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Herz und Tal Roman von Lukas, Jana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Herz und Tal

Wenn dein Herz Kopf steht ist alles möglich ...
Emilia Jonasson braucht einen Neuanfang. Einen, der sie so weit von Bremen wegbringt, wie möglich. Doch ihr neuer Lebensabschnitt im wunderschönen Chiemgau beginnt mit einer mittleren Katastrophe: Ihre zukünftige Wohnung steht unter Wasser und sie muss vorübergehend in den Kastanienhof ziehen. Dort lernt sie nicht nur die sympathische Wirtin Theresa Leitner kennen, sondern auch deren faszinierenden Zwillingsbruder Max. Emilias Herz stolpert, wenn Max sie ansieht, ihre Finger kribbeln, wenn sie sich berühren. Als ihr jedoch bewusst wird, dass Max so seine Geheimnisse hat, beschließt sie, auf Abstand zu gehen. Nicht noch einmal wird sie sich das Herz von einem Mann brechen lassen. Doch für manche Dinge lohnt es sich vielleicht, über seinen Schatten zu springen ...

Was tun, wenn man zwei Traumberufe hat? Jana Lukas entschied sich nach dem Abitur, zunächst den bodenständigeren ihrer beiden Träume zu verwirklichen und Polizistin zu werden. Nach über zehn Jahren bei der Kriminalpolizei wagte sie sich an ihren ersten romantischen Thriller und erzählt seitdem von großen Gefühlen und temperamentvollen Charakteren. Denn ihr Motto lautet: Es gibt nicht viele Garantien im Leben ... aber in ihren Romanen ist zumindest ein Happy End garantiert. Immer!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 09.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641219543
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher .42230
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Herz und Tal

1

"Notrufzentrale."

"Hallo? Hören Sie? Ich brauche die Feuerwehr."

"Sagen Sie mir bitte Ihren Namen, und nennen Sie den Grund Ihres Notrufes."

"Sendlmayr ist mein Name. Elisa Sendlmayr. Dieser Dackel über mir hat wahrscheinlich wieder einmal zu viel von seinem Grünzeugs geraucht. Ich meine, es ist mir ja egal, was er in seinem Schlafzimmer anbaut oder ob er die Pflanzen im Sommer auf den Balkon stellt. Die Sonne tut ihnen gut, behauptet er immer. Und ich muss schon sagen, so rein optisch sehen die ja schon hübsch aus, aber ..."

"Frau Sendlmayr, nennen Sie mir bitte den Grund Ihres Notrufes. Warum benötigen Sie die Feuerwehr?"

"Ach so, ja. Ich glaube, die Bewässerungsanlage der Hanfplantage ist kaputt. Es tropft durch meine Decke, und zwar direkt auf meinen Biedermeier-Sekretär. Er ist ein Erbstück ..."

Emilia schloss die Wohnungstür ab und ging langsam die Treppe hinunter. Die dritte Stufe von oben knarrte, wie sie es an jedem Tag der vergangenen viereinhalb Jahre getan hatte. Im Sonnenlicht, das durch das schmale Oberlicht fiel, tanzten Staubkörner um sie herum, als freuten sie sich, dass Emilia endlich auszog und die Stadt verließ.

Ein letztes Mal ließ sie ihre Finger über das alte Holzgeländer gleiten, das die jahrzehntelangen Berührungen unzähliger Hände glatt geschliffen hatten. Im Erdgeschoss atmete sie tief ein und zog die Haustür auf. Der Schritt über die Schwelle symbolisierte das Ende ihres bisherigen Lebens - und den Neuanfang, den sie so dringend brauchte.

Der sentimentale Moment wurde durch das Klingeln ihres Handys unterbrochen. Emilia schüttelte über sich selbst den Kopf, trat in den kühlen, norddeutschen Sommermorgen und fischte das Telefon aus der Handtasche. "Jonasson."

"Miriam Leitner hier. Gut, dass ich Sie erreiche, Frau Jonasson."

Emilia runzelte die Stirn. Sie warf den Schlüssel in den Briefkasten. Wie von selbst fuhr ihr Zeigefinger über die Stelle, an der bis gestern ihr Namensschild geklebt hatte.

Dann riss sie sich zusammen. Wenn die künftige Vermieterin am Tag des Umzuges anrief, verhieß das nichts Gutes. "Gibt es ein Problem mit der Wohnung?"

Die Frau am anderen Ende seufzte. "Das kann man wohl sagen. Ihr Nachbar hat sich als Gärtner betätigt und sich an ein paar illegalen Substanzen versucht. Um es kurz zu machen, die Bewässerungsanlage seiner Hanfplantage hat das halbe Haus unter Wasser gesetzt."

"Meine Wohnung steht unter Wasser?" Emilia warf einen Blick auf den Umzugswagen. Die Männer mit den blauen Latzhosen luden gerade die letzten drei Kartons auf die Ladefläche. Sie hatte bewusst darauf verzichtet, für den Auszug um Hilfe zu bitten. Ihre Entscheidung, ein neues Leben zu beginnen, war auf Unverständnis gestoßen und galt in ihrem Familien- und Freundeskreis gemeinhin als Kurzschlussreaktion, die sie in einer Woche zutiefst bereuen würde.

"Unter Wasser stehen ist gut", holte Frau Leitner sie aus ihren Gedanken. "Der Bauinspektor war da. Das Haus ist im Moment nicht bewohnbar. Es tut mir wirklich leid."

"Aber ..."

Miriam Leitner schien sie nicht zu hören. "Dieser Vollidiot. Alle haben mich gewarnt. Habe ich auf irgendjemanden gehört? Natürlich nicht. Ich wollte diesem armen Philosophiestudenten eine Chance geben, auch wenn er schon im dreizehnten Semester war. Und er hat ja immer pünktlich seine Miete gezahlt. Jetzt weiß ich, wie er an das Geld dafür gekommen ist. Hätte er nicht Peyote-Kakteen anbauen können? Die machen auch high - und brauchen kein Wasser."

"Frau Leitner!", unterbrach Emilia den Redeschwall.

"Oh, ja. Entschuldigung. Ich schweife ab. Wie gesagt, die Wohnung steht unter Wasser und wird für etwa zwei Monate nicht bewohnbar sein. Das Haus muss komplett saniert werden."

Emilia rieb mit dem Zeigefinger über die Stelle zwischen ihren Brauen, die bedenklich zu pochen begann. "Was soll ich jetzt tun? Der Umzugswagen ist bereit zur Ab

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