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Herbstzauber unter den Sternen (Teil 4) Roman von Hepburn, Holly (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2018
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Herbstzauber unter den Sternen (Teil 4)

Als die Tage langsam kürzer werden und ein knisterndes Kaminfeuer das Pub in gemütliches Licht taucht, erscheint ein unerwarteter Besucher in Little Monkham - und Nessie steht plötzlich vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens. Doch viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihr im vierten Teil nicht, denn die Schwestern stecken mitten in den Vorbereitungen für eine große Halloween-Party. Und dann braucht auch noch eine alte Freundin dringend ihre Hilfe ...

Holly Hepburn liebt es, Menschen zum Lächeln zu bringen - und sie liebt ihre Katze Portia. Sie hat in der Marktforschung und als Model gearbeitet, ihr großer Traum war aber schon immer das Schreiben. Sie lebt in der Nähe von London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 01.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641235949
    Verlag: Penguin Verlag
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Herbstzauber unter den Sternen (Teil 4)

Kapitel sechsundzwanzig

"Nessie?"

Nessie war gerade dabei, ein Laken auf die Matratze des Himmelbetts in einem der Gästezimmer zu ziehen, als Connor, der neue Kellermeister, hereinstürmte. Sie musste aufhören, ihn als "neu" zu bezeichnen, ermahnte sie sich selbst - er arbeitete schon seit Juni im Star and Sixpence, als zeitweilige Vertretung, die dann zu einer dauerhaften geworden war, nachdem Joss deutlich gemacht hatte, dass er nicht wiederkommen würde. Nun war Anfang Oktober, und Connor war genauso Teil des Teams wie sie und ihre Schwester Sam.

"Ist alles in Ordnung?", fragte sie stirnrunzelnd. Es war untypisch für ihn, nach oben in die Gästezimmer zu kommen - sein eigentliches Territorium waren die Bar und der Keller. Wenn sie es nicht besser wüsste, würde sie sogar sagen, er sah beunruhigt aus, zumindest so beunruhigt, wie ein kräftiger vierzigjähriger Ex-Feuerwehrmann aussehen konnte.

"Da ist ein Mann in der Bar, der nach dir gefragt hat."

"Nach mir?", fragte Nessie verwundert. Das konnte kein Stammkunde sein - Connor würde nicht so skeptisch aussehen, wenn es jemand wäre, den er kannte. Vielleicht ein Journalist, der wegen der Geschichte mit Sam herumschnüffelte? In den Tagen nach dem großen Artikel im Sunday Planet waren sie ziemlich aufdringlich gewesen und hatten andauernd versucht, Nessie einen Kommentar über den skandalösen Flirt ihrer Schwester mit Lord Pargeter aus der Nase zu ziehen. Die meisten hatten mittlerweile aufgegeben, doch auch wenn die Story inzwischen ziemlich abgekühlt war, manche Journalisten konnten ganz schön hartnäckig sein.

"Er hat ausdrücklich nach dir gefragt", sagte Connor. "Mrs. Nessie Blake. Kein Firmenname, keine Visitenkarte. Sagte nur, ich solle dir ausrichten, dass du ihn erkennst, wenn du ihn siehst."

Bevor das Pargeter-Debakel ihre Leben auf den Kopf gestellt hatte, hätte Nessie vielleicht Sam geschickt, um zu sehen, wer es war. Aber ihre Schwester hielt sich auch jetzt immer noch, so oft es ging, aus der Bar fern. Und außerdem war sie sowieso nicht im Haus: Sie ließ sich gerade die Haare schneiden. Nessie war auf sich gestellt.

Sie war übervorsichtig, sagte sie sich schließlich; das war bestimmt nur ein Vertreter oder sonst jemand, der ihren Namen an der Pubtür hatte stehen sehen. "Okay", sagte sie und straffte die Schultern. "Gib mir eine Minute, um das hier fertig zu machen, dann komme ich."

Als sie die Treppe ins Pub hinunterging, war Nessie davon überzeugt, dass es jemand aus der Brauerei sein musste, auch wenn das eigentlich an einem Samstag sehr ungewöhnlich wäre. Jedenfalls war sie vollkommen unvorbereitet, als sie plötzlich ihren Ehemann an der Bar stehen sah.

"Hallo, Nessie", sagte Patrick. Um seine blauen Augen spielte ein Lächeln, das sie früher einmal unwiderstehlich gefunden hatte. "Wie schön, dich zu sehen."

"Ich kann gar nicht fassen, wie gut du aussiehst", sagte Patrick und ließ seinen Blick mit unverhohlener Bewunderung über ihr Gesicht und ihr Haar schweifen. "Warst du schon immer so umwerfend?"

Nessie lächelte peinlich berührt. Sie saßen versteckt in einer Nische des Pubs, verborgen vor den neugierigen Blicken der Mittagsstammgäste, aber trotzdem wusste sie, dass die Tatsache, dass ihr Mann sie besuchte, sich wie ein Lauffeuer im Dorf verbreiten würde. Allerdings hatte das natürlich auch nichts zu bedeuten. Warum sollte Patrick sie nicht besuchen? Sie hatten sich letztes Jahr einvernehmlich getrennt; ihre fünfzehnjährige Beziehung hatte sich langsam von Liebe in Freundschaft gewandelt, und dann waren sie zu einer Art Wohngemeinschaft geworden, die eine gemeinsame Geschichte hatte, sonst aber nicht mehr viel verband. Es war seltsam, ihn hier zu sehen, dachte sie. Sein Gesicht war so vertraut, aber auch so fehl am Platz, dennoch konnte sie nicht leugnen, dass ihr Herz einen winzigen Satz gemacht hatte bei seinem Anblick. Deshalb und wegen sei

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