text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Herz in der Hand Someone Forever - Gay Romance von White, Alica H. (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Herz in der Hand

Dominic ist sehr verliebt in Frederic. Sein Freund verbirgt seine Homosexualität aber vor der Öffentlichkeit. Als Gerüchte aufkommen, von denen Frederic geschäftliche Nachteile befürchtet, legt der sich eine Fake-Freundin zu. Dominic muss dabei mit Eifersucht und Zurücksetzung kämpfen. Er durchlebt eine rasante Achterbahnfahrt der Gefühle. Eine mitreißende Gay-Romance über die Macht der Gefühle Diese Einzelversion bietet mehr Erotik als die Version im Sammelband. Dies ist die Liebesgeschichte von Frederic und Dominic aus 'Somebody Perfect?', mit einer Leseprobe aus diesem Roman. Neue Ergänzung in 2017: Bonuskapitel 'Frederic' Über die Autorin: Alica H. White schreibt lebendige Romane über das Leben und die Liebe. Meistens romantisch, manchmal witzig und manchmal auch frech - immer von wahren Ereignissen inspiriert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 111
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739649542
    Verlag: BookRix
    Größe: 866 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Herz in der Hand

1. Schöne Bescherung

Weihnachten - das Fest der Familie.

Meine Mutter legt sich dabei immer kräftig ins Zeug, unser Wohnzimmer ist geschmückt wie ein Dekorationsladen. Dabei wird dem Tischschmuck besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Das Kerzenlicht bricht sich in den vielen Glaskristallen und Weihnachtskugeln, die zwischen kleinen Tannenzweigen kunstvoll arrangiert sind. Mit einem Kinderchor im Hintergrund, der irgendwelche Weihnachtslider säuselt, essen wir schweigend unseren Weihnachtskarpfen. Eigentlich mag den keiner, aber er wird seit Generationen am Heiligabend in unserer Familie gegessen.

"Für die Eichbergers ist es dieses Jahr ein ganz besonderes Fest, mein Junge. Der Benjamin verlobt sich mit der Sarah, da ist wohl etwas Kleines unterwegs. Ein bisschen neidisch bin ich ja schon. Du hast uns noch nicht einmal eine Freundin nach Hause gebracht", bricht meine Mutter das Schweigen. Gefördert durch den intensiven Genuss ihres Lieblingsaperitifs, Sherry, bringt sie dieses Thema jedes Weihnachtsfest in diversen Varianten auf den Tisch.

Ich kann mir einen tiefen Seufzer nicht verkneifen. Noch immer habe ich meinen Eltern meine Neigung nicht gestanden, dabei bin ich jetzt mittlerweile Neunundzwanzig. Ich weiß seit der Pubertät, dass ich schwul bin. Anfangs hatte ich sogar Selbstmordgedanken, aber irgendwann reifte in mir die Erkenntnis, dass es Schlimmeres gibt. Allerdings bin ich mir immer noch nicht sicher, ob meine Eltern das genauso sehen. "Hm hm", murmle ich möglichst gelassen.

Was soll ich nur Sinnvolles erwidern?

Ich lasse meinen Blick abwesend über die handgeschnitzte Weihnachtskrippe schweifen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Outing?

Mit diesem quälenden Gedanken schiebe ich die längst fällige Aktion jedes Jahr wieder vor mir her. Es muss ja nicht an Weihnachten sein, rede ich mir dann ein. Aber außerhalb der Feiertage passt es natürlich auch nie. Meine große Liebe, Frederic, will nicht öffentlich zu seiner Homosexualität stehen. Damit entfällt eigentlich auch für mich die Motivation, diesen unangenehmen Pfad zu beschreiten.

Doch heute sehen mich beide Elternteile erwartungsvoll an. "Bring doch endlich mal deine Freundin mit zu uns. Du hast doch sicher eine, so hübsch wie du bist und ein fantastische Partie dazu", lässt meine Mutter nicht locker.

Mein Blick fällt auf die große Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge. Angetrieben durch die Wärme der Kerzen drehen sich die Holzfiguren immer im Kreis, so wie meine Gedanken.

Soll ich die Gelegenheit nutzen und jetzt reinen Tisch machen?

"Dominic, ich finde auch, es wird langsam Zeit, sesshaft zu werden. Du hast dir wirklich lange genug die Hörner abgestoßen", hakt mein Vater nach. Damit mischt er sich erstmals in dieses leidige Thema ein. "Ich will schließlich irgendwann die Kanzlei abgeben. Es wäre doch schön zu wissen, dass sie, nach deiner, noch eine weitere Generation bestehen bleibt."

Natürlich, unsere altehrwürdige Anwaltskanzlei ist mal wieder das Wichtigste! Dabei, so verständnisvoll klingt er eigentlich nie. Da kommt bestimmt noch etwas! Der Aperitif muss ihn milde gestimmt haben. Mich beschleicht so ein Gefühl, dass ich diesmal nicht so leicht davon kommen werde. Meine Eltern werden keine Ruhe geben, nicht, wenn mein Vater jetzt auch noch anfängt zu drängen. "Was ich will hat euch doch noch nie interessiert! Ich habe keine Freundin und ich will auch keine", ein kläglicher Versuch, das drohende Übel abzuwenden.

"Was soll das heißen? Es wird doch sicher irgendeine Kandidatin deinen, und unseren, Ansprüchen genügen. Manchmal muss man einfach seine eigenen Wünsche zurückstellen, zum Wohle der Familie." Na bitte, da ist er ja wieder: Der Despot! Omi mümmelt unbeteiligt ihren Brei in sich hinein. Sie ist dement und kann nur noch Brei allein essen, der Gebrauch von Messer und Gabel überfordert sie. Deshalb wurde ihre Port

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen