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Heimatkinder 5 - Heimatroman Das Dirndl aus dem Gnadenhäusl von Amber, Ute (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Heimatkinder 5 - Heimatroman

Die Heimatkinder verkörpern einen neuen Romantypus, der seinesgleichen sucht. Zugleich Liebesroman, Heimatroman, Familienroman - geschildert auf eine bezaubernde, herzerfrischende Weise, wie wir alle sie schon immer ersehnt haben. Das kleine, aber schmucke Haus des Tischlers Ferdinand Steininger und seiner Frau Agnes war im weiten Umkreis des Wettersteingebirges bekannt. Jeder sprach nur vom Gnadenhäusl und wusste, was damit gemeint war. Das Ehepaar Steininger, jetzt schon über fünfzig Jahre alt, hatte immer Vollwaisen oder vernachlässigten Kindern, die keiner haben wollte, ein Zuhause geboten, da ihnen eigener Nachwuchs nicht beschieden war. Immer waren die Bewohner des Gnadenhäusl eine Familie gewesen.

Die Liebesromane der beliebten Schriftstellerin Ute Amber schließen eine Lücke auf dem E-Book-Markt. Ute Amber ist eine der ganz großen Schriftstellerinnen, die es in ihrem eigenen Leben bereits mit vielen Schicksalsschlägen zu schaffen hatte. Auf bemerkenswerte Weise teilt sie ihre Erfahrungen in ihren fiktiv gehaltenen Romanen einer aufgerüttelten Leserschaft mit. Ute Amber schreibt sich buchstäblich in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser hinein. Sie beherrscht die unterschiedlichen Romangenres des Marktes souverän. Ihre Liebesromane erreichen eine Lesergeneration nach der anderen. Sie weisen zeitlose Qualitäten auf und eine eigene, unnachahmliche Note. Nicht alle ihre Werke sind zugänglich geblieben. Doch nun ist es uns gelungen, sie als E-Books exklusiv zu präsentieren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 08.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740900205
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 257 kBytes
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Heimatkinder 5 - Heimatroman

Das kleine, aber schmucke Haus des Tischlers Ferdinand Steininger und seiner Frau Agnes war im weiten Umkreis des Wettersteingebirges bekannt. Jeder sprach nur vom Gnadenhäusl und wusste, was damit gemeint war. Das Ehepaar Steininger, jetzt schon über fünfzig Jahre alt, hatte immer Vollwaisen oder vernachlässigten Kindern, die keiner haben wollte, ein Zuhause geboten, da ihnen eigener Nachwuchs nicht beschieden war. Immer waren die Bewohner des Gnadenhäusl eine Familie gewesen. So manches der Kinder war aus der Fürsorge herausgewachsen und selbständig geworden. Zu Besuch kamen sie alle noch.

Nur ein Kind hatten die Steiningers adoptiert. Das war Lisa, die der Menkenhof-Bauer schon als Säugling ins Gnadenhäusl gebracht hatte. Still und heimlich, weil das kleine Mädchen aus einem Fehltritt von ihm stammte und die junge Mutter bei der Geburt gestorben war. Sie hatte im Voralpenland gelebt, weit genug vom Menken-Hof entfernt.

Agnes Steininger sprach oft mit ihrem Mann von jener Nacht, als sie Lisa aufgenommen und dem Menkenhof-Bauer versprochen hatten, nie zu verraten, dass er ihr Vater war. Für ihn wäre es fatal gewesen, wenn sein Geheimnis herausgekommen wäre. Er hatte eine Frau und einen damals vierjährigen Sohn. Obwohl der Menken-Hof nicht weit vom Gnadenhäusl entfernt war, hatte sich der Bauer nie um sein Kind gekümmert. Inzwischen war er verstorben. Lisa hatte schon als Achtzehnjährige das Gnadenhäusl verlassen und sich in der Nähe Mittenwalds als Magd ihr Brot verdient. Anfangs war sie oft zu ihren Zieheltern zu Besuch gekommen, aber seit knapp zwei Jahren warteten diese vergeblich auf sie. Sie schrieb ab und zu einen Brief, und im letzten hatte gestanden, dass sie ihre Stelle gewechselt hatte und ein gutes Stück von Mittenwald weggegangen war.

Eines Abends kam das Gespräch des Ehepaars Steininger auch wieder auf Lisa. Sie sorgten sich um das Mädchen, das inzwischen zweiundzwanzig Jahre alt geworden war, und konnten nicht verstehen, warum sie so lange ausblieb.

Agnes Steininger, eine mittelgroße, schmale Frau, der die Gutmütigkeit aus den Augen leuchtete, sagte zu ihrem Mann: "Jetzt warte ich nicht länger zu. Wir wissen ja aus Lisas Briefen, wo sie jetzt arbeitet, ich fahre zu ihr. Vielleicht geht es ihr schlecht, und sie will uns damit nicht belasten."

Der Steininger-Ferdinand schüttelte den Kopf. "Was du schon wieder befürchtest, Agnes. Meistens melden sich Leute nicht, denen es gutgeht." Er horchte hinaus. "Wer kommt denn da noch? Das sind doch Schritte vor dem Haus."

"Ich geh' nachschauen." Agnes Steininger stand schon auf und lief an die Haustür. Kaum hatte sie geöffnet, prallte sie zurück. "Das gibt es doch nicht", staunte sie, "gerade haben wir wieder einmal von dir geredet, Lisa, und jetzt bist du da."

Im Schein der Hauslampe stand eine junge Frau im Dirndlkleid und mit einem Bündel in einer Decke auf dem Arm. "Sie ist mir unterwegs eingeschlafen", sagte sie. "Ich kann sie kaum noch auf den Armen halten."

"Sie?", Agnes Steininger zog Lisa in den Flur, dann schrie sie auf: "Mein Gott, ein kleines Kind. Ja, was soll das bedeuten?"

Ferdinand Steininger, der die Tür der Wohnstube geöffnet hatte, winkte energisch. "Müsst ihr den Tratsch im Flur abhalten? Herein mit euch! Und seid nicht so laut, sonst wachen uns Bärbel und Anderl auf. Lisa, endlich bist du einmal gekommen." Er sah auf das kleine Mädchen, das sich jetzt in Lisas Armen rekelte. "Sollen wir das Butzerl etwa aufnehmen? Aber du weißt doch, Lisa, dass wir in unserem Alter nicht mehr mit einem Kleinkind anfangen wollen. Man weiß ja nicht, ob wir es noch großziehen können."

Lisa, die inzwischen mit dem Kind auf den Armen auf das Sofa gesunken war, senkte den Kopf. "Mutter, Vater, ich bringe die Kleine nicht von irgendjemandem, sie ist mein Kind. Ja, meine Elfi."

"Du hast ein Kind?", Agnes Steininger setzte sich nun auch. "Warst du deshalb so lange nicht zu Hause?"

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