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Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein Roman von Vine, Lucy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.09.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein

"Ellie Knight ist unsere neue Single-Seelenschwester!" Cosmopolitan
Ellie Knight ist glücklich: Ihr Job als Illustratorin macht ihr Spaß, ihr Freundeskreis ist wunderbar, und bis auf die Midlife-Crisis ihres Vaters läuft es auch in der Familie rund. Daher nimmt sie es leicht, dass ihre Dates jedes Mal katastrophal laufen. Denn als moderne Großstadtfrau versteht sie sowieso nicht, warum sich bei den meisten Frauen ihres Alters plötzlich alles ums Heiraten und Kinderkriegen dreht. Sie genießt ihre Freiheit und stolpert von einem Chaos ins nächste. Bis zu dem Moment, als Ellie mit dem traurigen Grund hinter ihrer vermeintlich starken Fassade konfrontiert wird und sich entscheiden muss, was sie im Leben wirklich möchte ...

Lucy Vine arbeitet als Journalistin und Kolumnistin und schreibt für erfolgreiche Magazine wie Grazia, Heat, Cosmopolitan, Stylist und Marie Claire. Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein ist ihr Debütroman, nachdem sie von Happy Ends in Filmen und Büchern schließlich genug hatte und endlich ihre eigene Geschichte schreiben wollte. Lucy Vine lebt mit ihrer Katze in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 17.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641221447
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Hot Mess
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Heute ist ein guter Tag zum Glücklichsein

1

Freitag, 14. Februar, 19:34 Uhr

Ort: Ich befinde mich in einer echt schrecklichen Bar, deren einziger Zweck es ist, Leuten das Gefühl zu geben, dass sie es niemals im Leben zu etwas bringen werden. Von der Wand glotzt mir ein vergoldeter Elch entgegen, es gibt goldene Kronleuchter, überall hängen Spiegel, und das Licht strahlt von unten die Decke an. Was für ein Unmensch lässt sich eigentlich eine derartige Beleuchtung einfallen?

Vollkommen reglos sitze ich an der Theke. Wie festgefroren. Ich habe eine lässig wirkende Pose eingenommen, die meine Vorzüge zur Geltung bringt und bei der meine bessere Seite, die rechte, der Tür zugewandt ist. Es ist nicht wirklich bequem, aber es ist okay, denn DKDDESK - der Kerl, der der eine sein könnte - sollte jeden Augenblick zur Tür hereinkommen. Und wenn mir zahllose Kinofilme eines beigebracht haben, dann die folgende Erkenntnis: dass die Liebe auf den ersten Blick der alleinige Schlüssel zu einem Und-sie-lebten-glücklich-bis-ans-Ende-aller-Tage -Happy-End ist.

Einige Minuten vergehen, und ich sitze immer noch unbeweglich da, registriere nur am Rande, dass die Barkeeperin mein Madame-Tussaud-Wachsfiguren-Gesicht neugierig mustert.

"Alles okay bei dir?", fragt sie mich schließlich und lächelt mitleidig, während sie die Theke um mich herum sauber wischt.

Ist denn wirklich alles okay bei mir?

Na ja, das ist eine gute Frage, die sich nicht so einfach beantworten lässt. Heute ist Valentinstag, und ich sitze alleine auf einem Barhocker und warte auf mein Blind Date, das vermutlich nicht auftauchen wird.

Abgesehen davon werden Barhocker irgendwann mein Untergang sein. Mal ehrlich, kann mir vielleicht irgendjemand zeigen, wie man elegant von einem Barhocker steigt und sich danach elegant wieder hinaufschwingt? Geht nicht, ganz ausgeschlossen.

Also muss ich wohl oder übel den ganzen Abend auf dem dämlichen Hocker sitzen und kann nicht mal auf die Toilette gehen. Dabei müsste ich dringend mein glänzendes und gerötetes Gesicht, von dem so langsam vor lauter Nervosität der Schweiß rinnt, etwas abpudern. Da ich allerdings annehme, dass die Barkeeperin das alles nicht wirklich hören will, mache ich stattdessen auf vergnügt und bitte um mehr Alkohol - wenn ich schon versetzt werde, kann ich mich genauso gut gleich zuschütten.

"Wäre ein Glas Weißwein okay?", fragt sie und gießt mir auf mein Nicken hin nach. "Du siehst übrigens echt nett aus", fügt sie hinzu.

Ich bedenke sie mit einem strahlenden Lächeln, das sich jedoch auf das randvolle Glas und nicht auf "echt nett" bezieht, da erwarte ich etwas mehr. Vorsichtig balanciere ich auf einer Pobacke, ziehe meinen Rock ein wenig nach oben und mein Top ein wenig nach unten, denn niemand will schließlich bloß "echt nett" aussehen.

Es ist, als hätten Schlampen tatsächlich mehr Glück, denke ich, denn in diesem Moment vibriert mein Telefon.

Das ist er!

Irrtum, ist er nicht, es ist Sophie, die mir schreibt.

Alles okay bei dir? Küsschen.

Ich verdrehe die Augen. Alle machen sich Sorgen um mich und fragen mich andauernd, ob alles in Ordnung sei. Allein heute habe ich ganze elf Nachrichten von Freunden und Familienmitgliedern bekommen, die wissen wollten, ob alles okay ist, und die mir liebe Grüße schickten. Selbst meine Arbeitskollegin Jackie hat Mitleid mit mir. Dabei müsste es umgekehrt sein. Immerhin ist Jackie verdammte zweiundfünfzig Jahre alt, und niemand im Büro mag sie. Außerdem sitzt ihre beste Freundin im Knast, weil sie die Bingorunde beklaut hat.

Es ist weiß Gott nicht toll, wenn alle rundum der Meinung sind, den Valentinstag alleine zu verbringen, obwohl man sich der Dreißig nähert, sei schlimmer als der Tod. Ich sehe dem goldenen Elch tief in die Augen. Was, wenn es wirklich stimmt?

Meine Schwester Jennifer hat mir zu diesem Date verholfen. Sie meinte wörtlich: Wenn ich

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