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Holly. Wenn die Mode fremdgeht Band 4 von Friedrich, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.06.2016
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Holly. Wenn die Mode fremdgeht

Holly: Jede Frau hat ein Geheimnis.

Keine Zeit für Frühlingsgefühle bei Holly. Simone Pfeffer weiß nicht, wer der Vater ihres ungeborenen Kindes ist. Und ihr Netzwerk aus Freundinnen - die Spyders -, die in kürzester Zeit alles über jeden herausfinden können, verschweigen ihr etwas. Etwas, das den neuen Mann in Simones Leben betrifft. Annika Stassen versteckt sich in Grunewald. Doch weiß wirklich niemand, dass die ehemalige Chefredakteurin wieder in Berlin ist? Und wie lange kann Elisabeth Salditt noch die Geschicke der Menschen lenken, ehe sie selbst auf die falsche Bahn gerät?

Anna Friedrich ist ein Pseudonym. Gäbe es sie wirklich, würde sie in Hamburg leben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 13.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641205249
    Verlag: Goldmann
    Serie: Holly Bd.4
    Größe: 593kBytes
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Holly. Wenn die Mode fremdgeht

Freitag, 8. Mai

1

Holly-Redaktion, Freitagnachmittag, 15:00 Uhr.

Simone Pfeffer sitzt an ihrem Schreibtisch. Ihr Auftrag, die Analyse der Workflows in Deutschlands wichtigstem Frauenmagazin, ist abgeschlossen, jetzt müssen die Ergebnisse und ihre Protokolle nur noch in eine Präsentation eingearbeitet werden. Sie hat sich vorne am Automaten einen doppelten Espresso geholt, auf dem Schreibtisch liegen in geordneten Haufen ihre ausgedruckten Unterlagen, der Rechner ist an, der Duft des Kaffees löst Tatendrang aus. Simone ist guter Stimmung, vorhin hat das Büro der Verlegerin angerufen und für Montag ein Abendessen mit Elisabeth Salditt in Hamburg vereinbart. 20:00 Uhr Restaurant Cox. Eines der Lieblingsrestaurants von Frau Salditt, das weiß jeder im Verlag.

Die Gänge und Zimmer in der Holly-Redaktion sind um diese Uhrzeit schon wie ausgefegt. 36 -Stunden-Woche, das heißt für die meisten: Freitagnachmittag um 14:30 Uhr ist Feierabend. Sabine Penckwitz, Redakteurin in der Reise, hat letztens beim Mittagessen mal wieder gesagt: "Ich weiß nicht, ob ich ohne meinen freien Freitagnachmittag leben könnte. Der ist so wichtig für mich! Für meine Inspiration, meine innere Ruhe, für mich ein Moment des Innehaltens ...", und dann kommt immer ein Zitat, ihr Zitat von Nietzsche: "Die größten Ereignisse - das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden."

Sabine Penckwitz und viele andere aus der Redaktion sind jedenfalls schon nach Hause gegangen. Und wenn Simone Pfeffer sich so ihre Workflow-Analyse anschaut, ist sie sich nicht sicher, ob sie für die Momente des Innehaltens noch garantieren kann. Nietzsche hin oder her. Aber darum werden sich dann andere kümmern müssen.

Sie wird ihre Analyse Ende nächster Woche in großer Runde im Verlagshaus in Hamburg präsentieren. Eine PowerPoint-Präsentation soll es sein, mit Beamer an die Wand geworfen. Frau Salditt hat Chefredakteure und Verlagsleiter anderer Blätter dazugebeten, "damit die gleich sehen, was auch auf sie zukommt."

Eigentlich hasst Simone Pfeffer PowerPoint-Präsentationen. In Gedanken hat sie die arbeitende Bevölkerung schon oft in zwei Gruppen eingeteilt. Menschen, die in ihrem Job PowerPoint-Präsentationen machen - und Menschen, die das eben nicht tun. Und manchmal stellt sie sich vor, wie es wohl wäre, wenn Gruppe 1 und Gruppe 2 einfach mal tauschen würden, vielleicht für ein Jahr. Na ja, wie auch immer, in diesem Jahr jedenfalls zeigt sie selbst eine PowerPoint-Präsentation, und zwar eine sehr wichtige.

In diesem Moment kommen die Kolleginnen aus der Beauty an ihrem Schreibtisch vorbei: "Ciao Simone, mach nicht mehr so lange, und mach dir ein schönes Wochenende, hast du was Spannendes vor?"

Simone und die Beauty-Mädels tauschen noch ein paar Tipps fürs Wochenende aus. "Das 'House of Small Wonder' hat in Berlin-Mitte eröffnet, da gehen wir hin am Sonntag", sagt Gina, Assistentin im Beauty-Ressort.

Das "House of Small Wonder" ist ein Restaurant/Café, das es im Big Apple bereits geschafft hat. Die beiden Besitzer haben ihren äußerst beliebten Laden in Brooklyn kürzlich verkauft und sind nun dabei, in Berlin-Mitte ein kleines Haus der Wunder zu schaffen.

"Hört sich gut an", sagt Simone, "vielleicht sehen wir uns da." Wenn die wüssten, denkt sie, wenn die wüssten, dass ich mir gerade selbst ein Haus der kleinen Wunder baue.

Kleines Wunder Nummer 1: Ein neuer Job, wieder als Journalistin. Kleines Wunder Nummer 2: Ein neuer Mann. Und wunderbar zum Dritten: Ein Baby mit ebendiesem neuen Mann. Was heißt hier kleine Wunder, house of big wonders, das baut sie gerade.

Georg liebt sie, und sie liebt Georg, und sie bekommen ein Baby. So ist das. So hat sie es Georg gesagt, so hat sie es sich selbst so oft gesagt, dass es jetzt auch für sie Gewissheit ist. Nur Georg kann der Vater sein, das sagt ihr Gefühl, das will sie so.

Petra, die Freundin von Georg, ist schon

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