text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

HELL WALKS - Der Höllentrip Roman von Dunwoody, David (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.06.2017
  • Verlag: Luzifer Verlag
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

HELL WALKS - Der Höllentrip

Fast über Nacht erscheinen massive Superstürme rund um den Globus. Diese konvergieren in der Arktis und zu einem apokalyptischen Megasturm, stören weltweit Wetter-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme. Es herrscht Chaos ... dann verebbt der Sturm, die Wolken teilen sich - doch nur, um die wahre Bedrohung preiszugeben. Höllengänger wird es genannt. Es ist sieben Meilen hoch, und jeder seiner Schritte verursacht Katastrophen, deren Auswirkungen über die Kontinente hereinbrechen. Aus seinem Leib schlüpfen aggressive Monster - jedes für sich in der Lage, eine ganze Stadt auszulöschen. Ohne etwas über die Herkunft dieser Monster zu wissen, sieht sich die Menschheit mit dem Albtraum ihrer eigenen Ausrottung konfrontiert. Einige Jahre später kommt der Höllengänger zur Ruhe. Er erstarrt, nur seine Nachkommen toben weiter über den Erdball. Frank Eckman führt eine Gruppe Überlebender an, immer darum bemüht, eine Konfrontation mit den Wesen zu vermeiden. Dann beginnen Visionen über den schlafenden Riesen Frank zu plagen. Er glaubt, den Schlüssel zur Beendigung dieser Apokalypse gefunden zu haben. Doch hoch über den Wolken erwacht der Höllengänger ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 02.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958351363
    Verlag: Luzifer Verlag
    Größe: 2336 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

HELL WALKS - Der Höllentrip

Kapitel 1

"Ich habe noch nie einen Toten von denen gesehen", wisperte Caitlin.
"Ich auch nicht", erwiderte Frank. Er sprach kaum lauter als im Flüsterton, doch in dem Vakuum, das sich um die Gruppe herum gebildet zu haben schien, hörte man ihn trotzdem so deutlich wie einen Trompetenstoß. Atmete überhaupt jemand? Frank definitiv nicht, aber es war auch keineswegs so, dass er in dieser Hinsicht immer eine Wahl hatte. Bei solch einer Witterung - der feuchten Kälte, die einem Aprilmorgen vorausging - kam ihm seine Lunge besonders schwach vor. In letzter Zeit hatte es kaum Regen gegeben, doch das Gras war trotzdem glitschig vom Tau und die Luft, die sich wie Öl auf der nackten Haut anfühlte, wehte nur träge. Davon wurde Frank übler und übler.
Caitlin kniete gerade hinter einer Zementplatte, die womöglich einmal Teil eines Splitterschutzwalls gewesen war. Diese stand im schrägen Winkel versenkt in der Erde, so als sei sie in die Luft geschleudert worden und dann einfach gefallen, was durchaus wirklich so geschehen sein könnte, allerdings vor langer Zeit. Denn Moos wuchs mittlerweile auf der Oberfläche und in den klaffenden Rissen, die an Lichtblitze erinnerten.
Frank wollte es ansprechen, doch Caitlins Schwester kam ihm zuvor: "Die Wand ist nicht sicher, kommt rüber", bat sie Autumn und winkte. Ihre Stimme klang bevormundend, und sie zischte lauter, als ihnen allen lieb war. Frank hörte jemanden, der hinter ihm kauerte, seufzen, bestimmt Dodger, der damit sichergehen wollte, dass man ihn wenigstens hörte, wenn ihm gerade einmal keine sarkastische Bemerkung zu allem einfiel. Caitlin ihrerseits schnitt nicht einmal eine Grimasse für ihre Schwester, stattdessen zog sie sich von der Platte zurück und ging zu Autumn, die nun im Schatten eines Autos stand. Es schien wohl ein Kleinwagen gewesen zu sein, wie ihn Frank einmal zu einer Werbeagentur gefahren hatte, für die er zweifelhafte Werbetexte für fettfreie Süßigkeiten geschrieben hatte, der nun aber ausgeschlachtet worden war. Beim Gedanken an Schokolade lief ihm das Wasser im Mund zusammen. Gott, wie lange war es her, dass er Schokolade gegessen hatte?
"Hast du je einen Toten gesehen?", fragte Caitlin Chia.
Im Gesicht des alten Mannes vertieften sich die Falten, als er schmerzlich lächelte und sich die feuchten, grauen Strähnen von der Stirn schüttelte. "Noch nie, Mäuschen. Nur davon gehört, Bilder gesehen, aber von echten Toten haben wir uns immer ferngehalten." Chia hörte sich an, als bedauere er, dass es dieses Mal anders gekommen war, doch sie hatten nicht selbst entscheiden können, weil ...
Nun ja, dieses Thema jetzt aufzurollen ist unnötig , dachte Frank. Sie waren acht Männer und Frauen, kauerten hinter einer Reihe defekter, ramponierter PKWs und warteten darauf, dass der Morgen graute, um sich am albtraumhaften Anblick eines toten Riesen zu ergötzen. "Es ist eben, wie es ist. Jetzt lasst euch alle einfach nieder und tut so, als würdet ihr sonntags in der Kirche auf einer Bank sitzen. Mensch, vielleicht ist ja heute sogar Sonntag."
Nachdem sie Chias Worte gehört hatte, schien Caitlin nicht mehr ganz so versessen darauf zu sein, einen echten Toten zu sehen." Es gab eine Zeit, da hätte die 19-Jährige wahrscheinlich auf ein Smartphone gestarrt und sich so der schrecklichen Anspannung und Neugierde entzogen, welche die Gruppe nun ergriffen hatte. Mann, Frank wäre es nicht anderes gegangen. So sehr er auch stets angeprangert hatte, wie Handys die Menschen voneinander entfremdeten, war er jener kleinen Blase der Isolation selbst nicht gerade selten verfallen, besonders in Wartezimmern, Fahrstühlen, Bussen oder an Thanksgiving. Diese Erfindung gab es jetzt, soweit er wusste, nicht mehr. Die einzigen Neuigkeiten und Informationen erhielt man nur noch durch hautnahes Erleben oder Berichte anderer Nomaden, dene

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen