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Hibiskusblütenmeer Roman von Broom, Isabelle (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.04.2019
  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
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Hibiskusblütenmeer

Die 28-jährige Hannah ist bereit fürs große Abenteuer: Ein Traum wird wahr, als sie mit ihren Kollegen einen Dokumentarfilm in einem entzückenden spanischen Ort am Meer drehen darf. Das heißt auch, dass sie lange Sommertage mit Theo verbringen wird - ihrem Boss und heimlichen Schwarm. Hannah könnte wetten, unter der spanischen Sonne wird sie ihn endlich für sich gewinnen. Wenn nicht ihr bester Freund und Kameramann Tom sowie die Moderatorin Claudette ständig in die Quere kämen. Die Sache wird noch komplizierter, als Nancy, Hannahs nervige Halbschwester, anreist. Was um alles in der Welt will Nancy hier? Kann Hannah nicht ein Mal in ihrem Leben einen perfekten Sommer haben? Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. Eine Europareise nach ihrem Studium führte sie auf die griechische Insel Zakynthos, wo sie unvergessliche Monate verbrachte. Olivensommer ist ihr Debütroman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 08.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641233853
    Verlag: Diana Verlag
    Originaltitel: Then. Now. Always
    Größe: 2752 kBytes
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Hibiskusblütenmeer

1

Jetzt

Ich weiß, es ist ein total peinliches Klischee, in seinen Chef verliebt zu sein, aber ich kann einfach nichts dagegen tun. Seit ich ihn während meines Praktikums vor fünf Jahren mit meinen jungen, leicht zu beglückenden Augen das erste Mal erblickte, bin ich ihm verfallen, und daran hat sich in der Zwischenzeit nicht ein Jota geändert. Allerdings muss ich sagen, dass er selbst schuld ist - was muss er auch so unglaublich schnuckelig, so atemberaubend genial und, tja, so ganz und gar perfekt sein?

"Alles in Ordnung mit dir?", erkundigt sich Tom und mustert besorgt mein gerötetes Gesicht, während das Objekt meiner Sehnsüchte an uns vorbei in den Besprechungsraum marschiert. Heute trägt er ein hellblaues Hemd und sieht einfach sagenhaft sexy aus.

"Mir geht's prima", versichere ich ihm und fächele mir wie zur Bestätigung kühlende Luft ins Gesicht. "Es ist nur echt heiß hier. Zu viele Computer, die gleichzeitig laufen."

"Na, wenn du meinst." Achselzuckend wendet sich Tom wieder seinem Bildschirm zu.

"So schlimm sehe ich doch gar nicht aus, oder?", murmele ich, und er betrachtet mich.

"Rot wie ein Radieschen", stellt er fest. "Bloß mit mehr Haaren."

Gelegentlich zieht Tom mich auf, um sich zwischen dem Kaffee um drei Uhr nachmittags und dem Sechs-Uhr-Bier nach der Arbeit die Zeit zu vertreiben. Ich sollte also nicht überrascht sein, denn ich zahle es ihm ja stets mit gleicher Münze heim. Allerdings mag ich mir gar nicht vorstellen, wie er mich piesacken würde, wenn er von der peinlichen Verliebtheit wüsste. Und sie ist tatsächlich ein bisschen peinlich, außer meinem Spiegelbild würde ich nie jemandem davon erzählen. Ja, auch das noch, ich rede vor dem Spiegel mit mir selbst. Hannah Hodges: eine wandelnde Katastrophe.

"Haben wir auf Twitter eigentlich schon irgendwelche Reaktionen zu Mojácar?" Entschlossen bringe ich das Gespräch wieder auf die Arbeit.

Tom macht ein paar Mausklicks und schnaubt verächtlich. "Bloß von Leuten, die glauben, ich würde eigentlich von 'Mallorca' reden."

"O Mann, solche Banausen!", knurre ich und verdrehe die Augen, als ich die höhnischen Tweets auf seinem Bildschirm lese. Insgeheim bin ich allerdings ziemlich begeistert, denn ich habe Theo meine Idee zu dem Dokumentarfilm teilweise damit verkauft, dass über die kleine spanische Stadt Mojácar nur wenig bekannt ist. Diese Tweets beweisen, wie recht ich habe.

Theo hatte gestrahlt wie ein Kaufhausweihnachtsbaum, als ich von meinen Aufenthalten dort in meiner Teenagerzeit erzählte, und nachdem ich meinen Laptop zu ihm umgedreht hatte, weiteten sich seine schönen braunen Augen beim Anblick der Bilder von kleinen weißen Häusern, die wie Bauklötze einen Hügel bedeckten, von wuchernden Bougainvilleen und einem breiten Sandstrand. Bei meiner Erklärung, warum die Stadt sich so gut für den Auftrag, an dem wir gerade arbeiteten, eignen würde, klatschte er sogar vor Freude in die Hände. Das war auf jeden Fall einer der besten Tage meines bisherigen Berufslebens (na gut, auch meines Privatlebens), seitdem lasse ich diese Momente mindestens zwölfmal täglich genüsslich vor meinem inneren Auge ablaufen. Offenbar bin ich doch nicht so schlecht bei Präsentationen, obwohl ich im Vorfeld vor Panik fast gestorben bin.

"Glaubst du wirklich, dass wir das alles noch rechtzeitig vor Drehbeginn hinkriegen?", fragt mich Tom jetzt. Mein bester Freund macht sich Sorgen über alles und jedes. Manchmal wünschte ich mir, er wäre kämpferischer, draufgängerischer, doch er hat immer nur Bedenken.

Mit künstlich empörter Miene drehe ich mich zu ihm um. "Natürlich schaffen wir das. Theo hat mir den Auftrag erteilt, alles über den Drehort und die Geschichte von Mojácar herauszufinden. Vertrau mir, ich werde ihn ... ich meine, die Firma nicht enttäuschen. Dieser Film wird alles haben: Schönheit, Magie und einen ungewöhnlichen Schauplatz."

"Magie?" Tom r

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