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Helenas Geheimnis Roman von Riley, Lucinda (eBook)

  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Helenas Geheimnis

Wieviel Wahrheit kann die Liebe ertragen, ohne zu zerbrechen?
Viele Jahre sind vergangen, seit Helena Beaumont als junge Frau einen wunderbaren Sommer auf Zypern verbracht und dort ihre erste große Liebe erlebt hat. Nun kehrt sie zum ersten Mal zurück in das schöne alte Haus, um dort mit ihrer Familie die Ferien zu verbringen. Unbeschwerte Tage sollen es werden, verträumte Stunden am Meer und lange Nächte auf der Terrasse, doch schon bei ihrer Ankunft empfindet Helena ein vages Unbehagen. Sie allein weiß, dass die Idylle bedroht ist - denn es gibt Ereignisse in ihrer Vergangenheit, die sie ihrem Mann und ihren Kindern stets eisern verschwiegen hat. Wie lange aber kann sie die Fassade der glücklichen Familie noch aufrechterhalten? Als sie dann plötzlich ihrer Jugendliebe Alexis gegenübersteht, ahnt sie, dass diese Begegnung erst der Anfang einer Verkettung von Ereignissen ist, die ihrer aller Leben auf eine harte Bewährungsprobe stellt ...

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman "Das Orchideenhaus" stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 624
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641174187
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Helena's Secret
    Größe: 1726 kBytes
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Helenas Geheimnis


K apitel 1

"Ich weiß nicht genau, wo wir sind. Wir müssen mal kurz anhalten."

"Verdammt, Mum! Es ist stockdunkel, und wir hängen über einem Abgrund! Hier gibt es nichts, wo wir mal kurz anhalten können."

"Immer mit der Ruhe, mein Schatz. Ich finde schon eine Stelle, wo ich gefahrlos ranfahren kann."

"Gefahrlos? Dass ich nicht lache! Hätte ich das gewusst, hätte ich meine Steigeisen und meinen Eispickel mitgebracht."

"Da oben ist eine Parkbucht." Ruckelnd steuerte Helena den ungewohnten Leihwagen um die Serpentine und brachte ihn in der Bucht zum Stehen. Nach einem Blick auf ihren Sohn, der sich die Augen zugehalten hatte, legte sie ihm beschwichtigend eine Hand aufs Knie. "Jetzt kannst du wieder schauen." Sie äugte durchs Fenster in das Tal, das tief unter ihnen lag, und auf die entlang der Küste funkelnden Lichter. "Es ist wunderschön", murmelte sie.

"Nein, Mum, es ist nicht 'wunderschön'. 'Wunderschön' wird es erst sein, wenn wir nicht mehr irgendwo in einem fremden Land im Outback herumirren, keine drei Meter von einem Steilhang entfernt, der, wenn wir abstürzen, unseren sicheren Tod bedeutet. Haben sie hier noch nie was von Leitplanken gehört?"

Ohne auf ihn zu achten, tastete Helena nach dem Schalter für die Innenbeleuchtung. "Schatz, gib mir doch mal die Karte." Alex reichte sie ihr, und Helena starrte mit suchendem Blick darauf.

"Mum, sie steht auf dem Kopf", sagte Alex.

"Schon gut." Sie drehte die Karte um. "Immy schläft noch?"

Alex schaute nach hinten zu seiner fünfjährigen Schwester, die quer über dem Rücksitz lag und fest ihr Plüschlämmchen an sich gekuschelt hielt. "Ja, und das ist auch gut so. Sonst würde diese Fahrt sie für den Rest ihres Lebens traumatisieren. Wenn sie sehen würde, wo wir gerade sind, würde man sie nie wieder in eine Achterbahn bekommen."

"Gut, jetzt weiß ich, wo ich mich verfahren habe. Wir müssen wieder den Berg runter ..."

"Den Steilabhang", präzisierte Alex.

"... beim Schild nach Kathikas links abbiegen und der Straße folgen. Hier." Helena reichte Alex die Karte zurück und legte den Gang ein, den sie für den Rückwärtsgang hielt. Der Wagen machte einen Satz nach vorn.

"Mum! Um Gottes willen!"

"Entschuldigung." Helena wendete unbeholfen und lenkte den Wagen wieder auf die Straße.

"Ich habe gedacht, du wüsstest, wo das Haus ist", brummte Alex.

"Mein Schatz, als ich das letzte Mal hier war, war ich gerade zwei Jahre älter als du. Im Klartext, das ist fast vierundzwanzig Jahre her. Aber wenn wir im Dorf sind, erkenne ich es bestimmt wieder."

"Wenn wir das Dorf jemals erreichen."

"Jetzt sei doch nicht so miesepetrig!" Erleichtert sah Helena den Wegweiser nach Kathikas vor sich auftauchen und bog ab. "Es lohnt sich, du wirst schon sehen."

"Nicht mal ein Strand ist in der Nähe. Außerdem kann ich Oliven nicht leiden. Und die Chandlers erst recht nicht. Rupert ist ein Arschlo..."

"Alex, jetzt reicht's! Wenn du nichts Positives zu sagen hast, dann halt bitte den Mund und lass mich fahren."

Während Helena aufs Gaspedal trat, damit der Citroën den steilen Anstieg bewältigte, verfiel Alex in mürrisches Schweigen. Helena bedauerte, dass das Flugzeug Verspätung gehabt hatte und sie erst kurz nach Sonnenuntergang in Paphos gelandet waren. Bis sie durch den Zoll waren und ihren Leihwagen übergeben bekommen hatten, war es Nacht gewesen. Dabei hatte sie sich so auf diese Fahrt in die Berge gefreut und darauf, an diesen ganz besonderen Ort ihrer Kindheit zurückzukehren und ihn durch die Augen ihrer eigenen Kinder neu zu entdecken.

Aber andererseits, dachte sie, entsprach das Leben im Grunde nur selten den Erwartungen, vor allem nicht, wenn es um kostbare Erinnerungen ging. Und ihr war klar, dass sie den Sommer, den sie als Fünfzehnjährige hier im Haus ihres Patenonkels verbracht hatte, im Rückblick verklärte.

A

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