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Historical Band 307 von Gifford, Blythe (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.07.2014
  • Verlag: CORA Verlag
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Historical Band 307

DIE BRAUT DES SCHOTTISCHEN RITTERS von GIFFORD, BLYTHE Rebell ohne Land: Als unehelicher Sohn eines englischen Prinzen und einer Schottin hat Gavin Fitzjohn keine Heimat - bis er der schönen, feinsinnigen Clare Carr begegnet. Wenn er sie heiratet, weiß er endlich, wohin er gehört! Doch er hat einen Rivalen um Clares Gunst: einen französischen Comte, der die Gesetze der höfischen Ritterlichkeit ebenso gut kennt wie Gavin die männlichen Gesetze des Eroberns ... EINE NACHT MIT DEM HIGHLANDER von LETHBRIDGE, ANN 'Um Mitternacht im Landgasthof ...' Hat Highlander Gordon McLaughlin sich das nur eingebildet, oder hat Lady Annabelle es ihm wirklich zugeraunt? Es gibt nur eine Möglichkeit, das herauszufinden: im Schutze der Dunkelheit auf sie zu warten. Als sich knarrend die Zimmertür öffnet und eine verführerische Gestalt erscheint, weiß er: Die Frau, um die sich dunkle Gerüchte ranken, ist wirklich zu ihm gekommen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 29.07.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733763879
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 852 kBytes
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Historical Band 307

1. KAPITEL

Haddington, Schottland im Februar 1356

N ach zehn Jahren war er endlich nach Hause zurückgekehrt.

Und er hatte den Krieg mitgebracht.

Der kalte, feuchte Nebel verdunkelte das schwindende Licht des düsteren Februartags und waberte um die Mauern der Kirche, die sich vor ihnen erhob. Die Ringe seines Kettenhemds legten sich kalt an seinen Nacken, und die englischen Ritter an seiner Seite fröstelten auf ihren Pferden.

Der Winter war eine schlechte Zeit, um einen Krieg zu führen.

Gavin Fitzjohn sah zu seinem Onkel hinüber, König Edward III., dem stolzen Löwen, der auf dem Höhepunkt seiner Macht war. Schon vor mehr als zwanzig Jahren hatte dieser König einen ähnlichen Angriff auf Schottland angeführt. Damals hatte sein Vater, der Bruder des Königs, ein illegitimes Kind mit einer Schottin gezeugt und zurückgelassen.

Heute ritt dieser Sohn, Gavin, wieder an der Seite seines Onkels, genauso wie letztes Jahr in Frankreich. Ohne Bedenken hatten sie damals Soldaten und Dorfbewohner bekämpft, so lange, dass der Geruch von Blut und Rauch Gavin noch jetzt in seinen Träumen heimsuchte. Doch er hatte es nur getan, weil er ein Ritter in einem Krieg war.

Doch dies war nicht Frankreich. Jetzt hatte der König die verbrannte Erde nach Hause gebracht. In den vierzehn Tagen, seit sie Berwick zurückerobert hatten, hatte seine Armee selbst das wenige, das die schottische Armee zurückgelassen hatte, zerstört und verbrannt.

Gavins Pferd trat unruhig von einem Bein aufs andere. Durch die Fenster der Kirche leuchtete der Chorraum wie eine einladende Lampe, so hell und freundlich wie alle Kirchen, die er jenseits des Kanals gesehen hatte.

Die Dorfbewohner drängten sich vor ihrem Gotteshaus zusammen, unsicher, was sie erwartete. Gavin sah einen Mann mit gefalteten Händen, der mit geschlossenen Augen still betete. Dann schlug er die Augen auf und sah Gavin an.

Angst. Sie war so groß, dass man sie fühlen konnte.

Er hatte das Töten gründlich satt.

Ein Knappe lief mit einer brennenden Fackel auf den König zu. Im Zwielicht warfen die Flammen gespenstische Lichter und Schatten über die von Schlamm bedeckten Wappenröcke und Rüstungen.

Er warf seinem Onkel einen Blick zu. Schluss jetzt, dachte er. Ein frommer Wunsch.

Denn es war Ärger, kein Mitleid, das sich in Edwards Gesicht spiegelte. Die Schotten hatten dem Waffenstillstand nur zugestimmt, um sich auf den Krieg vorzubereiten. Nachdem Lord Douglas schließlich das Friedensangebot Englands ausgeschlagen hatte, hatte Edward geschworen, ihnen den Krieg zu geben, nach dem es sie verlangte.

Der König bedeutete dem Knappen, die Fackel Gavin zu reichen.

"Nimm die Fackel", befahl er. Wie ein Höllenfeuer flackerte sie zwischen den beiden auf. Edward wies mit dem Kopf auf die Kirche. "Zünde sie an."

Der Knappe drückte Gavin die Fackel in die Hand. Er nahm sie entgegen, wie er es bereits oft getan hatte, doch diesmal war sein Griff zögerlich, beinahe zittrig. Oder spielte das flackernde Licht ihm einen Streich?

Die misstrauischen Blicke der Dorfbewohner wanderten von ihm zu der Kirche. Was würde mit ihnen geschehen, wenn sie ihr Gotteshaus verloren?

Das Weinen eines Säuglings hallte von den Steinmauern der Kirche wider. Gavin versuchte, die Fackel dem Knappen wieder zurückzugeben, schon donnerte Edward los und ließ seiner tiefen Enttäuschung über den gescheiterten Feldzug freien Lauf. "Worauf wartest du?"

Schwere Stürme hatten seine Flotte versenkt, und da keine Schiffe nachkamen und ihnen die Vorräte ausgingen, blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich zurückzuziehen. Doch nicht ohne das Land vorher zu verwüsten, wie Edward es beabsichtigte.

"Lasst sie. Sie haben uns nicht bekämpft", sagte Gavin.

"Sie haben ihr eigenes Land zu Grunde gerichtet, damit wir kein Vieh zum Essen und kein Ale zum Trinken haben." Edwards

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