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Herz an Herz von Kendrick, Sharon (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.12.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Herz an Herz

Niemals hätte der smarte Bankdirektor Paulo Dantas gedacht, dass er jemals in eine so schwierige Situation kommen würde: Seit Isabella, die Tochter seines langjährigen Freundes Luis Fernandes, zu ihm nach London geflüchtet ist, gerät er jeden Tag in Versuchung. Isabella, die nach einem One-Night-Stand schwanger wurde, ist, wie Paulo glaubt, nur zu ihm nach London gekommen, weil sie Angst hatte, dass ihr strenger Vater von ihrem Zustand erfahren könnte. Niemals kann Paulo diese Notsituation ausnutzen - auch wenn Isabella ihn noch so verführerisch umgarnt. Er ahnt nicht, dass sie schon seit Jahren heimlich für ihn schwärmt und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich in seinen Armen glücklich zu werden...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 23.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733766412
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 903 kBytes
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Herz an Herz

2. KAPITEL

"Isabella!", rief eine Frauenstimme vom Fuß der Treppe. "Könnten Sie schleunigst runterkommen?"

In ihrem Zimmer im Dachgeschoss des hässlichen Hauses im nachgeahmten georgianischen Stil, das auf einem großen Grundstück in einer Nobelgegend stand, richtete Isabella sich seufzend auf. Eigentlich hatte sie jetzt frei. Sie müsse sich schonen, hatte der Arzt ihr beim letzten Besuch dringend geraten. Doch das war leichter gesagt als getan.

Was wollte sie jetzt schon wieder von ihr, diese laute, anstrengende Familie? Konnte man sie nicht einmal fünf Minuten in Ruhe lassen?

Reichte es nicht, dass sie von frühmorgens bis spätabends arbeitete und sich um die lebhaften Zwillinge der Familie Stafford kümmerte? Von Au-pair-Mädchen wurde erwartet, dass sie halfen, die Kinder zu beaufsichtigen, und leichte Hausarbeit übernahmen. Dabei musste ihnen jedoch auch genug freie Zeit für das Studium und sich selbst bleiben. Ganz sicher durfte von ihnen nicht verlangt werden, unentgeltlich Abend für Abend zu kochen, sauber zu machen, zu bügeln, zu nähen und auf die Kinder aufzupassen.

Manchmal fragte Isabella sich, warum sie sich das alles gefallen ließ. War sie schwach? Oder schlichtweg dumm?

Dennoch wusste sie genau, warum sie sich gegen diese schäbige Behandlung nicht auflehnte. Sie brauchte nur in den Spiegel zu blicken. Ihr blieb keine andere Wahl. Ihr Bauch war so dick wie eine überreife Wassermelone, und Mrs Stafford hatte sich als Einzige bereit erklärt, die werdende Mutter mit dem ungeborenen Baby aufzunehmen.

Natürlich hätte Isabella jederzeit nach Brasilien, zur Ranch, zurückkehren können. Aber wie konnte sie ihrem Vater in diesem Zustand gegenübertreten?

Als sie erfahren hatte, dass das Ergebnis des Schwangerschaftstests positiv war, hatte sie in ihrer Hilflosigkeit einfach nicht den Mut aufgebracht, ihrem Vater die Wahrheit zu gestehen.

Und je länger sie mit dem Geständnis gezögert hatte, umso schwieriger war es ihr erschienen. So war es ihr schließlich leichter gefallen, nach England zu fliehen. Zu Paulo. Doch gerade weil sie ihn ihr Leben lang vergöttert hatte, war sie dann zu stolz gewesen, sich ihm anzuvertrauen.

Zu jenem Zeitpunkt hatte sie es als einzigen Ausweg gesehen, bei den Staffords unterzukommen. Doch inzwischen bereute sie diese Entscheidung längst. Vielleicht auch, weil sie die beiden Männer enttäuscht hatte, die sie liebten.

"Isa-bella!"

Sie widerstand der Versuchung, ihrer Chefin die Meinung zu sagen, und stand schwerfällig vom Bett auf, um in bequeme Hausschuhe zu schlüpfen. Das einzig Annehmbare an ihrer Schwangerschaft war die lockere, ungezwungene Kleidung, die sie nun tragen konnte.

"Ich komme", rief sie und ging langsam nach unten.

Die Zwillinge kamen aufgeregt aus dem Wohnzimmer gestürmt. Charlie und Richie waren sieben und schienen es als ihre Lebensaufgabe zu betrachten, ihrem Au-pair-Mädchen das Leben schwer zu machen. Dennoch mochte sie die beiden Jungen mit den großen Augen, dem schalkhaften Lächeln und ihrer schier unerschöpflichen Energie.

Rosemary Staffords Erziehungsmethoden entsprachen nicht gerade Isabellas Vorstellungen, doch gelang es ihr meist, die beiden Rangen irgendwie in den Griff zu bekommen.

Sie hatte versucht, den Zwillingen abzugewöhnen, den ganzen Tag mit Videospielen und Fernsehen zu verbringen. Anfangs hatten die beiden lautstark dagegen protestiert, doch nachdem Isabella dazu übergegangen war, ihnen abends Geschichten vorzulesen, hatten die Kinder sich damit abgefunden und genossen es anscheinend sogar.

"Du hast Besuch, Bella!", erklärte Richie.

"So? Wer ist es denn?"

"Ein Mann!"

Isabella blickte verständnislos drein. Wer konnte das sein? "Aber ich kenne keine Männer", behauptete sie.

An der Wohnzimmertür erschien Richies Mutter. "Na ja, das dürfte etwas übertrieben sein", bemerkte sie leise mit einem bedeutsamen Blick auf I

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