einer Stupsnase und einem Kirschenmund. Sie hatte das, was man eine 'Dirndlfigur' nennt, mit üppigem Busen und schlanker Taille, und deshalb trug sie gerne - auch heute - ein knapp sitzendes Tegernseer Dirndl mit einem blauen Mieder, einem rotblau gestreiften Rock und einer weißen Schürze.

Teresa war ein ganz anderer Typ: sie war größer, schlanker, ihre goldblonden Locken trug sie zumeist in einem Pferdeschwanz, ihre großen Augen mit den langen Wimpern hatten die aparte Farbe von dunklem Bernstein, in dem goldene Pünktchen funkelten. Ihr Mund war weich, vielleicht etwas zu groß, sie hatte schöne, regelmäßige Zähne und wenn sie lachte, ein Grübchen in der linken Wange. Ihre Nase war schmal und ein klein wenig gebogen. Ihre schönen langen Beine steckten heute in engen Jeans, die ihren kleinen festen Po zur Geltung brachten, und sie trug eine der modernen Blusen, von denen man nicht wusste, ob sie eine Schwangerschaft verbergen sollten oder einfach nur modisch waren.

"Also, wer fängt jet

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