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Herzensflammen: Ein Roman aus der Zeit der Völkerschlacht von Hastings, Susan (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Herzensflammen: Ein Roman aus der Zeit der Völkerschlacht

Eine Liebe in Zeiten des Krieges: Der mitreißende historische Roman »Herzensflammen« von Susan Hastings jetzt als eBook bei dotbooks. 1811 in Leipzig: Die Bevölkerung leidet unter der französischen Besatzung und auch Karl kann sich als Schustergehilfe nur mit Mühe und Not über Wasser halten. Sein einziger Lichtblick in diesen dunklen Tagen ist Friederike, die hübsche Tochter des Milchhändlers. Das selbstbewusste Mädchen ist für ihn jedoch unerreichbar, scheint sie doch vom jungen Studenten Philipp zu träumen. Um sie zu beeindrucken und ihre Liebe zu gewinnen, will Karl sich auf dem Feld der Ehre beweisen und drängt darauf, sich den sächsischen Truppen anzuschließen. In den Wirren des nahenden Krieges werden Karl und Friederike auseinandergerissen: Während Karl um sein Überleben kämpft, gibt er die Hoffnung doch nie auf, seine große Liebe wiederzufinden - und endlich ihr Herz zu gewinnen ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der bildgewaltig erzählte historische Roman »Herzensflammen« von Susan Hastings lässt die Zeit der Völkerschlacht bei Leipzig lebendig werden. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Susan Hastings ist gelernte Geologin und war lange als Sachverständige für Geologie und Ökologie tätig. Ein Mentor im Studium entdeckte ihr schriftstellerisches Talent und motivierte sie dazu, dieses Talent zu verfolgen. Zunächst schrieb sie dann Kurzgeschichten, später zahlreiche Liebes- und Historienromane, die sie unter verschiedenen Pseudonymen erfolgreich veröffentlichte. Bei dotbooks sind von Susan Hastings auch die folgenden historischen Romane erschienen: »Das Vermächtnis der Druidin«, »Die Sehnsucht der Nonne«, »Der schwarze Magier«, »Die Liebe der Wollhändlerin«, »Herzensflammen« und »Die Himmelsträumerin« sowie die historischen Liebesromane »Die Leidenschaft des Wikingers«, »Die Sklavin und der Wikinger«, »Die Geliebte des Wüstenkriegers«, »Das Verlangen des Gladiators«, »In den Armen des Raubritters«, außerdem »Irische Träume« und »Dark Heat - Gefährliche Leidenschaft«. Drei ihrer historischen Liebesromane sind auch als Sammelband unter dem Titel »Verführt - Im Bann der Krieger« erhältlich, mit den Romanen »Die Leidenschaft des Wikingers«, »Das Verlangen des Gladiators« und »Die Geliebte des Wüstenkriegers«. Die Website der Autorin: www.susan-hastings.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 379
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783966555371
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1900 kBytes
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Herzensflammen: Ein Roman aus der Zeit der Völkerschlacht

Oskar Hempel

Die Leipziger Fleischergasse wimmelte von Menschen, Karren und Getier. Gesäumt von unansehnlichen Fachwerkhäusern, teils mit vorspringendem Oberstockwerk, verlief die Gasse abschüssig und krumm zum Ranstädter Tor hinab. Unzählige Geräusche mischten sich mit dem strengen Geruch nach Unrat, Küchendunst, Abwasser und Rauch. Das Schnattern aufgeregter Gänse übertönte bisweilen das Rumpeln der Fuhrwerke, die Ochsentreiber und Mietkutscher schrien sich den Weg frei und vor dem »Roten Krebs« versuchte der Wirt unter wüstem Schimpfen die Hinterlassenschaft eines Ochsengespanns zu beseitigen. Zudem war die krumme Gasse viel zu schmal für die breiten Karren.

