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Holly. Ende der Lügen Band 3 von Friedrich, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2016
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
1,99 €
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Holly. Ende der Lügen

Holly: Jede Frau hat ein Geheimnis. Hollys Starreporterin, die Frau für die großen Geschichten (wenn sie nicht gerade in ihrer Therapiestunde sitzt), bekommt einen merkwürdigen Auftrag. Sie soll sich mit dem Leben nach dem Tod beschäftigen: mit Frauen, aus denen Geister sprechen, mit Menschen, die die Grenzen zwischen Leben und Tod anzweifeln. Im Mittelpunkt steht dabei ein rätselhafter Mann, der der verschwundenen Chefredakteurin sehr nahestand. Apropos Annika Stassen - auf welch schreckliches Geheimnis ist sie in Frankreich gestoßen? Und was hat der Außenminister damit zu tun? Was für abgründige Pläne schmiedet die Verlegerin Elisabeth Salditt in New York? Und bedeuten sie das Ende für Holly? Anna Friedrich ist ein Pseudonym. Gäbe es sie wirklich, würde sie in Hamburg leben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 13.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641205232
    Verlag: Goldmann
    Serie: Holly Bd.3
    Größe: 558 kBytes
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Holly. Ende der Lügen

Montag, 13. April

1

Die Bürotür von Thea Liebhardt steht immer offen, wahrscheinlich hat sie die Hoffnung aufgegeben, in diesem Leben noch jemals Ruhe zu finden. Es ist neun Uhr fünfundvierzig, das Leben in der Holly-Redaktion beginnt langsam, zumindest nach dem Klappern der Kaffeetassen auf den Fluren zu schließen.

Carla Rosenberg steht in der Tür. "Ich brauche einen Termin bei Christa, nur kurz, zehn Minuten, am besten jetzt sofort." Thea greift zum Telefon. "Frau von Hutten, Carla Rosenberg wäre hier, sie bräuchte Sie mal kurz. Geht das jetzt?" Sie legt den Hörer auf, sie nickt. "In fünf Minuten." Kleine Pause. "Magst du einen Kaffee?"

"Gerne."

"Milch, Zucker?"

"Zucker? Ich weiß gar nicht mehr, was das ist."

Thea dreht sich an der Kaffeemaschine, Nespresso natürlich, kurz um und scannt Carla von oben bis unten. "Du bist viel zu dünn. Das mögen Männer nicht."

"Echt? Da habe ich andere Erfahrungen." Carla lacht. Tut gut, denn sie ist doch ziemlich nervös. "Wie geht ' s den Kindern?" Kleine Pause. "Den süßesten Zwillingen der Welt?"

"Ich warte auf Katastrophennachrichten. Tom hatte heute früh Ohrenweh, und Ohrenweh heißt eigentlich: nix Kita. Deshalb habe ich einen Deal mit ihm gemacht: Er darf sich am Wochenende was wünschen, wenn er sein Ohrenweh verschweigt. Ist das die richtige Erziehung?"

"Ach, ich finde schon. Geld gegen Wahrheit. Gute Schule." Beide lachen.

Thea blickt auf die Uhr. "Jetzt. Geh rein."

Carla stellt ihre Kaffeetasse ab. Klopft an die Tür.

"Bitte, kommen Sie rein."

Christa von Hutten sitzt mit dem Rücken zu ihrem Schreibtisch, wie versunken in ihrem Drehstuhl. Ist nicht zu erkennen warum. Denkt sie? Hat sie was gesucht in dem Regal hinter ihr? Dann dreht sie den Stuhl nach vorne. Müde sieht sie aus, sehr müde. "Bitte, nehmen Sie Platz. Was gibt es?"

Carla sagt: "Wie soll ich es sagen? Ich kündige."

"Ach", sagt Christa von Hutten. Es klingt fast ein wenig amüsiert.

Beide schweigen.

"Wollen Sie vielleicht noch ein Wort dazu sagen, warum Sie kündigen möchten?"

"Ich möchte nicht kündigen, ich kündige. Ich habe hier meine schriftliche Kündigung, sie liegt auch schon in der Personalplanung." Carla zieht ein Kuvert aus ihrer Jackentasche und legt es auf den Schreibtisch. Ihre Hände zittern ein wenig.

"Sie klingen so wütend, was ist los?", fragt die Chefredakteurin.

"Nein, nein, ich bin nur aufgeregt, nicht wütend. Wissen Sie, Holly bedeutet mir was, und ... das gilt nicht für so viele Dinge in meinem Leben. Deshalb fällt mir der Moment so schwer. Aber ich habe meine Entscheidung getroffen, es gibt nichts mehr zu reden."

"Und was tauschen Sie für Holly ein? Ich meine", fragt Christa von Hutten, "was sind Ihre Pläne? Sind Sie schwanger? Machen Sie eine Weltreise?"

"Nein, ich bin nicht schwanger. Und eine Weltreise ist es auch nicht. Ich habe einen neuen Job, der ist ziemlich gut bezahlt, ich kann aber darüber noch nichts sagen. Und: Es hat nichts mit Journalismus zu tun. Es ist ganz etwas anderes." Carla spürt die Unruhe in ihren Beinen, sie möchte aufstehen und raus, endlich raus.

"Ist es das Geld?"

"Hört sich vielleicht doof an, aber ja, das Geld ist es auch", sagt Carla.

"Das hört sich gar nicht doof an. Sagen Sie, ich habe gehört, Sie fragten vor einiger Zeit beim Verlag, ob Sie einen billigen Kredit bekommen könnten. Das wurde abgelehnt."

Carla nickt.

"Ein Angebot: Sie nehmen die Kündigung zurück, und Sie bekommen noch heute einen zinslosen Kredit in Höhe von 30.000 Euro. Das garantiere ich Ihnen." Christa von Hutten schaut sie an. "Wäre das was?"

"Das klingt toll, und ... danke, aber es ändert nichts mehr, nichts. Ich habe mich entschieden zu kündigen, das ist endgültig. Es gibt nichts zu verhandeln, glauben Sie mir."

"Sagen Sie mir in einem Satz, was an dem neuen Job so t

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