Mitten durch dieses Gewirr bahnten sich zwei recht unterschiedlich aussehende Männer ihren Weg. Der eine war jung, lang aufgeschossen, etwas ungelenk. Er trug eine zu kurze Hose, die seine dünnen Waden preisgab, eine geflickte Weste über dem groben Hemd und eine Mütze von unbestimmter Form. Seine Füße steckten in hölzernen Pantoffeln, die über das Kopfsteinpflaster klapperten. Der andere war deutlich älter, sein Rücken gekrümmt und sein Gang steif. Auch er trug einfache Kleidung, allerdings reicht seine Hose bis zu den Knöcheln, das Hemd von undefinierbarer Farbe wurde von einer Jacke aus grobem Stoff verdeckt. Auf dem Kopf trug er eine ähnliche Mütze wie sein jüngerer Begleiter. Es war Schuster Oskar Hempel mit seinem Lehrjungen Karl Fritzsche.

Dank seiner langen dünnen Beine war Karl immer einen Schritt schneller als der von Alter und Arbeit gebeugte Schuster. Bis dieser mit seinen knotigen Fingern seinen Lehrling an der Schulter packte und unsanft zurückzog.

»Es gehört sich nicht, vor dem Meister zu laufen«, knurrte Oskar Hempel unwirsch und atmete dabei mühsam.

»Jawohl, Meister.« Karl bemühte sich nun um kleinere Schritte und musste dabei ständig entgegenkommenden Passanten ausweichen. Sie befanden sich auf dem Weg zum Fleischmarkt in der Nähe des Brühls, wo seit dem Mittelalter die Gerber ihr stinkendes Gewerbe hatten. Ein Stück weiter handelten die Juden mit Pelzen und Fellen.

Karl hatte Schuster Hempel aus Versehen bereits wieder überholt, als es einen gewaltigen Knall gab. Zwei Karren hatten sich mit den Rädern ineinander verhakt. Der Ochsentreiber schlug wütend auf seine Tiere ein. Als von dem Karren schließlich das Rad absprang, gerieten die mächtigen Tiere in Panik. Einer der Ochsen stürmte mit aufgerissenen Augen vorwärts, wobei er das zerrissene Zugseil hinter sich herschleifte. Verzweifelt fuchtelte der Ochsentreiber mit den Armen. »Haltet ihn, haltet ihn auf«, schrie er. Doch die Rufe des Mannes gingen im panischen Geschrei der Passanten unter. Karren kippten um, Waren fielen auf das Pflaster, Menschen wurden überrannt. Eine Frau kreischte hysterisch mit hoch erhobenen Armen. Der Bulle stürmte direkt auf Oskar Hempel zu. Im Bruchteil eines Herzschlags warf sich Karl zur Seite, packte seinen Meister und riss ihn mit sich zu Boden. Karl spürte das heiße, stoßweise Atmen des Tieres, sah noch das Weiße in den in Panik aufgerissenen Augen, verspürte das Vibrieren des Bodens unter den stampfenden Hufen. Im nächsten Augenblick stürmte der Bulle über sie hinweg.

Karl wagte nicht, den Kopf zu heben. Wenn seinem Meister etwas passiert wäre - nicht auszudenken! Etwas bewegte sich unter ihm.

»Meister, Meister, ist alles in Ordnung?«

Ächzend setzte sich Oskar Hempel auf. Der Bulle indessen blieb direkt vor dem Büro zur Empfangnahme von Requisitionen stehen. Menschen, die kurz zuvor noch Soldatenröcke, Tuche, Schuhe und Stiefel, sogar Wein und vor allem Geld an die französischen Besatzer dort abgeben mussten, stoben wie nach einer Explosion auseinander.

Beherzte Männer fingen das verwirrte Tier ein und hielten es am Rest des Strickes fest.

»Haste das gesehen?« Hempel blickte ungläubig um sich. »So ein blöder Ochse!«

»Vielleicht war der gar nicht so blöd«, erwiderte Karl u

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